Als Angestellter Dienste im Web anbieten?

Moin Experten!

Ich bin bei einem kleinen Unternehmen angestellt, das in der Branche Kommunikation und Computer angesiedelt ist (325-Euro-Job).
Meine Hauptaufgabe ist Webdesign und Betreuung von Webprojekten.

Ich möchte meine Dienste nun auf einer eigenen Homepage darstellen und anbieten.
Das ganze ist also letztendlich kommerziell ausgerichtet.

Um es vorweg zu nehmen:
Mein Chef hat nichts dagegen und findet die Idee sogar gut, wir wissen nur nicht, ob es rechtlich erlaubt ist. Daher:

  1. Frage:
    Darf ich das als Angestellter überhaupt?

Es muss natürlich klargestellt werden, dass nicht ich selbst der Vertragspartner bin, sondern das Unternehmen, bei dem ich angestellt bin.
Eigene AGB habe ich natürlich auch nicht.

  1. Frage:
    Wie mache ich das kenntlich?
    Genügt es, wenn ich im Bereich „Profil“ erkläre, dass ich bei der Firma angestellt bin und der Vertrag mit der Firma und nicht mit mir geschlossen wird?
    Kann ich als AGB die AGB des Unternehmens einfügen, wenn ich das ausdrücklich so kennzeichne?

Gruss
Lanzelot

PS:
Bitte keine Diskussionen darüber, ob mir die Kohle reicht oder sowas. Darum geht es jetzt nicht.

Moin Experten!
Auch Hallo

Ich bin bei einem kleinen Unternehmen angestellt, das in der
Branche Kommunikation und Computer angesiedelt ist
(325-Euro-Job).
Meine Hauptaufgabe ist Webdesign und Betreuung von
Webprojekten.

Ich möchte meine Dienste nun auf einer eigenen Homepage
darstellen und anbieten.
Das ganze ist also letztendlich kommerziell ausgerichtet.

Um es vorweg zu nehmen:
Mein Chef hat nichts dagegen und findet die Idee sogar gut,
wir wissen nur nicht, ob es rechtlich erlaubt ist. Daher:
Das ist grundsätzlich i.O.

  1. Frage:
    Darf ich das als Angestellter überhaupt?
    Das darfst du, wenn du von deinem Chef eine schriftliche Genehmigung hast.

Es muss natürlich klargestellt werden, dass nicht ich selbst
der Vertragspartner bin, sondern das Unternehmen, bei dem ich
angestellt bin.
Eigene AGB habe ich natürlich auch nicht.
Dann arbeitest du nicht für dich selbst, sondern für deinen Chef. Wie soll das denn ablaufen? Ein Kunde meldet sich, kontaktiert deinen Chef und möchte deine Dienstléistung in Anspruch nehmen. Dein Chef stellt die Rechnung und bezahlt dich. Zahlt er mehr als 325 Euro aus, werden Sozialabgaben fällig. Ausserdem wird dein Chef ja auch Gewinn machen wollen. Kein Wunder, dass er nichts dagegen hat.

  1. Frage:
    Wie mache ich das kenntlich?
    Genügt es, wenn ich im Bereich „Profil“ erkläre, dass ich bei
    der Firma angestellt bin und der Vertrag mit der Firma und
    nicht mit mir geschlossen wird?
    Kann ich als AGB die AGB des Unternehmens einfügen, wenn ich
    das ausdrücklich so kennzeichne?

Mein Tipp: Lasse dir von deinem Chef schriftlich das Einverständniss geben, das du dich in diesem Bereich selbstständig machen darfst. Dann gehst du zum Amt und tätigst eine Gewerbeanmeldung. Die kostet max.15 Euro. Dann kannst du auch selber verhandeln. AGB kannst du dir ja irgendwoher kopieren. Ich weiß, ist nicht das legalste, aber billiger als vom Anwalt. Oder du arbeitest dich durch die AGB anderer Firmen durch und bastelst dir deine eigenen.
Meiner Meinung nach veräppelt dich dein Chef oder ich habe irgendwas nicht verstanden.

Gruß Marco

Gruss
Lanzelot

PS:
Bitte keine Diskussionen darüber, ob mir die Kohle reicht oder
sowas. Darum geht es jetzt nicht.

Moin Marco!

Das ist grundsätzlich i.O.
Das darfst du, wenn du von deinem Chef eine schriftliche
Genehmigung hast.

Okay, das ist ja schon die Hälfte von dem, was ich wissen wollte.

Dann arbeitest du nicht für dich selbst, sondern für deinen
Chef.

Genau so soll’s ja auch sein.

Ein Kunde meldet sich, kontaktiert deinen Chef und möchte deine
Dienstléistung in Anspruch nehmen.

Nicht ganz.
Mein Chef hat absolut keine Ahnung von Webdesign, möchte diesen Bereich in kleinen Rahmen aber unbedingt anbieten.
Daher wäre ich der Ansprechpartner, mit dem alles organisatorische geregelt wird.
Mein Chef wäre nur für die Rechnung zuständig.

Läuft jetzt eigentlich auch schon so, nur das die Kunden ihn kontaktieren und er ihre Fragen und Wünsche an mich weiterleitet.

