Hallo!
Wo ist der Energiepass ?
Verkäufer muss den zwingend bei Verkauf vorlegen.
Der zeigt den benötigten Energiebedarf auf,sagt also etwas zum energetischen Zustand des Bauwerks.
Baujahr 1962 und Ölöfen statt Zentralheizung und einen Gewölbekeller ?
Das ist so untypisch,dem Baujahr würde ich so auf Anhieb nicht trauen.
Bauunterlagen einsehen,Nachbarn fragen,Bauamt kontaktieren.
Aufgebaut 1960 auf eine Ruine mit diesem Keller ?
Das Haus ist sicherlich energetisch sanierungsreif,da muss man sehen,ob sich das überhaupt lohnt. Dann hat man ein Haus,Standard und Zuschnitt 60er-Jahre,mit modernisierter Fassade,Dach,Fenster. Aber es ist natürlich kein modernes Energiesparhaus.
Fenster sind zwar neueren Datums,aber auch bereits wegen Alters erneut austauschreif !
Ölöfen müssen raus,Zentralheizung muss rein mit zentraler WW-Bereitung.
Dezentrale WW-Bereitung mit Kleinspeichern(Küche/Gäste-WC) oder Durchlauferhitzern ist leider dreimal so teuer,wie Bereitung über Gas/Öl-Heizung. Selbst moderne Vollelektronische DLE können nicht zaubern,der Preisunterschied bleibt. Die kWh aus Strom ist dreimal so teuer wie die kWh aus Gas/Öl.
Wenn man es sowieso in 2 Hälften teilen will,dann bietet sich z.B. an jeder Hälfte eine eigene Gastherme zu spendieren,die macht WW und Heizwärme.
Dann braucht man sich um Heizkostenabrechnung nicht kümmern,jeder hat Gasuhr und rechnet selbst ab.
Nur für sonstige Nebenkosten wird man ein Abrechnung machen müssen.
Wenn man ernsthaft an dem Haus interesiert ist,sollte man vorab einen Baufachmann(Architekt,Sachverständiger f. d. Bauwesen) bitten das Haus zu besichtigen und den Zustand zu bewerten.
Dann kennt man auch den Wert,den es noch hat und auch eine Größenordnung,die man investieren müsste,um es in einen energetisch vertretbaren Zustand zu versetzen.
MfG
duck313