Hallo, Gemeinde.
Ein älterer, erfahrener Oldtimertreiber hatte sich vor einigen Jahren von mir beim Aufbau einer BSA von vor 1940 helfen lassen. Schönes Teil ists und läuft prima so weit.
Nun hat er in einem Anfall geistiger Umnachtung seinen Enkel darauf reiten lassen, und der ist wohl wie ein Geschwitzter über den Bordstein gefegt damit. Opa stand jedenfalls, eine Vorderradfelge in der Hand, verzwei- bis dreifelt vor mir …
Das Ding ist eine lackierte Stahlfelge, wie gesagt, von Anno Tobak. Vier Speichen mindestens sagen beim Anschlagen nur noch Bff statt Pling, sind aber noch gerade. Das ließe sich, denke ich, noch rausspannen. Dummerweise hat die Felge aber > 5 mm Höhenschlag (genauer kann ich’s sagen, wenn ich mit der Messuhr dran war), und Seitenschlag ist auch drin. Also keine Acht, sondern mindestens eine Sechzehn.
Normalerweise würde ich sagen, dem Enkel eine Krawatte draus drehen und beides wegschmeißen. Nur ist dat Ding, wie gesagt, von Anno Tobak und noch dazu garantiert in Soundsovielstel Zoll. Opa hat nix auf der Naht, der Enkel auch nicht, also zu Mondpreisen Ersatz beschaffen ist derzeit nicht drin. Bliebe also, aus dem Vollen nachbauen (wäre mit Sicherheit noch billiger als auf dem Oldtimermarkt besorgen) oder irgendwie wieder hinfriemeln. Letzteres wäre für Opas Kasse natürlich das Beste.
Hapüh. Jetzt die Frage: Kann man mit Wärne und Druck die Felge wenigstens so weit rund kriegen, dass das Motorrad wieder geradeaus läuft und nicht hüpft? Und zwar ohne Bruchgefahr? Und wie müsste man das anstellen? Opa fährt damit noch täglich; verdient sich was zu seiner schmalen Rente dazu - einigermaßen sicher sollte die Angelegenheit also werden.
Besten Dank für alle Tips im Voraus.
Gruß Eillicht zu Vensre