Hallo!
1: Elektronen besitzen einen Spin durch den ein Magnetfeld
erzeugt. Desweiteren soll das Elektron in diesem zug wie ein
Magnet wirken. Aber wie soll das gehen? Denn ein Magnet hat
doch normalerweise ein Plus und ein Minus Pol?
Ja. Anschaulich (aber quantenmechanisch falsch) kann man sich das Elektron als rotierende Ladung vorstellen, also als einen elektrischen Strom, der im Kreis fließt. Ein solcher Strom erzeugt immer ein Magnetfeld. Man sagt: Er hat ein magnetisches Moment. Angenommen, da Elektron hat den Spin +1/2. Das bedeutet, dass sein Spin-Vektor nach oben zeigt. Die Rotation verläuft im mathematisch positiven Sinne. Also zeigt der Vektor seines magnetischen Moments nach unten (wegen der negativen Ladung). Also ist es so als hätte das Elektronen auf seinem Kopf einen Südpol und an seinen Füßen einen Minuspol. (Die Begriffe, die ich verwendet habe sind nur Krücken, die das Verständnis erleichtern. Physikalisch sind sie natürlich nicht korrekt…)
2: Erzeugt ein Elektron 2 Magnetfelder? Einen durch den Spin
ansich. Und dann noch eins durch die Bewegung auf/in der
Aussenschale? Denn es sind ja beide gerichtete
Ladungsbewegungen und erzeugen somit einen gewissen Strom?
Ja. Natürlich überlagern sich beide Effekte, aber sind nichtsdestotrotz da.
3: Haben die Teilchen von Haus aus die geladenen
Eigenschaften? Oder werden die Eigenschaften erst durch den
Spin definiert?
Uff. Keine Ahnung. Es gibt kein Elektron ohne Spin und es gibt auch kein Elektron ohne Ladung. Von daher ist die Frage an sich wahrscheinlich nicht sinnvoll.
4: Haben Neutronen einen Spin?
Ja.
5: Addieren sich die Magnetfelder der Protonen im Atomkern, da
sie alle die selbe Spin richtung haben?
Die haben unterschiedliche Spinrichtungen. Im Prinzip gilt hier das Gleiche wie bei den Elektronen in der Hülle. Nur dass es im Kern zwei Populationen gibt, die man (bezüglich Hundscher Regel und Pauli-Prinzip) getrennt betrachten muss: Protonen und Neutronen.
6: Wird die „räumliche“ Größe durch die entstehenden
Magnetfelder und deren Kräfte definiert?
Wenn man überhaupt eine Größe definieren möchte (was quantenmechanisch ziemlich hahnebüchen ist), muss man sich irgendwelche Hilfskonstruktionen basteln, z. B. „Der Radius, innerhalb dessen die Aufenhtaltswahrscheinlichkeit des Elektrons 95% beträgt“ oder etwas Vergleichbares. (Auf diesen Hilfkonstruktionen basieren die Bilder von den Orbitalen).
7: Können Neutronen genauso wie z.B Stahl eine gewisse
Polarität annehmen?
Da vergleichst Du Äpfel mit Birnen. Ein Neutron ist ein Elementarteilchen, Stahl ist eine hochkomplexe Legierung.
Michael