Als Freiberuflicher für Alter vorsorgen

Hallo

ich brauchte mal ein paar Anregungen, wie man als Freiberufler für das Alter vorsorgen kann.

Eine Rürup-Rente wird zum Jahresende gemacht, aber ich möchte noch ein 2. Standbein haben.

Wäre schön ein paar hilfreiche Antworten zu erhalten.

Gruß

Eine Rürup-Rente wird zum Jahresende gemacht,

Lohnt sich das für Dich ? Du sparst zwar jetzt Steuern (wieviel eigentlich?), dafür muß Du im Alter die gesamte Rente versteuern. Sparst Du jetzt in eine Rente der dritten Schicht, sparst Du jetzt keine Steuern, dafür ist in der Leistungspahse auch nur der Ertragsanteil (19 %) zu versteuern. Also genau überlegen !

Wäre schön ein paar hilfreiche Antworten zu erhalten.

Immobilie ? Fondssparen ?

Hallo

was ist eine Rente in der 3. Schicht?

Na, ja, Rente muss ich ja später sowie so versteuern, aber jetzt kann ich dadurch gut Steuern sparen.

Immobilie (Elternhaus) ist da.

Suche noch eine Anlage, die ca. 5% bringt und relativ sicher, wären da Fonds geeignet? Und was für welche?

nun zur rürup ist zu sagen,ich denke gelesen zu haben, es sei die einzige möglichkeit für selbständige das geld in einer insolvenz zu schützen!! ist mal überlegenswert

fonds kosten geld wenn man sie kauft,haben schwankungen wenn man sie verkauft.spare doch erstmal ganz einfach im sparbuch,festgeld ect was an.oder mache wenn eine längere regelmäßige ansparung in fonds mit kleineren beiträgen.

Hallo Felicitas82,

5% Zins und relativ sicher.Das dürfte schwierig sein.
Du denkst über die Altersvorsorge nach - wenn du noch jung bist, dann kannst du jederzeit in Fondssparplänen sparen.Das Risiko minimiert sich aufgrund der lanfen Laufzeit.Vielleicht suchst du dir welche aus der neue Energien- ode Gesundheitsbranche aus.Und ein gewissen Teil AV hast du ja schon durch das Elternhaus.

Aber ich möchte dir noch eine Frage stellen: Du bist selbständig - welche Absicherung hast du denn bei Berufs-bzw. Erwerbsunfähigkeit?
Reicht diese Absicherung, damit du im Schadensfall davon leben kannst?
Wenn es nicht reicht- bitte erst einmal hier die Priorität setzen.

Gruß

Holzmichl

Hallo,

ich würde Aktien bzw. Aktienfonds empfehlen. Sehe ich das richtig, dass du mehr oder weniger regelmäßig (soweit es halt die Auftragslage erlaubt) etwas einzahlen willst? Dann würde ich bei einem Onlinebroker ein Depot eröffnen. Auf das zugehörige Verrechnungskonto bzw. Tagesgeldkonto zahlst du das Geld ein, dass für die Anlage in Aktien bestimmt ist. Und wenn ein entsprechender Betrag zusammengekommen ist, kaufst du eine Position.

Bei mir sind das EUR 2.000 pro Position. Nur in den Carmignac Patrimoine (WKN A0DPW0) habe ich gut doppelt so viel investiert, weil das eben der Preis für einen Anteil war. Ich kann auch nicht klagen, er klettert fleißig.

Man kann Fonds bei der Fondsgesellschaft kaufen, dann zahlt man meist einen Ausgabeaufschlag. Ich finde das nicht gut und kaufe daher Fondsanteile an der Börse.

Lies ruhig mal das eine oder andere Buch über die Geldanlage in Aktien. Ich fühle mich jedenfalls wohler mit dem Gedanken, dass ich da an profitablen Unternehmen beteiligt bin, als mit der Frage, ob die Bank mir in 30 Jahren auch mein Geld zurückzahlen kann und ich dann noch etwas dafür bekomme (Inflation).

