Altbaumodernisierung in Dresden

Ich habe ein Angebot erhalten, mir in Dresden im Zuge einer Altbaumodernisierung $$ 7 h,i EStG) eine Eigentumswohnung zu kaufen.

Das rechnet sich alles sehr schön, aber wie hoch sind die Risiken (Das Haus ist fast 80 Jahre alt, Mietausfall etc.) wirklich.

Ist das derzeit noch eine gute Geldanlage ?

Herzlichen Dank im Voraus

Gruß

Rolf

Hi Rolf,

Ich habe ein Angebot erhalten, mir in
Dresden im Zuge einer
Altbaumodernisierung $$ 7 h,i EStG) eine
Eigentumswohnung zu kaufen.

Wenn man bedenkt, was man an Steuern sparen kann, ist das durchaus eine akzeptable Idee, das entsprechende Gehalt (damit es sich steuerlich rechnet) vorausgesetzt.

Das rechnet sich alles sehr schön, aber
wie hoch sind die Risiken (Das Haus ist
fast 80 Jahre alt, Mietausfall etc.)
wirklich.

Egal, wie alt das Haus ist, ordentlich saniert, ist es das Geld wert, teuer wird eine Restaurierung, schlägt sich in den Mietpreisen nieder, hohe Mieten sind in Ostdeutschland schwer durchzusetzen.

Ist das derzeit noch eine gute Geldanlage
?

War es. Nach 1990 gingen die Mieten sprunghaft in die Höhe. Nun stagniert das Ganze seit 1995, geht in den Minusbereich, kaum mehr Gewinne, da viele leerstehende Wohnungen. Außerdem werden mit den kommunalen Wohnungen (Scheiß-Standard) Dumpingpreise erzielt. Und die Flucht aus Dresden zu den umliegenden Gemeinden hält unvermittelt an. Ausweg: der richtige Mietvertrag (Laufzeitbindung, üblich sind neuerdings Indexmietverträge), Mietverträge mit unbegrenzter Dauer sind eher die Ausnahme. Falle: Altmieter, genau umschauen!!!

Für genauere Infos Mail an mich. Bin Hausmeister einiger Häuser in Dresden und mit der Materie seitens beider Parteien (Mieter oder Eigentümer und Immobilieneigentümer) bestens vertraut.

Gruß André

Lieber Rolf,

eine Immobilie sollte sich immer selbst rechnen. Steuervorteile (wer weiss wie lange und ob diese für einen selbst überhaupt zu tragen kommen (siehe auch §2 EkStG - Falenparagraph) sollten höchstens eine Zugabe sein.

Früher hatten Häuser eine Lebenserwartung von ca. 100 Jahren. Inzwischen geht man allgemein nur noch von 80 Jahren aus. Die erforderlichen Insatndhaltungskosten steigen dabei zum Ende der „Standzeit“ überproportional an. Da kann auch eine „gründliche Sanierung“ nur bedingt und eher kurz- bis mittelfristig vorbeugen.

Wer weiss wie umfassend tatsächlich saniert wird? Vielleicht nur eine Verkaufslackierung? Viele Gebäudebestandteile sind auch nicht wirtschaftlich sanierungsfähig z.B. Fundament, tragende Wände usw…

Wenn Du vermieten willst, wer kümmert sich um die Sondereigentumsverwaltung? Gibt es Mietgaragtien und sind diese auch entsprechend fristig gesichert, oder gibt es den Garagtiegeber nach zwei Jahren plötzlich nicht ´mehr?

Also genau hinschauen.

Bent

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