Altbau Bj. 1966 Dach enkernen und neu Ausbauen

Hallo,

ich plane im August eine Sanierung meines Dachgeschosses.

Zum Gebäude / Dach: (ich hoffe ich habe alles Wichtige erklärt und nichts vergessen)

  • Gebäude ist Baujahr 1966.
  • Dachart ist ein Spitzdach.
  • Im dach ist eine Gaube Breite ca. 2m und ein Anschluss ans Nachbargebäude (Beide Gebäude zusammen schaut wie ein T aus, wobei meins der Obere Strich ist).
  • Dachgeschoss ist bereits ausgebaut gewesen.
  • Dachaufbau ist momentan:
    – Dachziegel
    – Lattung für die Dachziegel
    – Zwischensparrendämmung, Gelbe Dämmschicht (Mineralwolle? [weis aber nicht welche])
    – Nochmalige Lattung
    – Rigipsplatte
    – Sonst sind keine weiteren Bauelemente vorhanden, also Folien Pappe oder sonstiges.

Warum Saniere ich überhaupt:
Die decken und wand Verkleidung innerhalb der Gaube muss neu gemacht werden.
An der fläche zwischen den beiden Häusern muss im Dachgeschoss eine Brandschutzwand entstehen dafür muss eine alte wand eingerissen bzw. Teile der Decke entfernt werden.
Marderbefall unterm dach.
Neue Raumaufteilung.

Ursprünglich wollten wir die Dachsparren freilegen und eine Aufsparrendämmung durchführen lassen, da aber die Ziegel noch OK sind und bei einem qm preis von 250€ haben wir uns dann aber dagegen entschieden.
Nun wollte ich im Dachgeschoss jeden Raum (2 räume die durch einen Treppenaufgang [mit Gaube] getrennt sind [Später 3 Räume durch ständerstellwand]) einzeln Sanieren.

Also Grob gesagt alle Rigipsplatten runter alte Dämmung raus, neue Dämmung rein jeden Raum einzeln mit einer Dampfsperrschichtfolie isolieren und verkleiden.
Dadurch erhoffe ich mir bessere Wärme dämmwerter (Sommer sehr heiß nachts teilweise bis 38-40° im Hochsommer bis in die frühen Morgenstunden, und im Winter bei voller Heizleistung nie über 20°),
und Befreiung vom Marder (Es kann sehr nervig sein so ein Tier besonders nachts, außerdem hat er anscheinen seine Toilette übern Schlafzimmer eingerichtet)
Dazu muss ich sagen, ich bin nicht vom Fach aber handwerklich begabt sicherlich nicht so schnell wie ein Gelernter Dachdecker aber auf jeden fall billiger ^^.
Nach langer Recherche im Internet habe ich mir folgendes gedacht.

Wie stelle ich mir dass alles genau vor:

  • Wie gesagt alles Alte raus damit man später direkt auf die Dachlattung schauen kann.
  • Dann stellt sich mir schon die erste frage habe ich bis jetzt immer nur etwas gefunden das eigentlich zwischen Dachlattung und Sparren eine Pappe oder Holz als Wasserabweiser angebracht sein sollte (Falls Wasser durch die Ziegle eindringt).
    Hier habe ich doch dann aber das Problem dass nichts mehr abdampfen kann? Evtl. habe ich auch etwas falsch verstanden.
  • Die Dämmschicht werde ich wahrscheinlich dann auch nicht direkt (ohne Pappe oder Holz) einlegen können da diese ja bei Feuchtigkeit ihre Dämmwirkung verliert. Ich dachte an Mineralwolle.
  • Sollte ich die Dämmschicht doch direkt einlegen können würde ich nicht direkt bis zur Dachlattung Dämmen sondern mittels neu angebrachten latten von innen einen abstand von ca. 2,5cm schaffen (Durch Anbringung zwischen den Sparren)
  • Zwischen der Dachlattung und den neu angebrachten Abstandshaltern würde ich Mardersicheren Volierendraht anbringen (habe ich auch für Hasenaußenstall benutzt), dieser ist bissfest und sollte kein Problem darstellen da ja jede Masche 10x10 mm ist.
  • Dann die Dämmung, nach dem was ich gelesen habe sollten 20cm bei einen wert von 035 reichen?
  • als Sparrenerhöhung dachte ich an eine Beiholz Erhöhung oder sollte ich lieber eine Aufdopplung in betracht ziehen?
  • Wenn ich alles richtig verstanden habe kommt nun die Dampfsperrschicht Folie die dann am Mauerwerk (Unter oder Überputz? Oder ist das vom System abhängig) des jeweiligen Zimmers (Treppenaufgang) verklebt werden muss.
    Das die Dampfsperrschicht Folie 100% dicht sein muss bin ich mir durchaus bewusst. Beim Typ lasse ich mich dann vom Fachhändler beraten da diese ja zur Dämmung passen muss.
  • Nun eine erneute Konterlattung von ca. 6cm Höhe.
  • Und zum Schluss Rigipsplatten

Sollte ich irgendwas vergessen haben oder kann man dass so machen?
Macht es sinn zwischen der Letzten Konterlattung und den Rigipsplatten
OSB Platte anzubringen, dies hätte den vorteil das ich in zukunft Holzschrauben zur befestigung nehmen kann?
Habe im Internet systeme für die zusätzliche innendämung gefunden diese schreiben man könne diese über die Folie in den entstandenen hollraum zwischen folie und Rigipsplatten anbringen, nützt das was?
Habe mal was gelesen dass man beim Wechsel der Isolierung irgendwas berechnen lassen muss und dem Amt vorlegen, stimmt das?

