Altbau sanierung

Hallo zusammen,

ich hab da mal eine Frage. Wir haben vor ein altes Haus zu kaufen. Das Haus ist Bj 1962, 180qm Wohnfläche, wird mit Ölöfen beheizt, Fenster in den 90iger neu, Warmwasser über durchlauferhitzer und Boiler, hat 3 Stockwerke und einen Gewölbekeller.
Weitere angaben sind nicht bekannt, Marklerin weiß leider nicht mehr.

EG: Flur, Küche, Bad, Wohnzimmer und Schlafzimmer.
1OG: Flur, Küche, Bad, Wohnzimmer und 2xSchlafzimmer.
2OG: Flur, Abstellraum, 4x Schlafzimmer.

Das OG1 und OG2 wollen wir selber bewohnen und das EG soll Vermietet werden.

Was darf das Haus kosten?
Was für eine Heizung ist sinnvoll?
Was ist sinnvoll für´s Warmwasser?

Im vorraus schon Danke

Hi…

ich hab da mal eine Frage. Wir haben vor ein altes Haus zu
kaufen. Das Haus ist Bj 1962, 180qm Wohnfläche, wird mit
Ölöfen beheizt, Fenster in den 90iger neu, Warmwasser über
durchlauferhitzer und Boiler, hat 3 Stockwerke und einen
Gewölbekeller.
Weitere angaben sind nicht bekannt, Marklerin weiß leider
nicht mehr.

Dann brauchst du vielleicht einen anderen Makler.

Was darf das Haus kosten?

Dafür fehlen ein paar wesentliche Angaben, zB zur Lage. München Innenstadt ist in der Regel etwas teurer als Umland von Bitterfeld. Dann gehört zu einem Haus gerne auch das Grundstück, auf dem es steht. Dieses ist logischerweise mindestens genausogroß wie das Haus, manchmal aber auch sehr viel größer…

Was für eine Heizung ist sinnvoll?

Alles außer Strom. Wenn für die Ölöfen bereits ein zentraler Öltank vorhanden ist, wäre eine Umrüstung auf Öl-Zentralheizung wahrscheinlich die billigste Variante zur Modernisierung (so richtig billig ist das aber auch nicht). Es sei denn, es lässt sich günstig ein Gasanschluß beschaffen.

Was ist sinnvoll für´s Warmwasser?

Wenn eine Zentralheizung eingebaut wird, macht diese das Warmwasser quasi nebenbei. Wenn die Ölöfen bleiben, braucht man auch an der Warmwasserbereitung nichts zu ändern.

genumi

Hallo!

Wo ist der Energiepass ?
Verkäufer muss den zwingend bei Verkauf vorlegen.
Der zeigt den benötigten Energiebedarf auf,sagt also etwas zum energetischen Zustand des Bauwerks.

Baujahr 1962 und Ölöfen statt Zentralheizung und einen Gewölbekeller ?

Das ist so untypisch,dem Baujahr würde ich so auf Anhieb nicht trauen.
Bauunterlagen einsehen,Nachbarn fragen,Bauamt kontaktieren.
Aufgebaut 1960 auf eine Ruine mit diesem Keller ?

Das Haus ist sicherlich energetisch sanierungsreif,da muss man sehen,ob sich das überhaupt lohnt. Dann hat man ein Haus,Standard und Zuschnitt 60er-Jahre,mit modernisierter Fassade,Dach,Fenster. Aber es ist natürlich kein modernes Energiesparhaus.

Fenster sind zwar neueren Datums,aber auch bereits wegen Alters erneut austauschreif !

Ölöfen müssen raus,Zentralheizung muss rein mit zentraler WW-Bereitung.
Dezentrale WW-Bereitung mit Kleinspeichern(Küche/Gäste-WC) oder Durchlauferhitzern ist leider dreimal so teuer,wie Bereitung über Gas/Öl-Heizung. Selbst moderne Vollelektronische DLE können nicht zaubern,der Preisunterschied bleibt. Die kWh aus Strom ist dreimal so teuer wie die kWh aus Gas/Öl.
Wenn man es sowieso in 2 Hälften teilen will,dann bietet sich z.B. an jeder Hälfte eine eigene Gastherme zu spendieren,die macht WW und Heizwärme.
Dann braucht man sich um Heizkostenabrechnung nicht kümmern,jeder hat Gasuhr und rechnet selbst ab.
Nur für sonstige Nebenkosten wird man ein Abrechnung machen müssen.

Wenn man ernsthaft an dem Haus interesiert ist,sollte man vorab einen Baufachmann(Architekt,Sachverständiger f. d. Bauwesen) bitten das Haus zu besichtigen und den Zustand zu bewerten.
Dann kennt man auch den Wert,den es noch hat und auch eine Größenordnung,die man investieren müsste,um es in einen energetisch vertretbaren Zustand zu versetzen.

MfG
duck313

Hallo genumi

Danke für deine Antwort.

Ja das was die Maklerin weiß ist nicht viel, das Haus wird von den Enkelkinder verkauft und die haben der Marklerin nicht mehr über das Haus sagen können.
Das Haus liegt in einer Stadt mit ca. 13000 Einwohner im Umland von Nürnberg. Es hat keinen Garten und auch nicht mehr Grundstück dabei.
Die Ölöfen werden noch mit der Kanne befühlt, also leider kein Tank im Haus.

Hallo duck313

Danke für deine Antwort.

Muss der Verkäufer einen Energiepass haben und mir ihn auch zeigen?

Ja da wo jetzt das Haus steht war vorher eine Scheune und wurde 1962 auf dem Keller der Scheune aufgebaut, so hat es uns die Nachbarin erzählt.

Leider liegt am Haus kein Gasanschluss an.

Werde mich mal auf der Stadt schlau machen.

Nochmals vielen Dank

Hallo saschela,
bevor Du daran denkst das Haus zu kaufen, schätze an Hand der Lage erst mal die mögliche Wertentwicklung und die erziehlbare Miete ab.
Meiner Meinung nach lohnt sich die Investition nur, wenn man so ein Haus selbst bewohnt und viel selber renovieren kann. Ansonsten kostet so eine Komplettsanierung leicht das gleiche wie ein Neubau. Also wenn möglich, auch an Abriss und Neubau denken.
Und das ganze nur mit unabhängigen Fachleuten durchrechnen und planen.

Gruß
Vincenz