Allianz - Immobilienfinanzierung

Hallo,
vor kurzem waren wir bei der Allianz, wegen einen Versicherungswechsel (eine Versicherung). Dort kamen wir über Umwege auch auf das Thema Gebäudeversicherung usw. und dann auf das Thema Bauen zu sprechen. Der Typ der Allianz meinte, das die Versicherung auch komplette Immobilienfinanzierung leistet,erstellte uns sogar ein hypothetisches Angebot. Er meinte, man könne einen kompletten Kredit bekommen oder z.B. auch einen geteilten Kredit, z. B. zusammen mit einem Bausparvertrag über die Dresdner Bank, mit denen sie zusammenarbeiten. Was uns dabei wunderte war, das er den selben Zinssatz benutzte, egal ob wir jetzt die komplette Bausumme bei ihn nehmen würden oder nur ein Drittel der gesamten Bausumme. Geht das mit rechten Dingen zu. ?

Ich meine nur, unsereins kennt das eigentlich so, das normale Banken einen Baukredit meistens splitten, wobei das erstrangige Darlehn meistens güngstiger ist, als das zweitrangige Darlehn. ?

Außerdem würden wir gerne mal wissen, wo die Allianz eigentlich ihr Baugeld hernimmt, da es uns fremd ist, das Versicherungen Immobilien sogar ganz alleine finanzieren. Lediglich in Stiftung Warentest konnten wir lesen, das der Finanzierungsschutzbrief wohl nicht ganz so astrein ist.

Kann uns jemand dazu irgendwie etwas erklären oder Erfahrungen mitteilen. ?

Danke
Birgit

Hallo Birgit,

grundsätzlich ist es schon so, dass insbesondere Lebensversicherungen durchaus auch Immobilienfinanzierungen machen (und ich rede jetzt nicht von Krediten gegen abgetretene private Lebensversicherung). Allerdings machen sie dies typischerweise nicht im Direktvertrieb, sondern im ganz großen Stil. D.h. Versicherung X bietet auf dem Markt für Immobilienfinanzierungen ein Kontingent von € Y Mio. zu bestimmten Konditionen an, und die Banken und freie Finanzierungsvermittler greifen hierauf dann zu, schlagen für sich selbst etwas auf und bieten dann ggf. unter eigenem Namen die Finanzieurng gegenüber dem Endkunden an. Mit den so ausgeschütteten Darlehen und den hierüber erzielten Zinsen erwirtschaften die Versicherungen das Geld, was man dann als Rendite (hoffentlich) bei Auszahlung einer Lebensversicherung zusätzlich erhält. D.h. die Versicherung legt die eingezahlten Beiträge nicht in den Keller oder auf ein Sparkonto, sondern agiert damit am Finanzmarkt und macht u.a. eben auch Baufinanzierungen.

Wenn man diesen Zusammenhang kennt und passende Beziehungen zu einer Versicherung hat, kann man im Einzelfall auch direkt von einer Versicherung auf diesem Wege Geld bekommen, oder ein freier Vermittler stellt den Kontakt her. Dabei sind die Konditionen oft besser als bei den Banken, weil natürlich nicht im großen Stil Konditionen gemittelt werden, sondern weil man eben (gerade wo es heute Baugeld im Überfluss gibt) gezielt ein bestimmtes Kontingent mit Top-Konditionen nutzen kann. Der kleine Vermittler kann es sich eben erlauben heute die und morgen schon wieder ganz andere Konditionen zu machen, eine große Bank muss ggf. bundesweit und über Wochen „verlässliche“ Konditionen abbieten. Außerdem ist der Overhead der kleinen Vermittler natürlich auch geringer, d.h. sie haben weniger Kosten als eine große Bank und können deshalb günstiger anbieten.

Wir haben unsere Finanzierung auch über einen solchen Vermittler gemacht, und sind über den zufällig dann an ein Kontingent der Hannoverschen Leben geraten, die fast bei uns um die Ecke sitzt, von der ich vorher aber auch nicht wusste, dass sie Finanzierungen macht (hatte den Vorteil, dass wir uns einige Unterlagen sparen konnten, weil der Sachbearbeiter bei der Versicherung fast in der Nachbarschaft wohnt und mir dann irgendwann mitteilen ließ, er sei auf dem Weg in die Bank einfach mal bei uns vorbei gefahren und hätte gesehen, dass alles OK sei). Alternativ hätten wir ein Kontingent der DSL-Bank (Postbanktochter für den indirekten Vertrieb) nutzen können.

