Alte Backups

Hallo Experten,

Was macht Ihr mit alten Backups?
Ich habe so ungefähr zwei Schuhkartons voll CDs, die bei den ganz alten Backups unverschlüsselt, bei den nicht ganz so alten sehr schwach verschlüsselt mit einfachen Passwörtern sind.

Die Alternativen sind ziemlich klar, aber ich kann nicht wirklich den Arbeitsaufwand abschätzen.

Ziel ist, die Backups zumindest teilweise weiterhin zu behalten, und zwar gut verschlüsselt mit möglichst geringem Aufwand.

Gruss, Marco

Hallo Experten,

Was macht Ihr mit alten Backups?
Ich habe so ungefähr zwei Schuhkartons voll CDs, die bei den
ganz alten Backups unverschlüsselt, bei den nicht ganz so
alten sehr schwach verschlüsselt mit einfachen Passwörtern
sind.

Die Alternativen sind ziemlich klar, aber ich kann nicht
wirklich den Arbeitsaufwand abschätzen.

Welches wären denn Deine Alternativen?

ich würde hier zuerstmal schauen was das für Daten sind, welche ich davon brauche, welche ich umkopieren muss und ob die Daten noch konsistent sind. Dann ggf. verschlüsseln oder andere massnahmen darauf ansetzen.

Ziel ist, die Backups zumindest teilweise weiterhin zu
behalten, und zwar gut verschlüsselt mit möglichst geringem
Aufwand.

Welche Sicherungsmedien hast Du denn zur Verfügung? Willst Du Geld investieren? Wie sicher soll es denn sein? Sind es geschäftliche oder private Daten?
Ich persönlich würde die Daten halt mal sichten, auf konsistenz prüfen und verschlüsselt Entwder per Backup Software oder in einem Truecrypt Container oder so) wieder sichern.
Ohne genauere Strategieangaben ist da noch wenig zu zu sagen…

gruß
h.

Hallo Experten,

Was macht Ihr mit alten Backups?
Ich habe so ungefähr zwei Schuhkartons voll CDs, die bei den
ganz alten Backups unverschlüsselt, bei den nicht ganz so
alten sehr schwach verschlüsselt mit einfachen Passwörtern
sind.

Die Alternativen sind ziemlich klar, aber ich kann nicht
wirklich den Arbeitsaufwand abschätzen.

Ziel ist, die Backups zumindest teilweise weiterhin zu
behalten, und zwar gut verschlüsselt mit möglichst geringem
Aufwand.

Hallo Marco,
vor rund 15 Jahren war ich vor der gleichen Thematik gestanden und entschied mich aus Kostengründen für DAT-Bänder.
Mittlerweile habe ich Bänder, aber kein Lesegerät mehr…
CDs und DVDs eignen sich allerdings auch nur bedingt für Backup oder Langzeitarchivierung (siehe www.langzeitarchivierung.de).

  1. Frage, die Du Dir stellen musst:
    Auf welche Zeit möchtest Du welche Daten behalten?

=> Kategorisieren der Daten in wichtig, nice-to-have und unwichtig.
Steuerrelevante Daten müssen 6 bzw. 10 Jahre archiviert werden.
Wenn Du Freiberufler oder Kleinunternehmer bist, musst Du darauf achten, dass steuerrelevante Daten unverfälscht im Sinne der GoBS archiviert werden. Hier wurde von den Finanzbehörden „ZIP“ als Archiv-Format und CDs/DVDs als „Archivspeicher“ anerkannt.

Was ist danach, ggf. löschen und neu beschreiben oder vernichten?
Mehr Infos siehe o.g. Link.

  1. Frage: Backup, inkr. Sicherung oder Archivierung?
    => Generell Voll-Sicherungen anlegen, weil im Fall der Fälle die Rücksicherung inkrementeller Backups viel zu (zeit-)aufwendig wird.
    Der Zeitaufwand geht ins bodenlose, wenn die Daten dann noch aufwendig verschlüsselt sind…

  2. Frage: Aufwand vs. Beständigkeit…
    „gut verschlüsselt mit möglichst geringen Aufwand“ ist relativ zu sehen - niemand kann Dir garantieren, dass es das verwendete Programm in 15 Jahren noch gibt bzw. vom „neuen“ Betriebssystem ausgeführt werden kann oder darf (Stichwort „Kompatibilitätsproblem“ oder „Sicherheit“).
    => Lieber einen sicheren Ort zur Aufbewahrung der Datenträger finden, als Zeit mit Verschlüsselung zu verschwenden.
    => Sicherstellen, dass das Programm zur Wiederherstellung auch in 20 Jahren noch funktioniert, wenn man Oma´s Käsekuchen-Rezept sucht :smile:

Hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen…

Zuletzt noch ein Beispiel aus der Praxis:
Ich hatte einen Kunden, der in einem feuerfesten Tresor den AES-verschlüsselten Datenträgern das Verschlüsselungsprogramm auf CD inkl. Kennwort auf Post-It-Zettel zum Wiederherstellen beilegte…

Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung!

