Altbau Sanierung/Modernisierung Renovierung

Hallo liebe wer-weiss-was-Community!

Ganz kurz vorne weg zu meiner Person:
Ich bin 28 Jahre als und habe vor ein paar Jahren ein Haus geerbt (Altbau [BJ 18 Hundert schieß mich tot) und möchte nun dieses Haus Sanieren bzw. Modernisieren. Das ganze soll in Oberfranken stattfinden in Bayern ganz oben also wirklich ganz ganz oben! :wink:

Was möchte ich genau…
Also von wärmedämmen über Heizungsumstellung (von Öl auf Gas) bis zum teilweise Abriss vorhandener Wohnfläche, so ziemlich alles.

Genauer gesagt sieht das ganze folgender Maßen aus. Das Haus waren früher eigentlich 2 Häuser die mit einem überdachten Zwischenbau zusammengeschlossen wurden. Im hinteren Bereich wohnt meine Oma ca. 90qm, im vorderen wohne ich ca. 160qm. Der Zusammenschluss erfolgte ca. 1980 bevor wir das Haus gekauft haben. In diesem Zeitraum wurde das Haus zum letzten mal „saniert“. Also Dachbodenausbau, Zentralheizung, Bad-Ausbau, Zwischenbau, puh… Küche, Treppenhaus, etc…

Die einzelnen Schritte…

  • Die Heizung ist natürlich seither auch in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Nun bekommen wir eine Gasleitung in unserer Straße gelegt sodass sich die Umstellung lohnen würde.

  • Der Zwischenbau ist leicht schräg (wieso auch immer), der soll begradigt werden und als Dachterrasse dienen. Dazu soll der 1.Stock und das Dach vom hinteren Bereich ebenfalls abgerissen und die Dachterrasse dahingehend verlängert werden.

  • Das Badezimmer soll vergrößert und in Richtung Zwischenbau hinausgezogen werden (also unter der Dachterrasse weitergehen).

  • Außenwände sollen Isoliert werden (Alte mauern zwischen 30 und ca. 60 cm dicke Wände) Dämmung Fehlanzeige.

  • Öltanks kommen weg, der Platz soll als Holzlagerstätte fungieren, da der hintere Bereich einen Kachelofen hat.

  • Kamin im vorderen Bereich, genauer gesagt im Wohnzimmer - Dieser soll zur unterstützung der Warmwasseranlage verwendet werden, genauso wie

  • Solarkollektoren auf dem vorderen Bereich zum gleichen Zweck.

Falls ich jetzt etwas vergessen habe nur noch Kleinigkeiten… So in etwa sind meine Vorstellungen. Jetzt eigentlich zur Hauptfrage :WO FANG ICH AN? :smile:

Meine Hauptprobleme sind noch brauch ich einen Architekten oder reicht ein Bauträger?
Mit Architekt - Lass ich mir erst einen Plan machen und geh dann zur Bank oder schon vorher, wie viel bekommt ein Architekt überhaupt und kann er mir genau sagen was das ganze Projekt kostet - Beantrage ich KfW Förderungen über die Bank oder direkt bei der KfW? Fragen über Fragen…

Also prinzipiell würde es mir total helfen, wenn jemand der das auch schon hinter sich hat, mir kurz die ersten Schritte aufzählt wo ich anfange - und am besten so, nicht zwingend das billigste aber schon im Rahmen… So dick hab’s auch nicht! :wink:

Vielen lieben Dank schon mal für Eure Antworten! Wenn ihr noch Fragen habt oder Infos braucht, geb ich die euch natürlich gern!

Danke und LG

Hallo aus dem Norden, da hast du dir aber ordentlich was vorgenommem.
1.KFW wird über die Hausbank beantragt.
2.Achitekt oder Statiker wird gebraucht,da du ja es nicht selber machen willst und eine Baufirma wird es ohne Absicherung nicht machen.beim Bauamt nachfragen ob man eine Bauanzeige oder Baugenehmigung brauch (Abriss-Ausbau-Umbau),man weiß nie was für Neider man hat.
3.wenn Isolieren dann alles (wände dann auch Fenster)
wie siehts mit dem Dach aus und dem Fussboden.
Wenn das Haus eine Luftschicht im Mauerwerk hat (was ich bei Euch da nicht glaube–dann muss diese bei einer Aussenisolierung geschlossen werden,ansonsten erzeugt man einen Kamineffekt.Das wird einen von den meisten Isolierfirmen nicht erzählt. und falls du einen Holzfussboden mit Lufschicht erneuern willst mit Dämmung und Estrich,müssen die Wände mit einer Horizontalsperre versehen sein-da dann die nötige Luftzirkulation nicht mehr vorhanden wäre um das Mauerwerk trocken zu halten (musste ich auch erst teuer lernen)

