Hallo
hoffe, bin hier richtig.
Habe eine alte Kommode von meiner Oma, Schubladen, Seitenteile alles ok.
Aber die Holzplatte oben: hier sind Risse drin und irgendwas bröckelt ab, sieht so aus wie Furnier???
Wie kann ich so was bearbeiten? Abschleifen und neu lasieren, lackieren?
Dankbar für jeden Tipp.
Gruß
Hallo Irene,
Wie kann ich so was bearbeiten? Abschleifen und neu lasieren,
lackieren?
wenn wirklich das Funier abgeht, wird das mit dem Abschleifen alleine nichts.
Denn wenn Du das Funier abschleifst, wird es wohl zumindestens teilweise so weit abgeschliffen, daß das Trägermaterial durchkommt.
Wenn Du es vernünftig haben willst, wirst Du wohl nicht um eine vernünftige Lösung herumkommen, die da ist, das Funier abschleifen zu lassen und neu zu funieren.
Da Du aber eher keine Funierpresse Dein Eigen nennst, wirst Du das von einem Schreiner machen lassen müssen.
Gandalf
teilweise so weit abgeschliffen, daß das Trägermaterial
durchkommt.
Hallo,
danke erstmal für deine Antwort.
Das Trägermaterial ist ja Holz, Wurzelholz und ich nehme an, was da abblättert ist das Furnier.
Aber du meinst: Fachmann überlassen?!
Gruß
Liebe Irene,
Gandalf hat Dir schon das Wesentliche gesagt. Er ist sehr erfahren und hat stets den richtigen Weg parat.
Bitte „lasiere“ und lackiere auch nicht wild herum. Du verhinderst sonst evt. dass das Möbel einmal nicht mehr nur persönlich wertvoll ist.
(siehe auch: http://www.tischler-ole-welzel.de/Stilkunde/Der%20Re…)
Erstaunt bin ich aber darüber:
Das Trägermaterial ist ja Holz, Wurzelholz und ich nehme an,
Das glaube ich nicht!!! Es widerspricht jeglicher Erfahrung.
Bitte schicke mir Fotos: Eine Gesamtansicht über Eck und scharfe Detailaufnahmen. Vielleicht fällt uns ja noch etwas ein.
Vielleicht gelingt es uns so, das ungefährer Alter und die tatsächlich verwendeten Materialien heraussfinden.
Herzlichst
tischler-ole-welzel
Bitte schicke mir Fotos: Eine Gesamtansicht über Eck und
scharfe Detailaufnahmen. Vielleicht fällt uns ja noch etwas
ein.
Vielleicht gelingt es uns so, das ungefährer Alter und die
tatsächlich verwendeten Materialien heraussfinden.
Herzlichst
tischler-ole-welzel
Hallo,
nun verunsicherst du mich aber - werde mal ein paar Fotos machen, wird aber morgen werden. Danke.
Gruß
Hallo Irene,
Wie kann ich so was bearbeiten? Abschleifen und neu lasieren,
lackieren?
würde ich erst einmal nicht - was weg ist ist weg.
wenn wirklich das Funier abgeht, wird das mit dem Abschleifen
alleine nichts.
Denn wenn Du das Funier abschleifst, wird es wohl zumindestens
teilweise so weit abgeschliffen, daß das Trägermaterial
durchkommt.
da ist es schon zu spät. Furniere können mit Weißleim meist nachgeleimt werden.
Die heutigen Weißleime (Uhu coll, Ponal oder ähnliche) können unter das Furnier gebracht (Spritze oder mittels eines dünnen Hölzchens) und mit einem Bügeleisen (Einstellung Seide) schneller zum abbinden gebracht werden.Du wirst ja wohl keine Schreinerwerkstatt zur Verfügung haben. Evtl. kannst du mal an einer Furnierablösung zu erst mal ohne Leim testen ob es auch vieleicht nur mit Hitze funktioniert - die alten Schreiner hatten ja noch keinen Ponal. Die mussten sich mit Haut- und Knochenleimen herumärgern. Vorteil: diese Leime können duch Hitze wieder aktiviert werden.
Wenn Du es vernünftig haben willst, wirst Du wohl nicht um
eine vernünftige Lösung herumkommen, die da ist, das Funier
abschleifen zu lassen und neu zu funieren.
geht nicht am zusammen gebauten Möbel. Die Furnierpresse öffnet meist ca. 30 - 60 cm. Damit furniert man nur flache Bretter.
Da Du aber eher keine Funierpresse Dein Eigen nennst, wirst Du
das von einem Schreiner machen lassen müssen.
die werden dir leider was husten - und dich entweder an einen Restaurator verweisen oder dir zumindest einen „Schuh“ empfehlen.
Gemeint ist damit eine zusätzliche Platte mit nach unten überstehenden (für den „Schuh“ und zusätzlich deine eigentliche Kommodenplatte) Anleimern (ca. 5 - 10 mm stark) die über deine Kommodenplatte gelegt wird. Hat auch noch den Vorteil dass du am bisherigen Zustand nichts verschlimmbessern kannst und auch noch viel Mühe (ca. 10 - 20 Std. je nach Zustand der Kommode, Werkzeug, Können …) sparst.
Martin