Die männlichen Skulpturen der klassisch-griechischen Antike weisen eine befremdliche Besonderheit auf: eine Ausbuchtung beidseitig am Beckenrand.
Bisher habe ich dazu stets die Antwort bekommen, es handle sich dabei «einfach» um das damalige Schönheitsideal.
Nun bin ich aber darauf gestossen, dass vielleicht doch etwas mehr dahinter steckt, nämlich eine besondere Trainingsmethode (Atemtechnik) der antiken Athleten, welche diese Veränderung am Körper mit sich bringt.
Dass dies dann zu einem allgemeinen Schönheitsideal wird, wäre dann eben eine Folge davon und nicht bloss eine Laune der Bildhauer.
Leider kann ich im Netz nichts dazu finden. Weiss unter Euch jemand Bescheid über dieses Thema?
Es dankt Euch
scalpello
P.S.:
Wenn es für diese Frage ein geeigneteres Brett gibt, dann bitte verschieben.
Bloss diese überdeutliche Darstellung … so habe ich es in natura noch nie gesehen. Es fällt bei diesen Skulpturen immer wieder neu auf, und nicht nur mir.
wer hat denn behauptet, daß diese Figuren naturalistische Darstellungen sind?
Die Haltung ist auch mehr als künstlich und anatomisch in vielen Fällen deformiert.
Diese Figuren stellen ein (unnatürliches) Ideal dar, mehr nicht.
mir fällt bei diesen Skulpturen auf, dass sie, so lebensecht sie einerseits scheinen, auch sehr schematisch dargestellt sind. Vor allem der Rumpf sieht bei einigen fast aus wie ein Plattenpanzer. Ich vermute ebenfalls, dass diese Skulpturen einige Details eines sportlcihen Männerkörpers schlicht überzeichnen.
Ich war einige Jahre mit einem Leistungssportler zusammen, der auch so einen leckeren muskulösen Körper hatte. Aber selbst der sah damals in unseren jungen Jahren nicht annähernd so überzeichnet aus. Und das seitliche Pölsterchen war bei ihm schlicht der einzige Teil seines Körpers mit einem klitzekleinen Rest Fettreserve, die er einfach nicht wegtrainieren konnte *hihi*.