Altbaudielen schwingen unerträglich mit

Altbaudielen schwingen unerträglich mit

Liebe Expertengemeinde, ich hoffe, ihr habt Tipps für mich… Vor Kurzem bin ich in eine neue Wohnung eingezogen, Altbau mit abgeschliffenen Dielen. Was ich erst jetzt festgestellt habe: Der Dielenboden schwingt z.T. stark mit, z.B. wenn jemand aus der Nachbarwohnung die Fenster oder die Tür schließt, oder wenn meine Nachbarn über mir einfach normal laufen, dann „zittern“ meine (!) Dielen. Daraus ergibt sich für mich das große Problem, dass mein Bett mitschwingt und ich nicht schlafen kann, weil ich nachts durch dieses Schwingen aufwache. Was ich bisher probiert habe: Bett auf Dämpfungsmatten stellen, mit den (sehr freundlichen) Nachbarn gesprochen, das Bett an unterschiedlichste Stellen der Wohnung gestellt…Nichts hat etwas gebracht… Weil ich keinen erholsamen Schlaf finde, bin ich mittlerweile krankgeschrieben und nehme Tabletten zur Beruhigung. Was kann ich tun? Ich schätze, das ist bis zu einem gewissen grad in einem Altbau normal. Allerdings habe ich schon 10 Jahre in verschiedenen Altbauten gewohnt und dieses Problem hatte ich noch nie. Ich vermute, dass die Dielenkonstruktion einfach „durch“ ist und instandgesetzt werden muss. Was würdet ihr mir raten? Ist es Aufgabe des Vermieters, den Dielenboden instandzusetzen? Soll ich dem Vermieter eine Frist zur Behebung setzen? (Nochmal zur Erläuterung: Es geht nicht um Geräusche/Trittschall, sondern um Vibrationen) Ich danke im Voraus für eure Antworten. MfG Marius …

Hallo JaPanikBerlin,

versuche es erst über den Vermieter. Kannst ja auch hier erst mal im Mietrechts-Brett nachfragen.
Wenn nichts hilft, nimm große Spanplatten und verschraube diese mit den Dielen. Bei späterer Rückkehr der Knarrgeräusche, nur noch mal die Schrauben nachziehen.

LG aria

Hallo

Daraus ergibt sich für mich das große Problem, dass mein Bett mitschwingt und ich nicht schlafen kann, weil ich nachts durch dieses Schwingen aufwache.

Man gewöhnt sich dran.

Meine Mutter und ich haben von 1943 bis 1952 in einem sogenannten Behelfsheim (Bretterbude) unmittelbar neben einer Bahnlinie gewohnt. Wenn nachts schwere Güterzüge vorbeiratterten, hatte man das Gefühl, die fahren durchs Bett. Die Bude wurde so stark erschüttert, dass manchmal die zum Nachreifen (und zum Schutz vor Dieben) ins Wandregal gelegten Tomaten sich selbstständig machten und auf dem Fußboden herumrollten.

Nach einigen Wochen hatten wir uns so an das Geräusch und die Vibrationen gewöhnt, dass wir gar nicht mehr davon aufgewacht sind, während uns die Luftschutzsirenen in der Stadt (die nächste war 2km entfernt) ganz vibrationsfrei regelmäßig aus dem Bett geworfen haben.

Take it easy
merimies