Alte Treppe - Lack oder Öl?

Hi und hallo,

nachdem die Treppe - Trittstufen Eiche, Stellstufen Fichte, Geländerstreben Buche und Handlauf wahrscheinlich Fichte…ja das Haus ist 200 Jahre alt…von Lack,Farbe und Dreck befreit ist stellt sich die Frage : Lack oder Öl?

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht - welche Hersteller könnt ihr empfehlen?
In die Mitte der Treppe kommt auf jeden Fall wieder ein schmaler Teppich - der Rest der Trittstufe wird aber sichtbar sein.

Schon mal Danke sagt
Susanne

Servus Susanne,

als ich 1983 in einem Haus ähnlichen Alters vor dieser Frage stand, gabs Bodenlack in insgesamt zwei Farbtönen: In Mittelgrau und in einem stumpfen Braunrot.

Soviel ich weiß, war das die vorhergegangenen hundert Jahre nicht anders. Insofern täte ich hier aus Respekt vor der Geschichte der Treppe nichts anderes nehmen.

Hersteller ist meines Wissens Glasurit.

Schöne Grüße

MM

hi,

farbigen Lack möchte ich eigentlich nicht mehr verwenden. Das Holz sieht jetzt sehr schön aus…ich fände es besser wenn man die Struktur sieht…

viele Grüße
Susanne

farbigen Lack möchte ich eigentlich nicht mehr verwenden. Das
Holz sieht jetzt sehr schön aus…ich fände es besser wenn man
die Struktur sieht…

Hi Susanne,
finde ich sehr sehr gut, mir gings schon schlecht als ich in deinem Posting das Wort „Teppich“ las, farbiger Lack ist ja noch paar Ticks schlimmer :frowning:
Ich persönlich würde die Treppe ölen andrerseits ist mir schon klar dass Lack resistenter gegen Beanspruchung ist.
Gruß
Reinhard

Servus,

ja, schöner mag das sein - halt nicht authentisch.

In diesem Fall ist eine leckere Lösung für eine Treppe der Bootslack „Le Tonkinois“, der kann alles ab und ist betreffend Lösungsmittel etc. in Innenräumen vollkommen harmlos.

Problem: Der Stoff ist eine sehr altmodische Angelegenheit, man kann die Treppe eine Weile nicht benutzen, weil wenigstens vier Schichten, besser sechs (jeweils zwischen den Anstrichen trocken) aufgebracht werden sollten.

Le Tonkinois wird unter Lichteinfluss mit der Zeit ein wenig gelblich, aber die Holzstruktur bleibt sichtbar.

Schöne Grüße

MM

Hi Sue,

Lack oder Öl?

Wir haben die Dielen unseres ca. 100 Jahr alten Hauses abgeschliffen und mit Hartöl eingelassen.
Wie es geht, hab ich in FAQ:1351 beschrieben.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht - welche Hersteller könnt
ihr empfehlen?

Nach mittlerweile 10 Jahren ist das Ergebniss immer noch mehr als ansehlich und ich würde es immer wieder so machen.
Hersteller ist z.B. Osmo, Auro und sicher auch andere Hersteller.
Wir haben sowohl Osmo als auch Auro verwendet und beide waren problemlos zu verarbeiten.

Gandalf

In unserer Firma werden Trittstufen, soltlen sie natura bleiben, lasiert und mit einer beanspruchbaren Versiegelung in 2 - 3 Schichten abgeschlossen. Bisher gab es damit keine Schwirigkeiten (ausser Katzen die die Trockungszeit nicht einhalten).

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Hallo Fragesteller und Antwortgeber,
das Mittel meiner Wahl wäre ein farbloser, PU-verstärkter Acryllack (wasserverdünnbar).
Durch die PU-Verstärkung ist dieses Material wesentlich strapazierfähiger als ein normaler Kunstharzlack. Da er aber wasserverdünnbar ist, trocknet er sehr schnell und riecht überhaupt nicht. 3 Anstriche werden empfohlen seitens des Hersteller, mehr würde ich auch nicht machen.
Und aufgrund der kurzen Trocknungszeit ist die Treppe auch schnell wieder begehbar.
Kann man die Nutzung der Treppe nicht ausschließen, empfiehlt sich, im Wechsel jede 2. Stufe zu streichen, so kann man trotzdem die oberen Räume nutzen, ohne den Anstrich zu beschädigen.
Und PU-verstärkte Acryllacke sind uv-beständig und vergilben nicht.
MfG M.P.

Vielen Dank (:smile:)
Danke an alle „Antworter“ ~s~

Susanne

Rückfrage
Hallo,

Und PU-verstärkte Acryllacke sind uv-beständig und vergilben
nicht.

Stimmt das wirklich? PU ist grad der Grund für das Vergilben. Kann man auch sehen, wenn man PU-Bauschaum mal betrachtete. Dem kann man beim Vergilben zuschauen. Kann sein, dass PU den Acryllack gegen Abnutzung verstärkt, aber bist Du bzgl. Vergilben sicher?
Gruß
loderunner

Hallo Loderunner,
dieser Acryllack ist auf der Basis Reinacrylat hergestellt. PU ist nur als Zusatzstoff enthalten. Diese Klarlacke sollten nur im Innenbereich eingesetzt werden. Die leichte Farbveränderung zwischen gestrichenem Holz und unbehandeltem Holz kommt durch den Lack, das hat nichts mit Vergilbung zu tun.
Lt. Herstelleraussagen gibt es keine absolute Vergilbungsfreiheit, aber im Vergleich zwischen Kunstharzlacken und Acryllacken (auch den PU-verstärkten) schneiden die Acryllacke wesentlich besser ab, d. h. der optische Alterungsprozess verläuft wesentlich langsamer.

Habe das Problem vor 5 Jahren in meiner alten Wohnung auch gehabt: Neue Dielung war mit Kunstharz-Klarlack gestrichen, nach nur 2 Jahren war der Bereich, der mit Teppich belegt war,
jungfräulich, der Rest komplett vergilbt.

Insofern ist Dein Hinweis nicht ganz unberechtigt. Aber mir ist keine Herstelleraussage bekannt, dass für das Vergilben PU
verantwortlich ist.
MfG M.P.

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Danke, alles klar! (owt)
-nix-