Alte eltern

so langsam fängt es ja an Spass mit dir zu machen

Nehmen wir mal folgende Beispiele:

Kind 1 Monat Mutter 40 Jahre du hast recht, es macht keinen Unterschied
Kind 5 Jahre Mutter 45 Jahre du hast noch ein bisschen recht
Kind 10 Jahre Mutter 50 Jahre …

bist du nicht auch der Meinung, dass die Mutter (es könnte natürlich auch der Vater sein) ab einem gewissen Punkt schon rein körperlich nicht mehr ganz mithalten kann ?

Ich bin Vater, Onkel und Patenonkel, Mitte 30ig und fühle mich eigentlich kerngesund aber ich kann nicht immer mithalten wenn es um toben oder fussballspielen etc geht.

Der Vater meiner Frau war Anfang 60ig als Sie zur Welt gekommen ist daher bilde ich mir ein (auch wenn das schon ein Extremfall ist), dieses Thema etwas nachvollziehen zu können.

Das Thema durchschnittliche Lebenserwartung lasse ich hier mal aussen vor.

Anyway, neben den gesundheitlichen Bedenken einer „Risikoschwangerschaft“ denke ich es gibt noch viele viele andere Bedenken und diese kann man weder durchweg mit ja oder nein beantworten. Es ist halt nur meine Meinung zu dem ganzen und ich finde das ab einem gewissen alter es einfach mehr Punkte gibt die dagegen als dafür sprechen.

Wie immer viele Grüsse aus Hamburg
MeToo

Hallo Wolfgang,

jedes Kind, das von den Eltern mit der Liebe und der Kraft zur
Welt gebracht und großgezogen wird, welche die Eltern haben
aufbringen können, hat die Pflicht zur Dankbarkeit gegenüber
den Eltern auch dann, wenn Eltern alt, arm, behindert, häßlich
oder krank sind.

Aber was, wenn Eltern glauben, sie hätten ihre Pflichten gegenüber dem Kind mit Vollendung eines bestimmten Alters des Kindes erfüllt und sich sozusagen dann aus der Verantwortung ziehen (gegenüber dem Kind, aber auch den Enkeln)?

Viele Grüsse,
Deborah

Ich kann ihm nur zustimmen!

jedes Kind, das von den Eltern mit der Liebe und der Kraft zur
Welt gebracht und großgezogen wird, welche die Eltern haben
aufbringen können, hat die Pflicht zur Dankbarkeit gegenüber
den Eltern auch dann, wenn Eltern alt, arm, behindert, häßlich
oder krank sind.

Hallo Leute,

auch ich habe erst einmal geschluckt, als ich diesen Satz gelesen habe. Aber nach dem zweiten oder dritten lesen muß ich ihm voll zustimmen: Wolfgang sagt doch nur, daß man als Kind zur Dankbarkeit verpflichtet ist, wenn die Eltern ihr bestes gegeben haben.
Und dafür hat man in meinen Augen wirklich die PFLICHT zur Dankbarkeit. Ich denke, meine Eltern haben ihr Bestes gegeben, auch wenn es für mich vielleicht nicht immer das Beste war. Aber allein die Tatsache das sie sich aufrichtig darum bemüht haben mich auf einen guten Weg zu schicken macht mich dankbar. Wäre es anders, hätte ich in meinen Augen ein gewaltiges soziales Defizit.
Versteht mich nicht falsch: ich erwarte von meinem Sohn keine „blinde“ Dankbarkeit für so abstrakte Dinge wie „das Leben geschenkt“, aber wenn ich mein Bestes gebe, so erwarte ich dafür auch Anerkennung. Und das kann man auch als Dankbarkeit verstehen. Dazu gehört auf Elternseite natürlich auch Kritikfähigkeit, denn man macht halt nicht alles gut.
Ich denke solch eine Grundhaltung ist es, die Familien zusammenschweißt. Und ich bin froh eine zu haben in der einer für den anderen einsteht. Wenn ich dem anderen aber die Anerkennung (oder Dankbarkeit) für sein Bemühen verweigere, darf ich mich halt nicht wundern wenn er irgendwann nicht sein Bestes gibt!

