Alte Dias retten

Hallo,

tja, die Dinger sind so um die 40 bis 45 Jahre alt, teilweise mit viel Staub eingesudelt. Größtenteils sind die Dias zwischen Glas, doch auch dort hat sich drunter Staub und Modder angesammelt. Feuchtigkeit ist nur bei sehr wenigen Bildern drin.

Ich möchte nun die Bilder (s/w) retten (digitalisieren). Dazu wollte ich die Gläser abnehmen, so das das Dia freiliegt und ich es säubern kann. Aber das Bild klebt bombenfest am Glas, zieht man dran, zerbröselt der Film. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, muß ich durch das Glas hindurch die Dias scannen, mit Dreck und Modder.

Wer hat sowas schon mal versucht?

Gruß
André

Hallo André,

hast Du mal versucht die Dias in lauwarmen Wasser einzuweichen? Vielleicht ein Tropfen Spüli dazu?

Ich hoffe es schadet nicht.

olli

Hi,
ich würde vorschlagen, die Dias so wie sie sind zu scannen, am besten mit einem
Scanner mit IR abtastung (ice), wie zb den Nikon 4000 oder 5000.
da wird der Schmutz durch das Glas erkannt und automatisch wegretuschiert.
wenn die Daten gesichert sind, kannst du immer noch versuchen die Dias selbst zu
retten.
ol

Hallo André,

wenn dir die Motive wirklich wichtig sind, dann würde ich auf jeden Fall zunächst mal einen Papierabzug oder einen Scan von den Dias im aktuellen Stand machen, bevor du an die Dias selbst herangehst. Diese würde ich dann mal in ein richtiges Fotofachgeschäft mit Laborabteilung mitnehmen, wie man sie hin und wieder noch mit Glück in Großstädten findet. Mit noch mehr Glück findest du dort einen richtig ausgefuchsten Laborhasen, der alle Wässerchen von Tetenal und Konsorten kennt und weiß, mit welchem Mittelchen man in deinem Fall die besten Chancen auf Rettung hätte. Zu meiner aktiven Laborzeit gab es schon eine ganze Menge im Angebot und wenn die Digitaltechnik nicht schon zu sehr zugeschlagen hat, sollte das Angebot über die Zeit eher besser geworden sein.

Gruß vom Wiz

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dein stadtarchiv
hallo andré,

probiers mal mit nem anruf bei deinem stadtarchiv. die haben tagtäglich mit solchen problemen zu tun. ich wollte von unserem stadtarchiv nur mal wissen wie die ihre fotos lagern - dann hat mich die nette dame gleich eingeladen und mir den ganzen laden und ihre schwierigsten fälle (nitromaterial, das beim anfassen zerbröselt) gezeigt.

grüße, wolfgang

Hallo,

offline’s Vorschlag klingt ganz gut. Da diese Sorte von Scanner aber ein Heidengeld kosten und sich für die meisten von uns für eine einmalige Aktion kaum rentieren, schau doch mal bei
http://www.filmscanner.info/index.html vorbei.
Unter http://www.filmscanner.info/Korrekturverfahren.html habe ich zumindest gestaunt, was so alles möglich ist.

tom

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