D.h. es handelt sich hier um eine durchaus seriöse Finanzierungsform, die einfach nur wenig bekannt ist.

Gruß vom Wiz

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hallo Birgit,
möchtest Du wesentlich günstiger an eine eigene Immobilie kommen? Mit weitaus weniger Risiko?
Dann geh mal hier drauf: *****************

Dagegen kannst Du Bausparkassen und andere Finanzmöglichkeiten in den Müll werfen!
Grüße
Babalou

Hi,

habe leider eine Finazierung mit Allianz gemacht, wobei es nciht an der Allianz liegt, sondern an der Konstelaltion Kredit mit LV.

Wie es momentan ausschaut, fehlen am Ende 10.000 Euronen und das bei 110.000 DM Kreditsumme.

Das ganze hatte sich 1999 gut angehört und da haeb ich untersschrieben. Jetzt betrachtet wäre ein normaler Kredi tbesser gewesen.
Eine Finanzierung mit LV in kombination würde ich nie wieder machen.

Lieber einen normalen Kredit mit fester Laufzit und wenn Du willst kannst Du seperat auch noch einen Bausparvertrag machen mit dem Du dann nach Ablauf dea Erstkredit einsteigst mit festen Konditionen.

Eine Absicherung des Erstkredit kann auch mit Risiko LV erfolgen und natürlich steht ja mit Wohnung / Haus ein Wert dagegen.

Bei mir gibt scih die Allianz mit der 2-ten Stelle im Grundbuch zufrieden.

Gruss ANdi

Hallo zusammen,

möchtest Du wesentlich günstiger an eine eigene Immobilie
kommen? Mit weitaus weniger Risiko?

Bei allen Angeboten die sich speziell an Leute wenden, die „Probleme“ mit einer klassischen Finanzierung haben, leuchten bei mir alle Warnlampen auf. Dies um so mehr, wenn klassische und bekannte „Begehungsmuster“ auftauchen. Ich will und werde jetzt niemandem etwas ohne konkrete Anhaltspunkte unterstellen, aber z.B. Genossenschaftsmodelle bieten sich natürlich wunderbar an Geld von lieben bauwilligen Genossen zu sammeln und dann davon ein Haus nach dem anderen hoch zu ziehen, solange genug Geld nachkommt. Da man aber besonders finanzschwache Leute und so genannte „schlechte Risiken“ in so einer Genossenschaft sammelt, bündelt man natürlich nicht nur das Geld, sondern auch die Risiken mehrerer Leute. Und da diese Konzepte aufgrund der mangelnden Finanzkraft der einzelnen Teilnehmer ohnehin schon auf der Kante finanziert sind, ist dann natürlich keinerlei Spielraum mehr, wenn ein oder mehrere Leute ausfallen.

Daher bleibt es nicht aus, dass man neben dem Angebot des Häuserbaus auch gleich noch fortwährend neue Verkäufer sucht, um wieder frisches Geld einzuwerben. Letztenendes kann man also von klassischen Schneeballsystemen sprechen. Dies insbesondere deshalb, weil entsprechende Anbieter im Gegensatz zu klassischen Wohnungsbaugenossenschaften eben nicht nur im Rahmen eines gesunden eigenen Wachstums neue Häuser bauen, sondern kurzfristig schnell viele Häuser bauen müssen, für deren Finanzierung somit nur dann Geld eingesetzt werden kann, wenn man gleichzeitig neue Genossen in immer größerer Zahl nachwirbt. Denn die Schere zwischen aktuell vorhandenem Geld und zu bauenden Häusern geht mit jedem neuen Genossen weiter auf.

Dementsprechend wäre ich bei entsprechenden Modellen - vorsichtig ausgedrückt - sehr vorsichtig.

Gruß vom Wiz

hallo WIZ
genau das gleiche kann ich von den
Bausparkassen,
Versicherungen,
Banken,

sagen.
Ganz besonders von den Bausparkassen.
Das Genossenschaftssystem ist eines der sichersten Modelle, die es gibt. Die Kontrolle gerade von Genossenschaften ist extrem stark.
Da sich dieses *****-System nicht nur auf Einkommenschwache stützt (klar, sind auch dabei), sondern auf alle Schichten der Bauwilligen (auch Selbständige, Ältere, Erben, usw.), ist die von Dir beschworene Gefahr extrem gering und wesentlich geringer, als bei Bausparkassen.
Argumente gegen ein Produkt gibt es immer. Man kann vor jedem Produkt warnen, selbst vor mündelsicheren.
Grüße
Babalou