Viele Grüße
Goosi

Aber was, wenn Eltern glauben, sie hätten ihre Pflichten
gegenüber dem Kind mit Vollendung eines bestimmten Alters des
Kindes erfüllt und sich sozusagen dann aus der Verantwortung
ziehen (gegenüber dem Kind, aber auch den Enkeln)?

Hallo Deborah,

welche Verantwortung haben denn Eltern für ihre Kinder über das Kindesalter hinaus?? Und gar den Enkeln gegenüber?
Auch hier sollte immer das Prinzip der Freiwilligkeit herrschen und vor auch (ohne Aufrechnung) der Gegenseitigkeit, niemand kann immer nur geben, niemand sollte immer nur nehmen. Wer selber nicht gibt, der darf sich nicht beschweren, wenn er auch nichts zurückbekommt. Das gilt für Eltern und (erwachsene)Kinder!

Dankbar mußt Du natürlich nur für Dinge sein, die man Dir gutes getan hat.

Gruß Maid

hallo eva

ich kenne nur ein paar „alte“ eltern. dieses paar kann man zu den jung gebliebenen, aktiven und modernen eltern zaehlen. heutzutage gibt es doch so viele menschen die lange vital und geistig fit bleiben. man altert nicht mehr so schnell wie frueher.
mein eigener vater war 45 als ich auf die welt kam und 50 als meine schwester geboren wurde. er ist aber noch heute mit 75 jahren ein energievoller mann. er ist ein interessanter und geistreicher gespraechspartner mit einer sehr modernen einstellung zum leben.
und wie wir uns in der pupertaet mit ihm verkrachen konnten! :smile:

aber ich denke trotzdem, du hast sicher recht. nicht alle sind so und es kann sicher nachteile geben. aber es gibt auch vorteile: aeltere haben ihr leben und ihre illusionen schon gelebt. sie haben nicht mehr traeume von karriere, geld und ausland, etc. andere dinge werden wichtig und tretten in den vordergrund. man kann sich an den kleinen dingen freuen, menschen, soziale kontakte werden wichtig. man ist weniger egoistisch.
man hat nicht mehr das gefuehl durch das kind etwas zu verpassen.

und natuerlich sind die nachteile der alten eltern die vorteile der jungen. und die vorteile der alten eltern die nachteile der jungen.

alles hat zwei seiten. wann der richtige zeitpunkt im leben fuer kinder ist, ist von familie zu familie verschieden.

gruesschen india

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ich merke schon das wir noch Tage schreiben könnten und nicht
zueinander finden würde :smile: ist auch gut so.

Aber eines zu Schluss noch:

mit den angesprochenen 30 Jahren im Durchschnitt magst du
recht haben, ich kann den spruch bei Frauen schon nicht mehr
hören… Kinder ja ! aber auf keinen Fall vor 30 ! Nur weil
medizinisch heute viel möglich ist muss nicht alles auch
richtig sein. Habe ja auch keinen Silikonbusen… just
kidding.

und warum darf eine frau nicht eine lebensplanung machen und sagen. zuerst ausbildung, ein paar jahre arbeiten, reisen und dann familie gruenden?
was soll daran falsch sein?

india

Viele Grüsse aus Hamburg
der glückliche Familienvater
MeToo

Lebensplanung (off topic)
Hallo India,
duerfen darf eine Frau das schon. Aber man sollte allen Frauen den Gefallen tun und ihnen von der biologischen Wirklichkeit erzaehlen. Wie rapide naemlich die Fruchtbarkeit absinkt, wenn man mal ein paar Jahre hinter sich hat.
Durch meine Arbeit mit Adoptiveltern (zu denen ich auch gehoere, aber ich wusste schon sehr frueh, dass das fuer mich der richtige Weg ist) weiss ich, wieviele Frauen richtig geschockt sind, wenn es eben nicht so einfach nach Planung laeuft. Die biologische Uhr tickt bei Frauen leider viel schneller, als man gemeinhin denkt.
Gruesse, Elke

Hallo Eva,

ich finde diese Beiträge sehr interessant und möchte kurz auch was dazu sagen.

