Alltag in einer Nervenheilanstalt um 1930?

Hallo liebe Experten,

ich suche Informationen über den Alltag in einer Nervenheilsantalt/psychatrischen Klinik in den 30ern des 20. Jahrhunderts.

Wie wurde die Patienten dort behandelt?

Welche Technik wurde zur Untersuchung der Patienten verwendet?

Gab es sowas wie Nachtwächter? Wenn ja, wie waren sie ausgestattet?

Gibt es gravierende Unterschiede zwischen der Behandlung und Unterbringung in den USA und Deutschland?

Gab es dort eine „Klassentrennung“ nach Vermögen und so?

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

Hi Tiberius,

die hießen ja früher „Irrenhäuser“ oder „Irrenanstalt“. Und da hilft google für einen ersten Einblick:
http://de.wikipedia.org/wiki/Irrenhaus
oder allgemein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Psychiatrie

Schönen Sonntag,
wünscht
Anja

Hallo Anja,

danke für deine Antwort.

Diese Seiten habe ich mir bereits zu Gemüte geführt. Leider sind die Informationen dort ziemlich knapp/nicht genau das, was ich suche. Des weiteren liegt das Problem leider darin, dass die Artikel nicht wirklich den Bezug zu dem Zeitraum haben, den ich suche.
Auch sonst habe ich bei Google nicht wirklich passende Treffer erzielt, trotz tagelangem Suchen-.-

LG Marcus

Hallo!

Falls du auch richtige Bücher lesen würdest, würde ich mir mal die Quellenangaben in der Wikipedia anschauen.
Die finden sich evtl. in einer nahegelegenen Bibliothek, und könnten der Startpunkt für eine Literaturrecherche sein, weil sie vermutlich weitere Quellenangaben enthalten.

Viele Grüße!
Ph.

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Hi
Die Kliniken waren qualitativ zu jener Zeit sehr unterschiedlich.
Eine qualitativ hochstehende und fortschrittliche Psychiatrie wurde z.B. am „Burghölzli“ in der Schweiz, bei Zürich, gemacht. Dort haben Forel, Bleuler und C.G. Jung garbeitet. Die große Zeit der Psychiatrie lag dort vermutlich zwischen 1900 und 1930.
In Russland muss es diesbezüglich katastrophal gewesen sein, in USA auch eher problematisch. Deutschland lag bis 1930 eher dazwischen, ab 1933 bekanntermaßen war es ein Abgrund.
Gruß,
Branden

Für die Internetaholics
Moin,
folgendes muss vielleicht gesagt werden:

"_ Buch, das ; -(e)s, Bücher /Verkl.: Büchlein/

  1. (umfangreiches) in sich abgeschlossenes Druckwerk mit festem Einband, das zur Vermittlung des geistig-kulturellen Ideengutes dient_ "
    http://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=Buch

"_ Bibliothẹk, die ; -, -en 〈griech.〉

  1. (…)
  2. Aufbewahrungsort für eine systematisch geordnete Sammlung von Büchern: in die B. gehen; in der B. sitzen, arbeiten; die B. hat vorübergehend geschlossen; geliehene Bücher zur B. bringen_ "
    http://www.dwds.de/?kompakt=1&sh=1&qu=Bibliothek

;-»
Pit

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Hallo Tiberius,

vielleicht kann man Dir hier weiterhelfen:
http://www.bedburg-hau.de/C1257593002A8993/html/BB00…

oder auch das Hygiene Museum in Dresden:
http://www.dhmd.de/

gruß
schreiraupe

Janet Frame!
Hallo,
eine sehr detaillierte Beschreibung des Lebens in einer Nervenklinik in den 20er/30er Jahre bieten einige Bücher von Jane Frame (eher bekannt als Autorin des Buches „Das Piano“). Absolut herausragend ist das Buch „Gesichter unter Wasser“, wo sie die eigene Erfahrung schildert als schizofren diagnostiziert viele Jahre in der geschlossenen Heilanstalt verbringen zu müssen. Es gab keine privaten Gegenstände, dafür eine strenge Hierarchie, Experimente am Gehirn, Elektroschocks etc. Das Buch ist in seiner Autenzität kaum zu ertragen.

Viele Grüße

Hallo

Es gab keine privaten Gegenstände, dafür
eine strenge Hierarchie, Experimente am Gehirn, Elektroschocks
etc. Das Buch ist in seiner Autenzität kaum zu ertragen.

Auch beeindruckend:
http://www.antipsychiatrieverlag.de/verlag/titel/kne…

Hier werden auch Therapiemethoden im Allgemeinen in ihrer Entwicklung beschrieben- aus der kritischen Sicht eines reflektierten Patienten.

Gruß Anwärter

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hi,

genau, ich halte die verwertbaren informationen auch am ehesten in fachbibliotheken von universitäten für auffindbar.

dort würde ich unter geschichte der psychiatrie nachsehen und sicher vieles finden. allein der vergleich europa-usa in den 30er jahren wird vermutlich schwierig zu finden sein, das war eine zeit vor der globalisierung und wahrscheinlich hat damals noch niemand kulturvergleichend geforscht, vielleicht habe ich aber auch keine ahnung, weil zu wenig gelesen.