hallo,
angefangen werden kann erst, wenn du dir im klaren darüber bist, wie das ganze finanziert werden soll.
wenn über kfw, dann erst alle anträge über die Hausbank stellen. angefangen werden darf dann erst, wenn alle genemigungen der kfw. vorliegen.
Architekt ! grundsetzlich ja.
kosten sind je nach umfang der arbeiten zu berechnen.
zunächst sollte entkernt werden, um zu ersehen, wie gut ist die restsubstanz.
alles weitere ergibt sich dann aus dem was gebaut werden soll und dem, welche wünsche realisiert werden sollen.
aus der ferne ohne etwas gesehen zu haben, sind aussagen sehr schwierig.
ich hoffe, das ich trotzdem weiterhelfen konnte.
mfg.

ziemlich komplex was Du willst… lass Dich am besten durch einen Architekten beraten. Aus der Entfernung lässt sich das nicht beurteilen.

Grüße Mathias

Hallo lp4life360,

Für das von Ihnen geschilderte Projekt sollten Sie
fachkompetente Beratung, Konzeption und Unterstützung
bei der Umsetzung haben.

Ich empfehle Ihnen einen Architekten zu suchen (z.B. durch Anfrage bei der Architenkammer, etc.), der Erfahrung mit dem Umbau und der Sanierung von alten Gebäuden nachweisen kann und idealer Weise auch Energieberatung, sowie rechnerische Nachweise des energetischen Niveaus nach EnEV, selbst erbringen kann und somit auch die erforderlichen Nachweise, Anträge und Bescheinigungen für die KfW ausstellen kann.
Der Architekt sollte Ihr Treuhänder sein und frei von Firmeninteressen, nur Ihnen verpflichtet sein.
Wenn Sie sich in die Hände eines Bauträgers oder Generalunternehmers begeben, müssen Sie immer mit Interessenkonflikten rechnen. Außerdem bauen Sie
nicht zum Selbstkostenpreis, sondern mit ca. 15% - 20 % Unternehmergewinnzuschlag.

Mit freundlichem Gruß

Rudolf Hoffmann

Hallo lp4life360,

ich würde erstmal bei deiner Bank fragen wie hoch du finanzieren kannst. KFW wird immer über die Hausbank gemacht.
Das Honorar eines Architekten sich nach dem was das ganze kosten wird und in wie weit er dabei bleibt. Das heist nur Plan oder mit Bauleitung und so weiter, ist aber kein billiger Spaß. Ein guter Bauträger tut es nach meiner Meinung auch und wenn du auf Nummer sicher gehen willst nimmst du dir noch einen Baubetreuer (z.B. TÜV). Das wichtigste ist das du Firmen nimmst die einen guten Ruf haben, nicht die billigsten. Sonst kannst du dir wirkliche Probleme einhandeln die schnell mal in die zehntausende gehen.
Habe ein drei Familienhaus Renoviert (Baujahr 1588) dann eine Scheune für mich ausgebaut und jetzt leite ich die Sanierung eines alten Bauernhaus. Alles in Oberfranken. Von daher habe ich einiges erlebt.
Hoffe ich konnte helfen. Kannst mir ruhig noch fragen stellen.
Gruß