Neue Hochdämmende Fenster und Tür hat das Gebäude bereits erhalten.
Nächstes Jahr soll dann noch die Fassade gedämmt werden.

Gruß

PS:
Ich wollte mir im August 4 wochen urlaub dafür nehemen denkt ihr das sollte mit 3 Leuten in dieser zeit machbar sein?

Hallo Hobby-Dachsanierer !

Dein Text nahm ja mal wieder kein Ende !

Das wichtigste hast Du fast erst am Schluß erwähnt,aber leider nicht konsequent bedacht:

Die Baugenehmigung für den gesamten Umbau,Stichwort „Brandband“ zum Nachbarn,weil Dach aneinandergebaut.
Dazu brauchst Du in jedem Fall fachliche Beratung durch einen Architekten,der wird alles zeichnerisch,statische machen und die Berechnungen zum Wärmeschutz anfertigen.
Da stehen dann auch die Materialien und die Ausführung drin,es kommt dabei sehr auf Details an.

Beim Ausbau der alten Glaswolle sind wichtige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten(Schutzmaßnahmen!), die Altwolle muß speziell verpackt werden und um die Entsorgung sollte man sich gleich vorab kümmern. Es kann bei den örtlichen Stellen spezielle Bedingungen geben,wie verpackt werden muß(BigBag oder starke Foliensäcke).

Ich würde mich zuerst um die Planungssachen kümmern und dann kann man immer noch sehen,ob und was man in Eigenleistung machen kann.

MfG
duck313

Danke für die Schnelle Antwort.
Sorry für den Langen Text, dachte mir lieber zu viel als zu wenig.

Muss man die Sanierung eines bereits genehmigten ausgebauten Dachgeschosses neu genehmigen? An sich wird ja die Bausubstanz nicht verändert lediglich die Füllung.

Es handelt sich um ein 2 Stockiges Gebäudes das geteilt wurde (EG & 1 Stock gleich Dachgeschoss).
Im Dachgeschoss Ist ein Durchgang zu beiden Haushälften vorhanden, dieser wahr als es noch 1 Grundstück wahr genehmigt.
Das Nachbargebäude hat eine mauer bis unter die Dachkante mit Durchbruch für die Tür, nun soll dieser laut Bauamt einfach verschlossen werden also Türstock raus und mauer rein.
Dies sollte die Statik nicht sonderlich belasten.
Ob diese Brandwand beidseitig vorhanden sein muss konnte (bzw. wollte) man mir im Bauamt nicht sagen. (Bayern)
Ich Dachte mir nur schaden kann’s nicht z.B. wenn das Nachbargebäude abgerissen wird. Zum Architekten muss ich sowieso da ich wissen will ob eine Wand im DG raus kann (kleiner 14cm daher vermutlich nicht tragend).

Die Veränderungen an der Dachlattung wird der Dachdecker machen, soviel ich weis muss die Dachlattung an der Mauerkante durch eine Metalllattung ersetzt werden und anderes Füllmaterial benutzt werden.
Dennoch sollten ja alle anderen bereiche davon nicht betroffen sein oder?

Zur Vorsichtsmassnahmen beim entfernen der Altlasten hab ich mich schon schlau gemacht und um die Entsorgung wollte ich mich demnächst kümmern (Wo & Wie)

Hallo,

soeben habe ich mit dem Bauamt telefoniert, dort wurde mir gesagt das sämtliche Sanierungsarbeiten die innerhalb des Gebäudes stattfinden Genehmigungsfrei sind.
Selbst die nachträgliche Anbringung von Dachfenstern ist frei.
Daher steht Baurechtlich der Sanierung nichts mehr im weg (Bis auf die Brandschutz wand dies wird aber mit dem Architekten geklärt).

Nun frage ich mich aber immer noch ist der Aufbau wie ich ihn beschreiben haben so in Ordnung?
Habe noch mal was im Internet gefunden, bzg. der Abdichtung der Isolierung, dort wurde geraden links und rechts am Sparren eine Latte anzubringen und daran dann eine Hartschaumdammplatte damit eindringendes Wasser ablaufen kann.
Ist das möglich bzw. ok?

Hallo !

Das geht so nicht.
Diese Hilfskonstruktion kann doch eindringendes Wasser nicht wirklich abhalten,seitlich trifft es auf die Sparren und die saugen es auf oder es tropft an den Latten vorbei,wie macht man die Plattenstöße ?,

Nachträglich von Innen geht es kaum und wäre nicht praxisgerecht.

Eine solche Unterspannbahn als zweite Abdichtungsebene unterhalb der Dachpfannen muß von außen drauf. Dann kann man auch von innen die volle Sparrenhöhe ausdämmen,sonst nicht.
Dann muß man eben einen Luftspalt zur Pfanne lassen von ca. 4 cm,der auch völlig frei bleiben muß,von Traufe bis First und belüftet bleibt(Traufstreifen unten und oben Belüftungspfannen/Lüftungsfirstelemente).

Fehlende Dämmstärke kann man durch innenliegende Querdämmung über die Sparren aufstocken.

MfG
duck313