Ich habe sehr junge Eltern, meine Mutter war mit 16 schwanger (das war dann mein Bruderherz) und mit 19 bekam sie mich. Heute ist sie 43, mein Dad wird nächste Woche 49. Mein Bruder wird im August 26 (er heiratet auch an diesem Tag :smile:) ) und ich bin gerade 24 geworden.

Ich habe das als Kind nie wirklich bemerkt, logisch, erst jetzt habe ich mir viele Gedanken zu dem Thema gemacht.

Als ich noch klein war, war es teilweise schwierig, weil aufgrund des jungen Alters meiner Eltern, das Geld natürlich knapp war (meine Mutter mußte ihre Lehre abbrechen, mein Dad war damals schon fest bei der Bundeswehr und noch ein kleiner Wicht). Insofern war es für mich schwierig, z.B. mit meinen Klassenkameraden „mitzuhalten“ hinsichtlich Markenklamotten (gut, das war schon in der Pubertät) und Urlaub, den wir immer irgendwo in Deutschland verbracht haben.

Ich denke auch, dass aufgrund dessen, dass meine Eltern ihre jugend nicht so richtig ausleben konnten, vieles in unserem Elternhaus nicht wirklich ausgesprochen wurde - gerade hinsichtlich Aufklärung und so weiter.

Im Nachhinein finde ich, dass ich mit meinen Eltern das große Los gezogen habe. Das heißt, Korrektur, ich habe meine Eltern immer schon heiß und innig geliebt, aber richtig bewußt, wie klasse die beiden eigentlich wirklich sind, wurde mir das erst in den letzten Jahren.

Ich habe z.B. vor zwei Jahren das erste mal Italien gesehen, während meine früheren Klassenkameraden immerschon nach Italien in Urlaub gefahren sind. Ich denke, ich habe jetzt dadurch den Vorteil, das Land bewußt kennenzulernen, nicht nach dem Motto „wir fahren zwei wochen ans mehr zum planschen“ sondern einfach, dass ich das Land mit seinem Flair und seinen Eigenheiten jetzt bewußt kennenlernen kann. Ebenso hat mir z.B. die Tatsache, dass wir als Kinder eben keine markenklamotten hatten, sehr geholfen, relativ früh zu meinem eigenem Stil zu stehen.

Und meine Eltern haben jetzt, so schwer es in jungen Jahren auch gewesen sein mag, das schönste Leben! :smile: Beide arbeiten noch Vollzeit, fahren aber wann immer sie wollen gemeinsam in Urlaub, tanzen Latein, Standard und bayrische Volkstänze, auch auf Turnieren, haben nen großen Freundeskreis und zwei mehr oder weniger „erwachsene“ Kinder; wie gesagt, mein Bruder gründet demnächst eine eigene Familie und ich bastle an meiner Karriere. :smile:)

Sie unterstützen uns beide voll (ich ziehe zum beispiel gerade um und wüßte nicht, wie ich das ohne meine eltern schaffen würde), sie sind superstolz auf uns beide und wir auf sie.

Auch wenn mir jetzt bewußt wird, das schön langsam die Zeit kommen wird, dass nicht mehr meine Eltern uns unterstützen, sondern wir ihnen Kraft und Hilfe geben dürfen, darauf freue ich mich und ich hoffe, dass ich die beiden so unterstützen kann, wie sie mich und meinen Bruder unterstützt haben und immer noch unterstützen.

In diesem Sinne,
viele Grüße
alexa

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