Hallo,
ich stecke in der folgenden Situation:
Meine Frau ist auf dem Papier Eigentümerin eines vermieteten Hauses, wobei mein Schwiegervater lebenslang die Miete (Nießbrauch) erhält.
Da die jetzigen Mieter bald ausziehen, würden wir gerne gleich selbst in das Haus einziehen.
Nun das Problem:
Die Miete übersteigt unser Budget und für meinen Schwiegervater sind Mieteinnahmen das einzige Einkommen, da er keine reguläre Rente erhält. Somit kann er die Miete nur geringfügig reduzieren.
Nun zur Frage:
Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, in dieser Konstellation trotzdem Steuern zu sparen, oder gar staatliche Fördermittel zu erhalten?
Hallo,
sorry - nicht das ich wüsste. Die Konstellation war wohl gut gemeint, in der akutellen und wahrscheinlich zukünftigen Situation aber nicht vorteilhaft.
1.) Sie tragen das Risiko von Instandhaltung/Mietnomaden
2.) Das Haus ist unverkäuflich
3.) Aufgrund der demographischen Entwicklung - steht das Haus auf dem Land? - ist mit einem Wertverlust zu rechnen
4.) Aufgrund der immer größeren Anzahl von Personen mit geringem und/oder weniger Einkommen, werden die Preise in den meisten Teilen Deutschlands ebenfalls fallen
5.) Die Abgabenlast bei Immobilien durch den Staat (EnEV2009, Merkel und Kopenhagen, …) werden weiter steigen.
Ich weiss, dies sind nicht die Antworten auf Ihre Fragen - aber die Zeiten in denen man mit Immobilien Geld machen konnte bzw. nichts verlieren konnte, sind auf mind. die nächsten 10 Jahre vorbei. Es ist zwar kein Rat was Sie tun sollten, ohne Kenntnis von weiteren Details würde ich überlegen ob ich es nicht verkaufen würde und das Geld in Edelmetalle anzulegen?
Ach ja, wenn Sie im gesetzlichen Stand der Gütertrennung leben, könnte evt. ein Verkauf des Hauses von der Ehefrau an Sie die Lösung sein. Sie nehmen einen Kredit auf und zahlen an Ihre Frau das Geld aus. Ihre Frau soll das Geld in Edelmetalle anlegen -> nach einem Jahr Haltedauer ist der Gewinn steuerfrei. Bedingt durch die immense Staatsverschuldung weltweit, werden die Edelmetallpreise noch deutlich ansteigen. Sie selber zahlen die Hypothek ab - gewinnen ggf. von steigenden Inflationszahlen in den nächsten Jahren. Zur Not sind sie durch die Investition in Edelmetalle auch liquide, sollte die Bank ggf. wegen einer Systemkrise den Kredit kündigen (in diesem Fall, würden die Edelmetalle deutlich höher stehen als heute). Da Sie keine Mieteinnahmen haben, können sie die kompletten Zinsen von der Steuer absetzen.
Mit diesem Modell könnten Sie Steuer sparen. Aber dies ist mit deutlichen Risiken verbunden.
1.) Finanzamt macht Probleme -> vorab schriftlich klären lassen
2.) eine event. Scheidung (-> in der Höhe Ihrer Schulden, sollten Sie auch über den physischen Besitz der Edelmetalle eigene Kontrolle ausüben!)
Dies ist kein Rat und keine Empfehlung! Alles ohne Gewähr und ohne Haftung meinerseits für irgenwelche negativen finanziellen oder sonstige Auswirkungen!
Hallo,
gebe meine Meinung wieder, bin aber kein Jurist oder Steuerberater:
Ich sehe so keine Lösungsmöglichkeit.
Ich würde woanders mieten zu dem Preis, den ich mir leisten kann oder durchrechnen, ob ich mir etwas zum Kauf finanzieren kann.
Entschuldigt erst einmal die sehr verspätete Antwort.
Krankheit und berufliches hat mich leider sehr stark
beansprucht.
Die Problematik hierbei ist die bereits erfolgte
Übergabe. Fördermittel (z.B. verbilligte Kredite, usw.)
gibt es bei Übergabe/Verkauf. Dies ist jedoch ja schon
erfolgt. Inwieweit noch ein „Rückgriff“ möglich ist,
könnt ihr beim örtlichen Landratsamt erfragen. Dort
würde ich auch generell hingehen, inwieweit allgemeine
Sozialförderungen für den Schwiegervater bestehen, da
er keine Rente bezieht.
Des Weiteren würde ich auf jeden Fall mit Eurem
Steuerberater reden, ob ihm noch Lösungswege bekannt
sind.
Marion Bammer