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

Suche noch eine Anlage, die ca. 5% bringt und relativ sicher,
wären da Fonds geeignet? Und was für welche?

man muss hier mal grundsätzlich sagen, dass ein Fonds nur die Rechtsform ist, über welche man in bestimmte Anlagen investiert. Am Anfang sollte also die Frage stehen, welche Anlageart (Asset-Klasse) für das Ziel die richtige ist.
Meistens ist es dann eine Mischung aus mehreren Analgeklassen, die zusammen eine Strategie ergeben.

Ein Fonds ist dann ein rechtssicheres und einigermaßen transparentes Vehikel, um die gewünschte Strategie umzusetzen. Er kann aber nur das Ergbnis dessen bringen, was drinnen ist.

Zur Praxis:
Regelmäßiges Ansparen bietet sich durchaus mittles eines stark schwankenden Aktienfonds an. Wenn man es richtig macht, dann kann man vom sog. „Durchschnitsskosteneffekt“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt) profitieren. Richtig machen heißt vor allem, nach Zeiten steigender Kurse (z.B. zwei bis drei gute Jahre in Folge) das angesparte Kapital entnehmen und wie einen Einmalbetrag anlegen.
Ich persönlich nutze hierfür Emerging-Market und Osteuropa Fonds. Wegen der Dynamik.

Für das angesparte Kapital gilt dann:
Das allerwichtigste ist die Vermeidung von herben Verlusten. Also wähle ich hierfür Fonds, die dieses per Strategie anstreben.
Da wären z.B. die offenen Immobilienfonds wie z.B. AXA Immoselect, SEB Immoinvest oder TMW Weltfonds. (Nur Beispiele)
5% werden diese Fonds in der nächsten Zeit allerdings eher nicht bringen. Schätze mal eher 3% p.a. (dafür mit einem schönen steuerfreien Anteil). Aber herbe Verluste sind hier nicht zu erwarten. Eher kann es mal zu Liquiditätsproblemen kommen, aber wenn es für die Altersversorgung ist, ist das wohl heute nicht so wichtig?

Um in guten Aktienzeiten auch ein bißchen dabei zu sein, gefällt mit der Metzler Torero Multi Asset gut. Er hat gezeigt, dass er auch in schlechten Aktienjahren nicht mehr als die angegebenen 6% verliert und in guten Jahren vernünftig am Aktienmarkt dabei ist. Derzeit ist er seit Jahresbeginn 4,8% im Plus und hatte zu Jahresanfang nur rund 3% verloren.

Ergänzen würde ich das ganze noch durch sog. alternative Investments aus dem Absolut-Return Segment. Also Strategien, die auf verschiedensten Wegen versuchen, auf Jahressicht immer einen positiven Ertrag ohne zu hohe Schwankungen zu verursachen. Da auch hier keine Idee immer optimal funktioniert sollte man mehrere unterschiedliche Fonds mischen.
Beispiele sind:
JP Morgan Highbridge Statistical Market Neutral
Nordea 1 Heracles LongShort
AC - Statistical Value Market Neutral
SEB Asset Selection Fund

Außerdem wirst Du nicht darum herum kommen, dich selbst auf dem laufenden zu halten und um Deine AV zu kümmern. Und wenn es nur dafür ist, den „weltbesten Berater“ zu kontrollieren.
Hierfür gefällt mir dieser neue Service gut:
www.finanzinfo-service.de
Spart Zeit, gerade für Selbständige wichtig.

Die erzielbare Rendite hängt immer vom allgemeinen Zinsniveau ab. Dieses ist derzeit historisch niedrig. Deswegen sind 5% mit risikofreien Anlagen nicht zu erzielen. Dafür ist aber auch die Inflation sehr niedrig und die Nettorendite (Zinsen minus Inflation) bei Staaatsanleihen (rund 3% auf fünf Jahre) ist dann mit ca. 2% im normalen Bereich.
Steigen Zinsniveau und Inflation wieder an, gibts auch leichter wieder 5% zu verdienen. Aber unterm Strich bleibt auch nicht mehr übrig.