Ganz kurz vorne weg zu meiner Person:
Ich bin 28 Jahre als und habe vor ein paar Jahren ein Haus geerbt Mit 28 Jahren ist das Monatseinkommen vielleicht noch nicht unbedingt so hoch … ist wichtig für die Höhe des möglichen KFW Darlehens
(Altbau [BJ 18 Hundert schieß mich tot) und möchte nun dieses Haus Sanieren bzw. Modernisieren. Das ganze soll in Oberfranken stattfinden in Bayern ganz oben also wirklich ganz ganz oben! :wink:
18. jahrhundert bedeutet nicht, sich tot schießen zu lassen, aber Humor ist sehr wichtig, nie vergessen. Auch nie vergessen, dass es spielerisch bleibt und dass du das tolle Ergebnis vor Augen siehst, wie viel Geduld es auch braucht. Gras kann man auch nicht mit ziehen beschleunigen im Wachstum.
Übrigens der Geograph schaudert beim Begriff oben für Süden oder Norden. Ist wohl wirklich hoch gelegen. Wintersport! smile
Was möchte ich genau…
Also von wärmedämmen über Heizungsumstellung (von Öl auf Gas) bis zum teilweise Abriss vorhandener Wohnfläche, so ziemlich alles.
.
Genauer gesagt sieht das ganze folgender Maßen aus. Das Haus waren früher eigentlich 2 Häuser die mit einem überdachten Zwischenbau zusammengeschlossen wurden. Im hinteren Bereich wohnt meine Oma ca. 90qm, im vorderen wohne ich ca. 160qm. Der Zusammenschluss erfolgte ca. 1980 bevor wir das Haus gekauft haben. In diesem Zeitraum wurde das Haus zum letzten mal „saniert“. Also Dachbodenausbau, Zentralheizung, Bad-Ausbau, Zwischenbau, puh… Küche, Treppenhaus, etc…

Deine Schilderung erinnert mich an das Haus meiner Eltern,
Dein Projekt erinnert mich ans Erbe meines Partners, für das ich mir im Tausch eine „So ziemlich alles zu machen-Immobilie “ angelacht habe, allerdings in paradiesischer Sichtlage. „Hoch“ überm Rhein-tal
Die Heizung ist natürlich seither auch in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Nun bekommen wir eine Gasleitung in unserer Straße gelegt sodass sich die Umstellung lohnen würde.

Umstellung auf Gas – ist wohl nahe liegend, hab ich auch als neue Gasheizung – wenn man keine Pellets will.

  • Der Zwischenbau ist leicht schräg (wieso auch immer), der soll begradigt werden und als Dachterrasse dienen. Dazu soll der 1.Stock und das Dach vom hinteren Bereich ebenfalls abgerissen und die Dachterrasse dahingehend verlängert werden.

So was hört sich gut an, ist es auch, vergiss nicht deine eigenen Vorstellungen, wenn der Fachmann dir seine Ideen vorlegt!!! Dein Bauchgefühl kennt deine Bedürfnisse besser, Zeit lassen zum Bedenken, wirken lassen.

  • Das Badezimmer soll vergrößert und in Richtung Zwischenbau hinausgezogen werden (also unter der Dachterrasse weitergehen).

Hört sich gut an. Aufpassen, Alle Arbeiten erst beginnen, wenn die Kfw startbereit ist. Wird sonst nicht im Darlehen einbezogen.
Außenwände sollen Isoliert werden (Alte mauern zwischen 30 und ca. 60 cm dicke Wände) Dämmung Fehlanzeige.

Dicke Wände isolieren in sich schon, aber es kommt wohl auf die Art der Steine an. Bruchstein z.B. scheint mir sehr kalt. Der Fachmann weiss was es.
Öltanks kommen weg, der Platz soll als Holzlagerstätte fungieren, da der hintere Bereich einen Kachelofen hat.

Alter Öltank muss weg, dass kostet allerdings nicht wenig, ist Sondermüll.

  • Kamin im vorderen Bereich, genauer gesagt im Wohnzimmer - Dieser soll zur unterstützung der Warmwasseranlage verwendet werden, genauso wie

Solarkollektoren auf dem vorderen Bereich zum gleichen Zweck.
Idee unbedingt beibehalten, macht unabhängig von Notfällen der Gasversorger.
Solarkollektoren hab ich aus Geldgründen am Schluss weg gelassen, kann man aber dauervermieten für Photovaltaik privater oder anderer, davon profitierst du auch.
Falls ich jetzt etwas vergessen habe nur noch Kleinigkeiten… So in etwa sind meine Vorstellungen. Jetzt eigentlich zur Hauptfrage :WO FANG ICH AN? :smile:

