Hallo,
Allerdings befürchte ich, dass wenn ich einen Speicher nehme,
fast die gleiche Energie verbrauchen werden.
Verluste beim Speicher gibt es natürlich, aber ich denke, die sind
erträglich.
Der Vorteil ist eine rel. stabile Temp. völlig unabhängig von der
Entnahme, was auch die Nutzung von Thermostaten an den Entnahmestellen
sehr unterstützt.
Ich habe bei mir nur Thermostate und möchte die auch nicht mehr missen,
weil man sich das ewige Einregeln der Temperatur spart (was natürlich
vor allem bei Duschen sehr komfortabel ist, aber auch sonst beim
Händewaschen usw. und evtl auch wieder etwas Wasser spart, weil nicht
ewig am Hahn gefummelt werden muß).
Auch bei kleinen Kindern ist es ein guter Schutz vor verbrühen.
Wieviel Liter speicher sollte ich nehmen ohne Wartezeiten
zwischen dem Duschen ?
Kommt natürlich auf die Verbrauchsgewohnheiten an aber normal sind
120Liter allemal genug. Mit einem Boiler kann man dann auch eine
Spardusche verwenden, weil eben die Temp. unabhängig von dem
Durschatz stabil ist. Da reichen auch ca. 6-8 Liter/min aus um
komfortabel zu duschen. Allein dadurch kann man Wasser und Energie
sparen.
Mit einem vollen 120l-Boiler, der auf ca. 60°C aufgeheizt ist, kann
man ja über 200 Liter Duschwasser bei ca. 37°C zusammen mischen.
Um das aufzubrauchen, mußt du Kampfduscher in der Pubertät bei
dir zu Hause halten, dann bist du aber darüber glücklich, dass es
bei 120l eher ein Ende nimmt, wenn das Wasser langsam kalt wird.
Mein 120Liter-Boiler ist auch innerhalb von ca. 45min wieder aufgeheizt,
und das obwohl ich nur einen 11kW-Brenner habe.
Das ist dann auch ein weiterer Vorteil des Boilers, man muß den Brenner
nicht wegen Warmwasser überdimensionieren. Zum Heizen einer Wohnung
mit einigermaßen vernüftiger Wärmedämmung sollten ca. 10-12kW auch
für den Worst-Case-Fall reichen.
Oft ust es auch so, dass für erhöhte Anschlussleistung über 20kW oder
lokal auch unterschiedlich evtl. schon ab 16kW eine erhöhte Grundgebühr
gibt.
In den extrem kältesten Monaten mit Frost bis unter -20°C habe ich
knapp 250m³ Gasverbrauch, was etwa 2500kWh entspricht.
Das wäre also eine Dauerlast von ca. 3,5kW für ganze EFH mit ca. 120m².
Im Durchschnitt sind es aber unter 200m³ in den kalten Wintermonaten,
wobei da ca. 40m³ fürs Warmwasser anzurechnen sind.
Du siehst, auch mein 11kW-Brenner ruht sich dir meiste Zeit aus oder
dümmpelt im unteren Lastbereich herum. Habe aber natürlich ein
Niedrigenegiehaus. Überlege also, welche Brennergröße tatsächlich
nötig und sinnvoll ist. Handwerker woööen immer mit 300% Sicherheits-
zuschlag arbeiten und schwatzen Dir einen 30kW-Brenner auf, wenn
12-15kW auch schon sehr reichlich sind.
Im Sommer stelle ich den Brenner nur einmal am Nachmittag ne Weile an,
um warmes Wasser zu haben. Das Spart auch Strom bei der Steuerung.
Würde ich Energie sparen ?
Über eines mußt du dir natürlich klar sein. Das Haus braucht bei
gleichem Wohnkomfort weiterhin die gleiche Energiemenge.
Einiges (bis 10-12%) kannst du gegenüber der alten Technik durch
Einsatz der modernen Brennwerttechnik sparen.
Auch die Regelung macht evtl. einige aus. Da besteht aber auch die
Gefahr, dass keiner weiß, wie die moderne komplexen Regelung richtig
zu parametrieren ist, was evtl. auch wieder Mehrverbrauch verursachen
kann. Im Rahmen der Neuanschaffung kann man auch gleich noch über
einen exakten hydraulischen Abgleich und evtl. moderne Einzelraumregelung
Gedanken machen.
Ich habe mir seit einem Jahr eine Nachtabsenkung selbst
gebaut.Die fuktioniert simpel und sehr gut.
Ja, das ist mit einer Zeitschaltuhr ja eigentlich trivial.
Eine neue Regelung bringt solchen Komfort natürlich mit.
Gruß Uwi