Viel Erfolg wünscht der Money-Schorsch

Moment mal…
Moin Moin!

Wer selbständig arbeitet, verfügt überlicherweise über einen Businessplan, richtig? Ferner betreibt man ein regelmäßiges Controlling, um zu schauen, ob alles so funktioniert, wie es soll und falls nicht, warum nicht.

Wer also im Geschäftsleben bereits diese Veranlagung mitbringt, sollte das sinnvollerweise auch im Privaten umsetzen. Das ganze nennt sich dann Finanzplanung (oder Financial Planning) und berücksichtigt all das, was man aus dem eigenen Geschäft kennt für das Privatvermögen.

Es wird ein Status Quo ermittelt, es werden Ziele und Wünsche definiert, um zusammen mit dem Risikoprofil und Berücksitigung der steuerlichen Situation eine Lösung für die jeweiligen finanziellen Problemstellungen zu finden.

Des weiteren wird mindestens einmal jährlich eine Folgeplanung erstellt, die prüft, ob die getroffenen Entscheidungen richtig waren, sich eventuell die Rahmenbedingungen geändert haben und die Planung ggf. anpasst werden muss, um dem gerecht zu werden. So, und nur so sollte man das als Selbständiger machen. Als anspruchsvoller Privatanleger natürlich auch, aber hier fehlt es oft an der notwendigen Einsicht.

Auf diese Weise begeht man nicht gleich die üblichen Fehler, zunächst nur auf irgendein Produkt zu schielen, das vermeintlich steuerlich günstig ist oder sonst was für Vorteile hat. Nur wenn ich weiß was ich will, wie meine Risikoneigung ist und welche Nachsteuerrendite ich erreichen muss, um die definierten Ziele zu erreichen, kann ich mich mit den dann verbleibenden Produkten auseinander setzen. Alles andere ist aus meiner Sicht reine Zeitverschwendung.

So eine Planung gibt es natürlich nicht umsonst. Üblicherweise wird Sie (wie beim Steuerberater oder Rechtsanwalt auch) auf Basis eines individuellen Honorars erstellt und hat mit einer Produktvermittlung nichts zu tun. Dadurch gibt es dann auch keine Interessenkonflikte und man davon ausgehen, dass die ausgesprochenen Empfehlungen objektiv und zielorientiert sind.

Solche Berater wachsen auch nicht auf bäumen und man kann sich freuen, wenn man in einer nicht so eng besiedelten Ecke Deutschlands überhaupt jemanden findet, der regional gut erreichbar ist. Dennoch lohnt sich die Suche und man spart sehr viel Geld, wenn man sich nicht von vornherein in die lange Reihe derer einreiht, die den üblichen Weg gehen und sich nach Jahren schwarz ärgern.

Einfach mal drüber nachdenken!

Beste Grüße aus Südniedersachsen
Stephan Heddinga

1 „Gefällt mir“

Lieber Herr Heddinga,

Sie haben vollkommen recht mit Ihren Ausführungen.Man möchte gerne glauben das die Dinge geregelt und akzeptiert sind.
Die Erfahrung zeigt aber etwas anderes.
Somit begrüße ich die Initiative des Gesetzgebers sehr, endlich die honorarbasierte Finanzdienstleistung übergreifend anzuerkennen und verbindliche Normen zu schaffen.

Mit Gruss

Holzmichel

Danke
Hallo

erstmal herzlichen Dank an alle für die vielen hilfreichen Infos.
Leider bin ich noch ein Greenhorn in Sachen Geldanlage und möchte mir natürlich auch nichts „andrehen“ lassen - von der Hausbank zwischen Schalter und Tür.

Werde mich mal umsehen und ggf. melden bei dem einen oder anderen.

Also, nochmal vielen Dank.

Viele Grüsse