Dein Chef stellt die Rechnung und bezahlt dich.

Genau, es geht eigentlich nur darum, dass ich mit diesen Dingen nichts zu tun habe.

Zahlt er mehr als 325 Euro aus, werden Sozialabgaben fällig.

Das ist schon klar, wird aber (vorerst) nicht vorkommen.

Vielleicht hätte ich es dazu sagen sollen:
Es geht letztendlich darum, Kleinunternehmer oder Ein-Mann-Betriebe im Netz präsent zu machen.
Unsere bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass die haben einfach keinen Bock haben 1000 € mehr dafür auszugeben und was eher einfaches haben wollen.

Bei uns gibt es ziemlich viele freie Webdesigner und Medienagenturen, die es anbieten.
Mehr als ein Auftrag pro Monat kommt da eh nicht, aber meine
325 € kriege ich halt damit meistens voll.

Und für’s erste reicht mir das auch.

Mein Tipp: Lasse dir von deinem Chef schriftlich das
Einverständniss geben, das du dich in diesem Bereich
selbstständig machen darfst. Dann gehst du zum Amt und tätigst
eine Gewerbeanmeldung…

Hatte ich auch überlegt.
Ist vielleicht was für in ein paar Monaten, wenn’s gut weiterläuft oder ich Kunden habe, die regelmässige Updates ihrer Seiten haben wollen (wegen News o.ä.).

Ich bin Student und das ganze ist ein Nebenjob zur Studienfinanzierung.
Zu mehr habe ich eh keine Zeit, solange ich noch studiere.

Wenn ich mir einen Gewerbeschein hole, dann fliege ich aus der Famlilienkasse raus und müsste mich selbst versichern.
Soweit ich weiss, kann ich bei Selbstständigkeit auch nicht den günstigeren Studententarif nutzen.
Das ist mir in der derzeitigen Situation (bezüglich Zeit, Konkurrenz, Kompetenz und Erfahrung meinerseits) einfach zu riskant.

Bleibt noch die Frage offen, wie ich auf meiner Website kenntlich mache, dass ich zwar der Ansprechpartner und die ausführende Kraft bin, der Vertrag aber über meinen Chef läuft.

Kannst Du mir da auch weiterhelfen?

Auf jeden Fall schonmal vielen Dank!
Die Frage nach dem grundsätzlichen rechtlichen Ja oder Nein ist ja geklärt.

Gruss
Lanzelot

Hallo Lanzelot,
eigentlich ist das ganz einfach. Lass es nicht über Deine Website laufen, sonder über die der Firma bzw. falls es noch keine gibt, erstell eine. Und auf dieser Seite wirst Du als Ansprechpartner genannt. Damit sollten doch alle Unklarheiten aus dem Weg geräumt sein. Wenn der Chef von der Seite provitieren will, sollte er auch für die Unkosten aufkommen oder willst Du die tragen?

Viele Grüße
Merit

Bleibt noch die Frage offen, wie ich auf meiner Website
kenntlich mache, dass ich zwar der Ansprechpartner und die
ausführende Kraft bin, der Vertrag aber über meinen Chef
läuft.

Hallihallo

Da du das Ganze ja für deinen Chef machen möchtest, brauchst du logischerweise auch keine schriftliche Einverständniserklärung.

Im Impressum gibst du die Adresse der Firma an und als Kontaktperson z.B. Webadministrator oder so deinen Namen mit deiner Durchwahl.

Das dürfte dann reichen.

Gruß Marco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin Marco!

Im Impressum gibst du die Adresse der Firma an und als
Kontaktperson z.B. Webadministrator oder so deinen Namen mit
deiner Durchwahl.

Durchwahl ist gut!
Die Firma besteht eigentlich nur aus meinem Chef, seiner rechten Hand in Sachen praktisches Arbeiten (Installationen usw.) … und mir.

Aber das konntest Du ja nicht wissen :wink:

Ich denke mal, ich kann dann auch meine private Nummer angeben, oder?

Gruss
Lanzelot

Moin Merit!

falls es noch
keine gibt, erstell eine.

Würde ich ja gerne, aber im Moment ist es zeitlich einfach nicht möglich.

Meine eigene Seite liegt fast fertig auf meiner Festplatte, weil ich vor einiger Zeit mal Lust dazu hatte zu testen, ob ich’s auch hinkriege eine komplette Seite zu bauen anstatt nur schöne Startseiten, aus denen nichts wird.

Domain und Webspace habe ich auch, benutze ich allerdings z.Z. nur zum Testen.

Insgesamt wäre es halt viel einfacher und nicht so zeitintensiv meine eigene Seite zu haben.

Und auf dieser Seite wirst Du als
Ansprechpartner genannt.

So würde ich das dann wohl einrichten.
Jeder Mitarbeiter bekommt dann seine eigene Seite innerhalb des Webauftritts.

Wenn der Chef von der Seite
provitieren will, sollte er auch für die Unkosten aufkommen

Würde er auch, das ist mehr oder weniger schon geklärt.

