Wir interessieren uns für den Kauf einer Doppelhaushälfte. Das Haus wurde 1934 erbaut, befindet sich in einem einwandfreien Zustand gemäß Gutachten und ist in einer Top-Lage gelegen. Nicht nur aufgrund unserer Vorliebe der für die 30er bis 50er typischen Bauweise entspricht es genau unseren Vorstellungen. Es erfordert von uns jedoch auch die Annäherung an unsere Finanzierungsgrenze.
Was sich so scheinbar ideal anhört weckt in meiner Frau und mir jedoch folgende Frage: Wie ist die Wertentwicklung eines solchen Objekts zu sehen? Wie gut läßt sich eine solche Immobilie über Zeit im Fall der Fälle verkaufen? Konkret stellen sich uns folgende Fragen:
Wie gut liesse sich die DHH nach 10, 20 oder gar 30 Jahren wieder verkaufen? Das Hause wird dann in einem recht alten Zustand sein. Wenngleich top, so wird die Lage allein dem potentiellen Käufer vermutlich nicht reichen: wollte er/sie das Haus abreissen und neu bauen, so kann sie/er dies ja erst nach Verkauf beider Wohnparteien machen, was längst nicht zeitgleich erfolgen muss.
Müssen wir somit annehmen, dass sich der Verkaufswert einer alten DHH trotz der Top-Lage doch sehr stark verringert?
Das Haus befindet sich, wie oben erwähnt, in einem sehr gepflegten Zustand, und das Gutachten hält eine weitere „Überlebensdauer“ von 30-40 Jahren für sehr gut möglich. Kann ein derartiger Bau bei Fortführung der Pflege nach bspw. 100 Jahren immer noch im guten Zustand sein? Uns wurde z. B. gesagt, dass der Rotklinker gut 80-100 Jahre halten kann. Heißt dass, dass selbst bei guter Erhaltung der Fugen uns nach 100 Jahren die „Wände zusammenfallen können“ oder tragende Elemente nicht mehr halten?
Über hilfreiche Antworten würden wir uns freuen und bedanken uns vorab!
mehrere hundert Jahre alte Fachwerkhäuser, Ritterhäuser oder Burgen stehen immer noch. Somit wird bei hinreichender Pflege euer Haus in 100 Jahren immer noch stehen.
Der Widerverkaufspreis wird sich danach richten, ob sie die Qualität der Lage geändert hat und ob solche Häuser dann gerade in Mode sind oder nicht.
mehrere hundert Jahre alte Fachwerkhäuser, Ritterhäuser oder
Burgen stehen immer noch. Somit wird bei hinreichender Pflege
euer Haus in 100 Jahren immer noch stehen.
das kann ich bestätigen Kann man dies „generell“ für (gut gepflegte) Häuser und speziell für solche aus den 30er auch sehen? Wie stark kann das vom Nachbarn abhängig sein? Was kann man tun, wenn man beispielsweise die Fugen nachbessern, der Nachbar dies aber nicht für seine Hälfte tun möchte. Das Haus würde so auf der einen Seite an Qualität einbüßen, was sich mittelfristig(?) auch auf die eigene Hälfte auswirken kann.
auch bei neuen Häusern hast du das Problem ob der Nachbar auch seine Seite pflegt - da ist es egal aus welchem Baujahr! Allerdings kannst ud ja am jetzigem Zustand sehen ob der Nachbar es macht oder nicht - was dir natürlich nichts nützt wenn der das irgendwann verkauft ;o))
Die Wertentwicklung kann dir NIEMAND sagen - dafür hängt es von zu vielen Faktoren ab - allerdings habt ihr bei den derzeitigen Preisen und Zinskonditionen eine sehr gute Chance, das der Wert sich automatisch steigert…
Nun generell verliert das Haus formal an Wert, es altern ja nun mal.
Andererseits werden neue Häuser teuerer, somit gewinnt das Haus an Wert, da ist die Inflation nun einmal ein Freund der Hausbesitzer.
Wenn es in Toplage ist und es eine Toplage bleibt, dann wird auch dies den Wert erhöhen, sollte aber die Toplage in 20 Jahre eine Miese Wohngegend sein, dann sieht es genau anders herum aus…
Also generell viel Kaffeesatz der gelesen werden muss.
Es gilt aber: Ein gepflegtes, Haus ist als Altbau auch immer gefragt, denn viele mögen keinen Neubau!
Und manchmal ist es auch so, dass ein Altbau das Bestehende Grundstück auf dem es Steht besser ausnützt, als ein Neubau (nach Abbris) es könnte, weil die Gesetze es nicht erlauben.
Z.B. Mein Grundstück ist 13m breit und mein Haus müsste links und rechts 50cm kleiner werden, sowie das Treppenhaus dürfte dort nicht mehr stehen.
Fazit auch in 50Jahren wird man noch einen Käufer finden!