Hallo,
ich habe vor einer Woche eine 12 Wochen alte Katze bei mir aufgenommen und habe jetzt zwei Katzen. Die andere ist ca. 8-9 Jahre alt (diese ist ein Findling sozusagen und ich habe Sie mit 7 Jahren von Freunden übernommen). Die ältere Katze ist sehr gesprächig und ich habe jetzt gehört, das das ein Zeichen dafür sei, das Sie „nicht ganz“ erwachsen geworden ist. Eigentlich habe ich mit der zweiten Katze extra eine junge ausgewählt, damit die ältere keine Probleme hat ihr Revier und ihre Stellung gegenüber der neuen zu behaupten. Das sieht im Moment aber eher anders aus. Die kleine jagt die Große durch die Wohnung und die quittiert das eher mit Miauen als mit Fauchen oder Konfrontation. Habe auch gehört das ich der Großen sozusagen helfen muß ihren Platz zu behaupten. Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das machen kann?
Grüße,
Swen
Hallo Swen,
eine Woche ist keine Zeit für eine Zusammenführung. Gib den beiden etwas mehr Zeit. Sie klären das schon untereinander, und es wird schon kein „Mord & Totschlag“ geben. Achte aber darauf, dass Deine ältere Katze ihre Rückzugsmöglichkeiten und Ruhepole findet (die Kleinen können soooo nerven!
)), beim Füttern nicht zu kurz kommt (eventuell vorerst getrennt füttern), und stelle (falls es sich um Wohnungskatzen handelt) ein zweites Katzenklo auf.
Alles andere wie immer bei Zusammenführungen:
1.) Niemanden bevorzugen, aber beiden Rückhalt geben,
2.) viele Leckerlies parallel für beide,
3.) und viel Geduld - das wird sich legen!
Lach, ich hoffe, ich beherzige alles selbst, wenn mein „Krümel“ am Sonntag zu uns kommt! 
Viel Glück
Susan
PS: Ich habe mal gehört, dass „kommunikationsstarke“ Katzen sehr vermenschlicht seien - sprich sich an den Menschen angepasst haben…???
Hallo,
nicht jede erwachsene Katze findet es toll, ein wildes Jungtier vor die Nase gesetzt zu bekommen. Wenn Dein Altkater ein Wohnungskater ist, hat er ja vermutlich auch länger keine anderen Katzen mehr gesehen und ist nicht so begeistert.
Die Vergesellschaftung geht im besten Falle so vor sich, dass man die Neukatze erstmal getrennt in einem separaten Raum hält und die beiden dann nach und nach, erst per Geruch und später per Sichtkontakt, aneinander gewöhnt. Direkt zusammen lassen geht in vielen Fällen daneben.
Du kannst die „Rangfolge“ nicht beeinflussen; wenn es sich zeigt, dass der Neue dem Alten überlegen ist, dann ist das so. Aus diesem Grund ist es immer sinnvoll, den Katzenpartner so zu wählen, dass er vom Temperament her ähnlich ist und körperlich weder stark unterlgen noch stark überlegen. Aber die Katze ist ja schon in den Brunnen gefallen und die Situation wie Du sie beschreibst ist weniger bedenklich, als wenn der Altkater dem Welpen ständig eins überbraten würde.
Ich würde jetzt so weiter machen:
- Altkater sollte besonders bevorzugt werden, Neukater muss aber durch Spiel ausgelastet werden
- Geruchsaustausch (Altkater und Neukater mit derselben alten Socke über der Hand streicheln, besonders seitlich am Kopf und auch mal unter dem Schwanz vorbei wischen)
- Unterstützung durch Pheromone (Feliway, Felifriend, gibt es beim Tierarzt oder im Netz)
- getrennt füttern, damit es da keine Rivalitäten gibt
- ausreichend Katzenklos: 2, besser 3
Einige Tage bis Wochen Gefauche und Geknurre gibt es eigentlich fast immer bei Vergesellschaftungen. Katzen, besonders Wohnungskatzen, sind sehr unflexibel was Veränderungen in ihrem Revier angeht. So lange keiner ernsthaft verletzt wird und jeder ungestört fressen und aufs Katzenklo gehen kann.
Gruß,
Myriam
Hi,
PS: Ich habe mal gehört, dass „kommunikationsstarke“ Katzen
sehr vermenschlicht seien - sprich sich an den Menschen
angepasst haben…???
leider grad ohne Quelle, aber ich habe auch gelesen, dass die Laute, die solche Katzen (einer meiner ist so einer) von sich geben, speziell auf den Menschen ausgerichtet sind, weil die Katzen mit der Zeit gelernt haben, sich bemerkbar zu machen und der Mensch „richtig“ reagiert hat. Da kann sich wohl eine richtige Mensch-Katze-Sprache entwickeln. Und dass andere Katzen mit den Lautäußerungen überhaupt nichts anfangen können.
Bei meinen kann ich das auch so beobachten - mein „sprechender“ Kater ist sehr auf mich fixiert. Mit seinem Kumpel „unterhält“ er sich über Gebärden, also Drohgebärden oder Köpfchen hinhalten etc. Wenn er von mir was will wird aber viel „geredet“. Auch der andere gibt vorwiegend Laute von sich, wenn er von mir was will, aber nicht so ausgeprägt.
Gruß
Cess
netter Link 
Eben bekommen:
http://www.youtube.com/watch?v=z3U0udLH974
Soviel zu quatschenden Katzen. 
Hi,
Ich habe auch so einen mitteilungsfreudigen Kater. Ich habe schon einige Katzengehabt, aber so einen habe ich noch nie erlebt. Er schreit wirklich bei allem was er tut.Wenn er von draußen reinkommt schreit er, wenn er Hunger hat schreit er und immer wenn er irgentwas will. Manchmal miaut er auch, wenn gar nichts ist. Krank ist er aber nicht.
Manchmal nervt das schon ganz schön, wenn er nachts vor meiner Terassentür steht und so lange schreit bis ich ihn reinlasse.
Voran kann das wohl liegen ?
Hi,
Manchmal nervt das schon ganz schön, wenn er nachts vor meiner
Terassentür steht und so lange schreit bis ich ihn reinlasse.
Voran kann das wohl liegen ?
wie ich schon vorher sagte: Katzen lernen, was sie weiterbringt. Er hat geschnallt, dass du irgendwann die Tür aufmachst, wenn er nur genug nervt. Solange das klappt, macht er weiter.
Meine versuchen das auch in gewissen Abständen - man muss, so schwer es fällt, hart bleiben, im Zweifelsfall Oropax in die Ohren. Ich mach die Türen nie auf, wenn geheult wird, sonst hört das nie auf. Meistens klappt es ganz gut, bis sie es nach einer Zeit wieder versuchen. 
Katzen sind halt nicht blöd, die wissen, wie sie sich ihren Dosenöffner erziehen können.
Gruß
Cess