Im Moment müssen allerdings die Kunden absolute Priorität haben, weil es die Firma noch nicht lange gibt und wir uns erstmal einen Ruf aufbauen müssen.

Trotzdem auf jeden Fall vielen Dank für Deine Anregungen!

Gruss
Lanzelot

Hallihallo

Was soll denn dagegen sprechen,deine private Nummer anzugeben. Im Interesse der Firma solltest du aber ständig Erreichbar sein. Ein Kunde ruft max. 2 mal an. In der Regel nur einmal.

Gruß Marco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin Marco!

Im Interesse der Firma solltest du aber ständig Erreichbar
sein. Ein Kunde ruft max. 2 mal an. In der Regel nur einmal.

Mmmh, stimmt, hatte ich nicht bedacht.

Ich habe allerdings kein eigenes Büro oder sowas in den Geschäftsräumen.
Ausserdem mache ich das meiste eh zuhause am Rechner.

Eine Handynummer als Telefonkontakt auf der Seite sieht immer etwas nach einer windigen Sache aus (finde ich selbst zumindest immer). Ausserdem wäre es für den Kunden ja auch teurer als einen Festnetzanschluss anzurufen, wer tut das dann schon gerne?!

Ich denke, ich frag einfach mal bei meinem Festnetzanbieter nach, was eine Weiterleitung auf’s Handy kosten würde.

Oder wie wär’s mit einem Anrufbeantworter mit der Info, dass ich so schnell wie möglich zurückrufe?
Okay, sicherlich nicht die beste Lösung, weil auch jeder andere (Bekannte z.B.) diesen Spruch dann auch hören, aber immerhin wohl eine Möglichkeit den Kunden nicht sofort zu verlieren.

Vielleicht sollte ich ja auch in meinem Profil so ehrlich sein und erwähnen, dass ich Student bin und daher vielleicht nicht immer erreichbar bin.

Gruss
Lanzelot

Moin Marco!

Im Interesse der Firma solltest du aber ständig Erreichbar
sein. Ein Kunde ruft max. 2 mal an. In der Regel nur einmal.

Mmmh, stimmt, hatte ich nicht bedacht.

Ich habe allerdings kein eigenes Büro oder sowas in den
Geschäftsräumen.
Ausserdem mache ich das meiste eh zuhause am Rechner.

Wo du im Endeffekt deine Arbeit erledigst, ist egal.

Eine Handynummer als Telefonkontakt auf der Seite sieht immer
etwas nach einer windigen Sache aus (finde ich selbst
zumindest immer). Ausserdem wäre es für den Kunden ja auch
teurer als einen Festnetzanschluss anzurufen, wer tut das dann
schon gerne?!
da gebe ich dir Recht.

Ich denke, ich frag einfach mal bei meinem Festnetzanbieter
nach, was eine Weiterleitung auf’s Handy kosten würde.

das kostet dich die Gebühr, die du auch sonst für einen Anruf aufs Handy bezahlen würdest. also so ca. 30-40 cent per Minute

Oder wie wär’s mit einem Anrufbeantworter mit der Info, dass
ich so schnell wie möglich zurückrufe?

Kann ich dir nur von abraten. Ich spreche niemals auf Anrufbeantworter.

Okay, sicherlich nicht die beste Lösung, weil auch jeder
andere (Bekannte z.B.) diesen Spruch dann auch hören, aber
immerhin wohl eine Möglichkeit den Kunden nicht sofort zu
verlieren.

Vielleicht sollte ich ja auch in meinem Profil so ehrlich sein
und erwähnen, dass ich Student bin und daher vielleicht nicht
immer erreichbar bin.

Das würde ich auch nicht tun. Die Qualifikation wird in dieser Branche ja selten überprüft.Wichtiger sind Referenzen. also schwäche nicht schon am Anfang deine Position.
Achte darauf, das bei der Anrufumleitung die Nummer der Firma zu sehen ist. Das Handy auf Vibrieren stellen. Dann siehst du, wenn jemand über das Firmentelefon anruft. Wenn du gerade keine Zeit hast, gehst du ran und sagst: Entschuldigung, ich bin gerade in einer wichtigen Besprechung. Können Sie mich bitte in x anrufen. Das kommt wesentlich besser als ein AB. Der kann im Notfall ja immernoch anspringen. Dort solltest du einen relativ neutralen Text haben. Also nicht: Hier ist euer Saufkumpane oder so.

Gruss auch Gruß Marco
Lanzelot

Conclusio
Moin Marco!

So, ich ahb mir das Ganze noch mal gründlich überlegt.
Die Sache mit der eigenen Seite hat irgendwo doch so ein paar kleine Haken, die für den Kunden verwirrend wirken können.
Also lass ich das lieber.

Ich habe mir überlegt, dass ich meinem Chef vorschlage eine vernünftige Seite des Unternehmens zu erstellen.
Dann bekommt auch jeder Mitarbeiter seine eigene Präsentation mit dabei und ich kann potentiellen Kunden bzw. Interessenten ja dann den Link zur Firmenseite nennen.
Ist wahrscheinlich letztendlich doch die beste Lösung.

Auf jeden Fall nochmal vielen Dank für Deine Beratung!!!

Gruss
Lanzelot