Hallo,
ich möchte Urologin werden und bekommen von den meist männlichen Ärzten immer eine sehr positive Rückmeldung. Doch wie sieht es aus Patientensicht aus? Es gehen ja auch Frauen zum Urologen, für die ist das bestimmt ein Vorteil, aber wie sieht es mit der männlichen Fraktion aus?
'Hallo,
mir persönlich ist es absolut egal ob ein männlicher oder weiblicher Arzt vor mir steht, sondern es in erster Linie die Kompetenz entscheidend und die dazugehörige Empathie die ein Arzt des Vertrauens auf jeden Fall mitbringen sollte.
Ich würden einfach mal tippen dass sich die meisten Männer, wenn sie die Wahl haben, eher für einen Urologen als für eine Urologin entscheiden. Kannst ja mal eine Umfrage in deinem Bekannten- und Familienkreis machen.
Man könnte es auch anders herum formulieren: Sind denn Männer als Frauenarzt besser als Frauen?
Ja klar, aber wenn du in eine neue Stadt gezogen bist und die Wahl hättest zu Frau Doktor oder Herrn Doktor zu gehen und die Kompetenz und Empathie noch nicht beurteilen kannst (erster Besuch) für wen entscheidest du dich?
Gute Frage! Als Kassenpatient: Der der am ehesten Zeit hat.
Hallo
ich habe schon Urologen und Urologinnen erlebt. Bei den Urologinnen hatte ich den Eindruck, dass sie die Probleme objektiver (ohne eigene Betroffenheit) angehen. Also: Jederzeit gerne eine Urologin!
Beste Grüsse
Urs Peter
Moin,
wenn Dich das Fachgebiet interessiert ist alles i.O. Nichts ist schlimmer als ein Arzt/in ohne Interesse am Fach, man musste ja die Praxis übernehmen.
Mach es.
Viel Erfolg!
Gruß Volker
Das macht Sinn. Derjenige der mal auf eine heisse Herdplatte gefasst hat wird auch eher mit dem mitfühlen der das getan hat als jemand noch nie einen Herd hatte. ![]()
Ich war schon bei einem Urologe, bei dem war die Untersuchung „schlecht“
(kein abtasten der Prostata, kein Ultraschall der Nieren und kein Ultraschall der Blase). Immer nur die Frage nach der Blutentnahme wegen PSA.
Dann bin ich zu einer Urologin. ALLES untersucht. Bestens auch das Gespräch. Für mich zählt eben nur Die Qualität. Ob männlicher oder weiblicher Arzt!
…für die/den die/der mir von anderen Frauen oder Ärzten empfohlen wurde - ich halte fachliche und soziale Kompetenz nicht für geschlechtsspezifisch
Ich ja auch nicht, aber ich war schon bei Ärzten die andere ganz toll fanden und ich konnte nichts mit denen anfangen. Alles subjektiv.
Die Frage war ja auch nicht wer hat mehr Kompetenz, eine Ärztin oder ein Arzt sondern „würde ein Mann bei freier Auswahl und ohne Empfehlungen (z.B. nach umzug in eine neue Stadt) eher zu einer Urologin oder einem Urologen gehen“. Die fachliche Kompetenz kann man ja immer erst danach beurteilen. Und da denke ich einfach dass viele Männer eher zum Arzt als zur Ärztin gehen wenn sie die freie Wahl haben und keine Empfehlung.
Hallo
da stellt sich natürlich auch die Frage, wie viele Patienten überhaupt in der Lage sind, entscheiden zu dürfen.
Im Spital sowieso nicht und auch als selbständige Urologin bekommt man Patienten zugewiesen, die nicht warten können, bis der Wunscharzt einen Termin hat.
Und auch wenn nicht jeder Mann kommen will - unter den Frauen wird es einige geben, die speziell dich bevorzugen werden, gerade weil du eine Frau bist (nur 10% der Urologen in Deutschland sind weiblich, aber offenbar ca 30% der Patienten, frau wird dir die Bude einrennen…).
Aber um das alles selber zu erkennen: Mach dein Praktikum in der urologischen Abteilung. Dann siehst du, ob es dich tatsächlich interessiert und kannst auch feststellen, wie deine Patienten auf dich reagieren und schauen, ob du dich daran gewöhnen kannst (es sind übrigens nicht nur die Patienten, die Schwierigkeiten haben könnten, auch Bekannte könnten ein wenig merkwürdig reagieren, wenn sie hören, was du machst…).
Wenn du dich dann noch auf das Spezialgebiet Andrologie spezialisierst, hast du fast ausschliesslich männliche Patienten - aber sogar da gibt es Ärztinnen.
Gruss, Sama