Tresor wörtlich

Hallo Experten,

Was macht Ihr mit alten Backups?
Ich habe so ungefähr zwei Schuhkartons voll CDs, die bei den
ganz alten Backups unverschlüsselt, bei den nicht ganz so
alten sehr schwach verschlüsselt mit einfachen Passwörtern
sind.

Die Alternativen sind ziemlich klar, aber ich kann nicht
wirklich den Arbeitsaufwand abschätzen.

Ziel ist, die Backups zumindest teilweise weiterhin zu
behalten, und zwar gut verschlüsselt mit möglichst geringem
Aufwand.

Hallo Marco,
vor rund 15 Jahren war ich vor der gleichen Thematik gestanden
und entschied mich aus Kostengründen für DAT-Bänder.
Mittlerweile habe ich Bänder, aber kein Lesegerät mehr…
CDs und DVDs eignen sich allerdings auch nur bedingt für
Backup oder Langzeitarchivierung (siehe
www.langzeitarchivierung.de).

  1. Frage, die Du Dir stellen musst:
    Auf welche Zeit möchtest Du welche Daten behalten?

Für immer (also zumindest mindestens 20-50 Jahre)

=> Kategorisieren der Daten in wichtig, nice-to-have und
unwichtig.

Da jede CD so ungefähr Wöchentlich bis zweiwöchentlich gebrannt worden ist, und immer ungefähr das gleiche drauf ist, kann man rein von den Abständen her sagen, dass einige wenige CDs (vielleicht 150 Stück?) wichtig sind. Welche genau, ist mir eigentlich egal.

Steuerrelevante Daten müssen 6 bzw. 10 Jahre archiviert
werden.

Es handelt sich nur um Emails, Bilder, also Daten eher privater Natur.

Was ist danach, ggf. löschen und neu beschreiben oder
vernichten?
Mehr Infos siehe o.g. Link.

  1. Frage: Backup, inkr. Sicherung oder Archivierung?
    => Generell Voll-Sicherungen anlegen, weil im Fall der
    Fälle die Rücksicherung inkrementeller Backups viel zu
    (zeit-)aufwendig wird.
    Der Zeitaufwand geht ins bodenlose, wenn die Daten dann noch
    aufwendig verschlüsselt sind…

OK, das hatte ich sowieso vor. Voll-Sicherungen sind ja schon vorhanden, müssen nur „umgepackt“ werden.

  1. Frage: Aufwand vs. Beständigkeit…
    „gut verschlüsselt mit möglichst geringen Aufwand“ ist relativ
    zu sehen - niemand kann Dir garantieren, dass es das
    verwendete Programm in 15 Jahren noch gibt bzw. vom „neuen“
    Betriebssystem ausgeführt werden kann oder darf (Stichwort
    „Kompatibilitätsproblem“ oder „Sicherheit“).
    => Lieber einen sicheren Ort zur Aufbewahrung der
    Datenträger finden, als Zeit mit Verschlüsselung zu
    verschwenden.
    => Sicherstellen, dass das Programm zur Wiederherstellung
    auch in 20 Jahren noch funktioniert, wenn man Oma´s
    Käsekuchen-Rezept sucht :smile:

Naja, dann werd ich wohl, was ich schon länger vor hatte, selber mal Blowfish nachprogrammieren, und C-code wird man wohl auch noch in 50 Jahren irgendwie compilieren können.

Hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen…

Zuletzt noch ein Beispiel aus der Praxis:
Ich hatte einen Kunden, der in einem feuerfesten Tresor den
AES-verschlüsselten Datenträgern das Verschlüsselungsprogramm
auf CD inkl. Kennwort auf Post-It-Zettel zum Wiederherstellen
beilegte…

Das ist nun mal wirklich hilfreich. Die Idee, die CDs kleiner zu machen (USB-Festplatte) und die in den Tresor zu legen… Da hab ich dann auch keine Kompatibilitätsprobleme mehr. Falls absehbar ist, dass die USB-Festplatte durch technischen Fortschritt nicht mehr einlesbar ist, dann kann ich mit dem hoffentlich noch vorhandenen Computer mit USB-Schnittstelle die Daten auf sehr einfache Weise auf den USB-Nachfolger rüberkopieren. Genau das hab ich mit „Wenig Aufwand“ gemeint. Danke.

Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung!

Danke. ich glaub USB-Platte+ OBI-Tresor dürfte finanziell und aufwandsmäßig ziemlich genau ans Optimum hinkommen.

Gruss, Marco

Danke. ich glaub USB-Platte+ OBI-Tresor dürfte finanziell und
aufwandsmäßig ziemlich genau ans Optimum hinkommen.

Tresor ja, USB-Platte nein - zumindest nicht ausschließlich.

Neben dem reinen Risiko des nicht-mehr-lesbarkeit, also Datenverlust einzelner/mehrerer Sektoren duch nachlassende Magnetisierung, vergleichbar mit dem Risiko der CD, kommt hier noch die Möglichkeit eines Defektes der Elektronik hinzu. Und der wäre endgültig.

Da halte ich optische Medien für sinnvoller.

Ideal wäre wohl eine gemischte Strategie: Wöchentliches Vollbackup auf die Platte, alle paar Wochen Brennen. Und alle paar Jahre alles einmal einlesen, neu sortieren soweit nötig/sinnvoll und auf neue Medien brennen (beim Wechsel von CD zu DVD, demnächst Wechsel von DVD zu BluRay). Die wichtigen Sachen doppelt brennen.
Damit sollte man dann wirklich auf der sicheren Seite stehen.

lg, mabuse

CD+USB oder 2xUSB?

Danke. ich glaub USB-Platte+ OBI-Tresor dürfte finanziell und
aufwandsmäßig ziemlich genau ans Optimum hinkommen.

Tresor ja, USB-Platte nein - zumindest nicht ausschließlich.

Neben dem reinen Risiko des nicht-mehr-lesbarkeit, also
Datenverlust einzelner/mehrerer Sektoren duch nachlassende
Magnetisierung, vergleichbar mit dem Risiko der CD, kommt hier
noch die Möglichkeit eines Defektes der Elektronik hinzu. Und
der wäre endgültig.

Da halte ich optische Medien für sinnvoller.

Ideal wäre wohl eine gemischte Strategie: Wöchentliches
Vollbackup auf die Platte, alle paar Wochen Brennen. Und alle
paar Jahre alles einmal einlesen, neu sortieren soweit
nötig/sinnvoll und auf neue Medien brennen (beim Wechsel von
CD zu DVD, demnächst Wechsel von DVD zu BluRay). Die wichtigen
Sachen doppelt brennen.
Damit sollte man dann wirklich auf der sicheren Seite stehen.

Was hältst Du davon: zwei USB-Platten mit gleichem Inhalt und Monatlicher Überprüfung auf Übereinstimmung? 200 oder 300-GByte Platten kriegt man ja schon fast geschenkt, und ich erwarte so ca 200 GByte Speicherbedarf.

Die CD-Jongliererei erscheint mir im Vergleich zu Reinstecken, Updateprogram anwerfen und fertich ein echt großer Aufwand.

Gruss, Marco

Die CD-Jongliererei erscheint mir im Vergleich zu Reinstecken,
Updateprogram anwerfen und fertich ein echt großer Aufwand.

Das ist sie zweifellos.

Aber ich hab in den letzten Jahren dermaßen viele Platten sterben gesehen, das ich denen als BackUp-Medium ehrlich gesagt nicht mehr vertraue (und das bezieht sich nicht nur auf USB-Platten, es liegt also nicht nur an mechanischen Belastungen beim Transport).

Solltest du dich dennoch auf Platten verlassen wollen, möchte ich dir nahelegen, Notebook-Platten zu benutzen. Die sind zwar was teurer und haben auch nicht ganz so hohe Kapazitäten, scheinen dafür aber um einiges stabiler zu sein.

lg, mabuse

Solltest du dich dennoch auf Platten verlassen wollen, möchte
ich dir nahelegen, Notebook-Platten zu benutzen. Die sind zwar
was teurer und haben auch nicht ganz so hohe Kapazitäten,
scheinen dafür aber um einiges stabiler zu sein.

Stimmt, Das Datenvolumen ist bei mir ja nicht wirklich riesig, hab grad mal bei Conrad geschaut. Da sind ja die kleinsten Platten schon fast ausreichend.

Danke für Deine Antwort!

Gruss, Marco