Bei unserem Nachbarhaus (ca. 2 Meter Entfernung) wurde gestern das Dach neu gedeckt, bzw. erstmal die alten Ziegel runtergenommen, da war dann die Verlattung sichtbar und so weiß-schwarzes Wollzeug, war schon total zerfleddert.
Wie Glas- oder Steinwolle hat das nicht ausgesehen, gab es damals wahrscheinlich noch gar nicht, oder? (ist so ein typisches Spitzhaus von Anfang der 30er Jahre).
Da haben die Dachdecker (eine Zimmererfirma) nach Entfernung des alten Daches da oben dann mit dem Besen ausgekehrt, was schon ordentlich gestaubt hat.
Und dann nimmt noch einer einen Laubbläser her!!
Es waren irre Staubwolken und der größte Teil ist zu uns rübergezogen.
Wir hatten zwar alle Fenster zu, haben aber einen offene Terasse mit Gartenmöbeln …
Ich hab seit gestern die Fenster nicht mehr geöffnet und mag auch noch gar nicht aufmachen, da sieht man außen an den Scheiben so richtig viele Staubpartikel …
Ich glaube unser ganzer Garten ist nun kontaminiert und wir können nicht mal mehr unsere Tiere auf die Wiese rauslassen.
Was meint ihr? Stell ich mich zu arg an und der Staub war nicht so schlimm, bzw, das was jetzt noch bei uns im Garten hängt. Oder sollen wir lieber noch ein bißchen alles zu lassen und einige Windtage abwarten und dann von außen die Fenster und Gartenmöbel nass wischen?
Es gibt klare Anweisungen, wie sich Handwerker bei vorliegen von Alt-Dämmwolle verhalten müssen. Diese Wolle kann Fasern enthalten, die lungengängig sind und sich dort ähnlich wie Asbestfasern verhalten können.
Bedeutet: persönliche Schutzausrüstung mit Atemschutzmaske, Matten in dichte Plastiksäcke stopfen und Restmaterial AUSSAUGEN mit Industriestaubsauger mit Filterrückhaltung.
Staubarm arbeiten. Also gerade das Gegenteil von ausfegen und ausblasen !
Zum Glück darf man damit rechnen, es wird außen alles weitgehend vom Wind verteilt und später vom Regen gebunden und ist dann nicht mehr frei und wird nicht neu aufgewirbelt.
Warte einen Tag ab, säubere dann alles Abwaschbare an Gartenmöbeln usw. mit Seifenwasser und entsorge es nachher über das WC. Vorsorglich auch den Putzlappen dann in den Hausmüll.
Wenn es regnen sollte, umso besser.
Gefahr für Tiere sehe ich nicht. Sehe es mal so, sie leben gar nicht so lange,wie eine sich langsam entwickelnde Krebserkrankung der Lunge braucht.
Danke Dir!!
Leider haben diese Arbeiter sich nicht in geringster Weise an irgendwelche Schutzvorschriften gehalten, der eine hatte dabei sogar noch eine Zigarette im Mund …
Und leider hatte ich auch keine Kamera zur Hand, ich war irgendwie viel zu schockiert, bzw. dachte/denke mir auch, ich mach mir zu viel Gedanken …
Wenn das Zeug (diese nicht sichtbaren Staubpartikel) jezt bei uns in der Wiese hängen, lösen sich diese irgendwann auf?
Ist vielleicht ne blöde Frage, aber wenn ich mir vorstelle, wir haben das jetzt ewig im Garten …
Nein, sie lösen sich nicht auf, jedenfalls nicht in überschaubarer Zeit.
Das ist auch nicht das Problem. Sie sind dort gebunden, werden in Boden eingeschwemmt und halten dort fest.
Es soll halt nicht mehr in die Luft gelangen können. Das wird gegeben sein.
Die Gefahr besteht „nur“ für die Lunge, also muss man Fasern einatmen um möglicherweise in vielen Jahren zu erkranken. Das ist ja auch das tückische daran. Man erkrankt nicht schnell, es ist oft gar kein Zusammenhang mehr mit Asbestfasern o.ä. erkennbar.
Du musst das pragmatisch sehen, es ist jetzt zu spät um noch etwas sinnvolles zu machen um mögliche Restrisiken zu vermeiden.
Die Gefahr besteht im wesentlichen für die Personen in der unmittelbaren Nähe, also die Arbeiter dort.
Und nochmal, die Vorschrift der Entsorgung von Altwolle ist rein vorsorglich. Weil man sie nicht immer vorher untersuchen kann, also nimmt man sicherheitshalber an, sie enthält schädliche Fasern. Es muss ja gar nicht so sein.