Ich habe mich zuallererst im Netz über KfW Bedingungen schlau gemacht. Du kannst parallel dazu schon bei deiner Hausbank einen Beratungstermin machen, dauert vielleicht etwas.
Dann MUST du für die Bank u einen Architekten (als Gutachter vor einem Hauskauf), zumindest für eine Schätzung der Kosten laut deinen Vorstellungen bestellen. Sie berechnen die Stunden und ihre Aufstellung nach einem festen Katalog!
Meine Hauptprobleme sind noch brauch ich einen Architekten oder reicht ein Bauträger?
Mit Architekt - Lass ich mir erst einen Plan machen und geh dann zur Bank oder schon vorher, wie viel bekommt ein Architekt überhaupt und kann er mir genau sagen was das ganze Projekt kostet - Beantrage ich KfW Förderungen über die Bank oder direkt bei der KfW? Fragen über Fragen…

Zur Durchführung der Arbeiten reicht auch ein Bauträger. Damit bin ich auf die Nase gefallen, mein Heizungs und Fachmann für alles hatte gar keine Zeit für die Beaufsichtigungen. Damals hätte ich lieber meinen Architekten zurückgewünscht.
Ich habe nur einenTeil der Arbeiten machen lassen, die der Architekt groß veranschlagte. Aber dadurch bleibe ich auch noch dran und habe mehr und länger diese Planungen am Hals:
ZU dumm dabei: z. B. Für die nachträgliche Fenstersanierung im Bereich der Einliegerwohnung bekomme ich als neuen Antrag von der KfW erst ab 10.000 € einen Kredit. Die Fenster Kosten aber nur 5-6000.
Allerdings kann man vor Beendigung des KfW-Bau-Projekts noch etwas dranhängen, aber unbedingt nachfragen!.

Ich würde mich heute immer um ortsnahe Handwerkerfirmen bemühen und im Ort Erkundigungen einholen, das nimmt ein ortsnaher Architekt oder guter, erfahrener Bauherr aber alles ab

Mit großem Respekt, mit großer Achtung:
Gutes Gelingen und guten Schlaf, das Tägliche Lachen und Entspannen sollte im Blickpunkt bleiben. Die Gesundheit ist viel mehr wert alles alle Immobilie!
Und ein Kompanion ist SEHR VIel GOLD wert.
Yogidomo

Hallo,
ich habe zwar einen Altbau ( alte Kirche) renoviert ( Heizung kpl. neu verlegt, Türen und Fenster erneuert, Fliesen gelegt usw.), aber bei weitem nicht so umfangreich. Alles habe ich in Eigenregie gemacht außer Gasleitung. Heute nach 25 Jahren habe ich die Sache bereut!!! Warum: die Kinder waren klein und ich konnte mich aufgrund der vielen Arbeit nicht um sie kümmern. Jeden Tag nach Feierabend, Wochenende am Haus gearbeitet. Von den Kinder hatte ich so gesehen nichts oder sie von ihrem Vater, wie man es sieht. Später habe ich es bereut, aber die Zeit konnte ich nicht zurück drehen.
Bzgl. Kfw einfach mal im Google oder Ecosia eingeben.
Wo und wie sie anfangen — bei der vielen, umfangreichen Arbeit – da muß ich auch passen.

Lange habe ich überlegt, was schreibe ich, mehr fiel mir nicht ein.

Denken Sie an ihre Kinder — sofern vorhanden.

Tschüss

Hallo,

aus meiner Sicht kommst Du bei dem Umfang ohne Architekten nicht aus. Bauträger machen i.d.R. Neubauten, kein Altbausanierungen.
Der erste Schritt wäre, einen Architekten anzufragen.
Dieser macht dir eine Planung und eine Grobkostenschätzung. Bezahlt werden Arichtekten i.d.R.
nach der sog Honorarverordnung, das sind meines Wissens 6-8% der Bausumme. Da Altbausanierungen kostenmäßig oft ein Fass ohne Boden sind, da während der Bauphase oft Probleme auftreten, die vorher nicht erkennbar waren, Solltest Du mindestens mit dem 1,5fachen an Kohle kalkulieren.
Mittlerweile gibts auch Firmen, die komplette Altbausanierungen incl. Planung und Bauleitung zum Pauschalpreis anbieten. Diese kaufen die jeweiligen Handwerkerleistungen ein und verkaufen diese nit Aufschlag (ca. 20%) an dich weiter. Die Planungskosten sind in diser Marge enthalten.
Ob jetzt der Architekt oder der Altbausanierer die richtige Wahl ist, hängt vom Zustand des Gebäudes und der jeweiligen Vorhaben ab.
Nach dem was du beschrieben hast, würde ich eher zum Arichtekten tendieren.