Ich stelle mir derzeit auf Grund dem Angebot einer Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Frage, ob es und wie es zu Problemen kommen kann, wenn ein Informatiker (so wie ich) anfängt an einem Institut für Ingenieurwissenschaften zu arbeiten.
Diese Stelle gibt Gelgenheit zur Promotion und obwohl das Fachgebiet sehr ähnlich klingt (geht um Robotik), habe ich auf der Ingenieur-Seite kaum bis gar keine Erfahrungen.
Hat jemand ebenfalls ähnliche „Quereinstiege“ nach Studienabschluss hinter sich und kann mir ein paar gute Ratschläge und gegebenenfalls Entscheidungshilfen geben?
Ich stelle mir derzeit auf Grund dem Angebot einer Stelle als
wissenschaftlicher Mitarbeiter die Frage, ob es und wie es zu
Problemen kommen kann, wenn ein Informatiker (so wie ich)
anfängt an einem Institut für Ingenieurwissenschaften zu
arbeiten.
Zwischenmenschliche Probleme können natürlich immer auftreten.
Interessanter dürften also die fachlichen Defizite sein:
Diese Stelle gibt Gelgenheit zur Promotion und obwohl das
Fachgebiet sehr ähnlich klingt (geht um Robotik), habe ich auf
der Ingenieur-Seite kaum bis gar keine Erfahrungen.
Also das Zusamnenbauen von Robotern fällt u.a. unter Mechatronik. Das Steuern auch in die Informatik.
Fachlich könnte man evtl. punkten, wenn man Begriffe wie Drehwinkel, Koordinatentransformation, Freiheitsgrade, Interpolation,… mit Leben füllem könnte. Und Algorithmen sowie Vokabular aus dem Gebiet der 3D-Grafikprogrammierung sind in der Robotik durchaus ähnlich
Hat jemand ebenfalls ähnliche „Quereinstiege“ nach
Studienabschluss hinter sich und kann mir ein paar gute
Ratschläge und gegebenenfalls Entscheidungshilfen geben?
Ich bin quer durch so ziemlich alles gesteigen was Deutschland im Bereich Informatik kennt. Was mir dabei auffällt sind die enormen Wissenunterschiede in der Mathe und Physik. Beides wirst du bei den Robotikern brauchen. Informatiktheorie kann man hingegen komplett vergessen.
Allerdings kochen die auch nur mit Wasser. Im schlimmsten Fall müsstest du dich 3-6-9 Monate in Physik, Mathe, 3D, (evtl. Echtzeit) und Computer Vision einarbeiten. Ein bisschen Nachhilfe in Verarbeitungstechniken der Maschbauern, Materialkunde, … wird jeder Informatiker brauchen. Solche Stellen bedeuten aber immer viel Arbeit. Diziplin beim Arbeiten ist Pflicht.
Dann ist ein Roboter ein verdammt komplexes Ding. Als Informatiker kann man an
Steuerung (Echtzeit, ältere Systeme, umdenken auf µC-Niveau)
Simulation (3D-Welt, Kollisionsprüfung, Optimierung der Wege)
Besten Dank schon für die ermunternden Worten.
Ich selber hatte das Glück Robotik als zweites Hauptfach im Studium belegen zu können - daher kenne ich mich mit den meisten Bereichen immerhin Ansatzweise aus.
Um nochmal das Problem zu redefinieren:
Ich hatte mich stark mit mobilen Systemen und Computer Vision beschäftigt - habe jedoch beim ersten durchsehen der Institutsunterlagen bemerkt, daß diese die Robotik stark auf den Fachbereich bezogenen Ursprung beziehen - also die Ingenieurwissenschaften.
Ein paar Worte zu dieser Stelle kann ich auch mal erwähnen:
Im wesentlichen - neben der Arbeit am Lehrstuhl in Vorlesungen und Tutorien - wird an einem Projekt dann gearbeitet werden, bei dem aus einer CAD-Simulation einer Achterbahn die Steuerung eines 3m Roboterarmes abgeleitet wird, so daß mit Hilfe eines Projekters und ein wenig 3D-Simulation eine Person sich in einen Stuhl am Endeffektor des Armes reinsetzen und so eine Fahrt der Achterbahn simuliert bekommt.
Vorteilig ist dort sicherlich, daß der Roboter bereits steht und sie jemanden brauchen der a) die Sicherheitsrichtlinien für den TÜV umsetzt (damit auch Menschen wirklich damit „fahren“ dürfen), sowie die Umsetzung des Steuerung des Armes auf Programmebene für aus der Simulation.
Ausserdem mache ich mir auch ein wenig Sorgen, wie es nach der Promotion dann bei möglichen Arbeitgebern aussieht, wenn ich bei Igenieuren (hoffentlich erfolgreich) promoviert habe.