Altchristliche Mysterien

Hallo

Bin beim Lesen auf ein Zitat gestoßen, daß mich neugierig gemacht hat.

Es ist von Christostomus (Homil.23) und läuft:

„Die Mysterien vollziehen wir bei verschlossenen Türen, nachdem die Uneingeweihten entfernt worden sind.“

Um welche Mysterien handelt es sich hierbei?

gruß
rolf

Heya Rolf,

Es war Chrisostomos (Χρισόστομος > Χρισό > Gold).

Wie Kunrath über sein Mysterienhaus schrieb :
„Bleib fern Profaner, komm nicht näher“

Erster nachweisbarer Ursprung dieser Mysterien sind im Ägypten der Pharaonen,(Isis u. Osiris).
Nach Ägypten sollen sie aus Atlantis gekommen sein.
Über Ägypten gelangten sie nach Griechenland (Eleusinische Mysterien).
Von dort aus nach ganz Europa ( Gnosis - Katharer u.a.)
Alles stammt aus derselben Quelle, es haben sich nur verschiedene Wege
gebildet, die aber alle wieder zum selben Ziel führen.

Angel

Hallo,

Es ist von Christostomus (Homil.23) und läuft:

Bei Deiner Angabe fehlt, was für eine Homilie es sein soll, ich vermute dies steht bei den Matthäushomilien des Johannes Chrysostomos (ca. 349-407), des Priesters und Predigers von Antiochia, späterer Bischof von Konstantinopel.

„Die Mysterien vollziehen wir bei verschlossenen Türen,
nachdem die Uneingeweihten entfernt worden sind.“
Um welche Mysterien handelt es sich hierbei?

Es geht um die Sakramente, d.h. vor allem die Eucharistie-Feier, an der Ungetaufte nicht teilnehmen durften (also auch nicht als „Zeugen“). Der Vollzug des Heiligen sollte nicht durch Profanes gestört werden. Die „Einweihung“ bestand aus einem Katechumenenunterricht (wir sprechen ja hier von einer Zeit, in der noch die Erwachsenentaufe üblich war), bei der Taufzulassung mußte man nicht nur über ein gewisses Grundewissen verfügen, sondern auch dem entsprechenden lebenswandel (zumindest in der Theorie).
Die uneingeweihten durften also am Wortgottesdienst im hinteren Teil einer Kirche teilnehmen (meistens durch Schranken getrennt von dem übrigen Gemeindevolk), wurden aber zu Beginn der Eucharistie hinaus gebeten.
Dies findet sich auch im Kirchenbau wieder. http://divinity.library.vanderbilt.edu/burns/3262/hi…
Hier sieht man u.a. eine schematische Darstellung der Basilika von Hippo (bei der ich bezweifle, daß es die von Augustin war). Man sieht recht unten das Baptisterium. Die Täuflinge gingen unten rechts erst in den Vorraum zum Baptisterium, dann zur Taufe, von dort in dem Raum darüber (wo sie direkt ihre Firmung empfingen und auhc wieder angekleidet wurden), um dann von diesem Raum wieder in die Kirche, direkt zur Gemeinde zu gehen. In katholischen Kirchen findet man ja auch heute noch das Taufbecken oft im Eingangsbereich der Kirche, zumidnest nicht in unmittelbarer Nähe des Altars. Auch dies, damit nicht Profanes in die Nähe des Heiligen kommt (wobei sich diese Vorstellung irgendwann im Kirchenbau verselbstständigt hat).
Wenn Dich das weiter interessiert, empfehle ich die Taufkatechesen des Johannes Chrysostomos, übersetzt in der Reihe Fontes Christiani.

Grüße,
Taju

gruß
rolf

Hallo Rolf,

Bin beim Lesen auf ein Zitat gestoßen, daß mich neugierig
gemacht hat.

Es ist von Christostomus (Homil.23) und läuft:

„Die Mysterien vollziehen wir bei verschlossenen Türen,
nachdem die Uneingeweihten entfernt worden sind.“
Um welche Mysterien handelt es sich hierbei?

Wenn Taju rechjt hast, dann kann ich Dir raten, dich mit dem (russ.-) orthodoxen Ritus zu beschäftigen. Da wird dies so praktiziert.

Ciao maxet.

Hallo Angel

Nach den Angaben von Tajo oben, bestand das Mysterium in einer Einweihungszeremonie christlicher Werte. Inwieweit siehst Du bei Deinen Angaben ein universales Mysterium?

gruß
rolf

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Hey Thor !

auch das Christentum ist nur ein Ast am Stamm des Baumes, der die
Wurzeln in der QUELLE hat.

Jeder Weg führt zurück zum Ursprung.
Und der Weg , den ein Mensch wählt, ist in dem Moment da er sich dafür entscheidet, der Beste, den er für sich wählen kann.

Angel

Re^2: der Kreis schließt sich:wink:
Hallo, da sieht man, wie gut Zusammenarbeit bei w-w-w funktionieren kann!

Wenn Taju rechjt hast, dann kann ich Dir raten, dich mit dem
(russ.-) orthodoxen Ritus zu beschäftigen. Da wird dies so
praktiziert.

Auf der Seite http://www.ikonen-institut.org/raar-2004-10-15.html wird die „Göttliche Liturgie“ der Orthodoxen Kirche, die man auf Johannes Chrysostomos zurückführt, erläutert. Auch hier findet man, daß die Ungetauften (Katechumenen) von einigen Teilen des Gottesdienstes ausgeschlosen werden.

Grüße,
Taju