Immer wieder sehe ich alte etwa hundert oder mehr jährige Gasometer (die meist großen runden Backsteingebäude mit Fenstern rundherum). An manchen ist eine große analoge Anzeige über den Innendruck an den Außenwänden.
Wie waren die Gasometer damals aufgebaut? Muß ich mir eine Art riesige Glocke im inneren des Gebäudes vorstellen?
Eigentlich keine Backsteingebäude!! Das waren Trinkwasserspeicher. Diese stehen meistens noch und man hat den Trinkwassertank ausgebaut und Büros eingebaut.
Gasometer waren zwei ineinander geschobene Stahlbehälter. Wie ein großes Bierglas über ein kleineres. Beide mit den Öffnungen zueinander. Mit Koks wurde Stadtgas erzeugt, in den Doppeltank geleitet und die obere Hälfte stieg mit steigendem Gasvolumen nach oben.
Diese Gasometer findest Du aber kaum, wenn, dann nur in Industriemuseen. Die Städte haben sie gleich nach Anschluß an Erdgas verschrottet.
Gruß max
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Diese Gasometer findest Du aber kaum, wenn, dann nur in
Industriemuseen. Die Städte haben sie gleich nach Anschluß an
Erdgas verschrottet.
Nicht unbedingt. In Wien stehen noch einige und wurden zu Wohnungen und Büros umgebaut.
Ob die Dinger aus Backstein bestehen habe ich in der Eile nicht gefunden, aber „gewöhnliche“ Stahlbehälter sind sie definitiv auch nicht.
Ob die Dinger aus Backstein bestehen habe ich in der Eile
nicht gefunden, aber „gewöhnliche“ Stahlbehälter sind sie
definitiv auch nicht.
Hallo Edith!
Wenn Backstein, dann nur als Sichtblende fürs Auge.
Da hast Du natürlich recht. Als Gasbehälter ohne entsprechendes Innenleben, wären diese Gebäude mit Fenster usw. denkbar ungeeignet gewesen *g*
Die Gasbehälter selbst sind aus Stahl und zweigeteilt, da sie
sich ausdehnen müßen.
Ich habe mich da leider falsch ausgedrückt, eigentlich wollte ich darauf hinaus, daß es sich bei den Gebäuden nicht zwangsläufig um Wasserspeicher gehandelt haben muß. War eindeutig noch zu früh am Morgen.
Hallo,
das mit dem Abriß kann im Westen ja so gewesen sein, aber
hier im Osten gib’s die Dinger noch des öfteren, z.B. auch
Dresden hat noch ein Gasometer (zumindest die Außenfassaden).
Meist sind die wohl nun unter Denkmalschutz gestellt,
womit die Kommunen meist ein Problem haben, eine vernüftige
Nutzung bzw. Investoren dafür zu finden um es zu sanieren.
Ansonsten sind diese Gebäude natürlich recht eindrucksvoll,
sehen von außen ähnlich wie ein Kolloseum aus.
Gruß Uwi
Diese Gasometer findest Du aber kaum, wenn, dann nur in
Industriemuseen. Die Städte haben sie gleich nach Anschluß an
Erdgas verschrottet.
du meinst sicherlich das Erlweingasometer mit den zwei Nebengebäuden.
Dazu hatte mein Bekannter ein Projekt entwickelt um daraus ein Musical zu machen. Habe die Unterlagen sogar noch. War im Prinzip fertig und es wurden schon 30 Mio in den Sand gesetzt. Aber wenn sich Besitzer, Betreiber und Baugesellaschaft nicht einigen können…