Hallo Karl,
Ich habe seit mehreren Jahren unzählige Tulpen in meinem
Garten.
wir den ersten gepflanzten Satz seit 30 Jahren.
Sie haben bis letztes Jahr auch schön geblüht, nur in
diesem Jahr gab es bei vielen nur mehr Blätter und keine
Blüten mehr.
Eine Tulpenzwiebel blüht solange, bis sich die Mutterzwiebel in Töchter teilt. Diese brauchen in der Regel 2-5 Jahre, bis sie ihrerseits blühen. Die „alte“ Mutterzwiebel verrottet in dieser Zeit. Das schafft in aller Regel Platz, dass die 2. Generation blühen kann. Dieser Kreislauf geht immer weiter - sofern nicht Wühlmäuse dazwischen kommen
Sie sind schon rel.tief eingewachsen, und nun habe
ich sie aus der Erde geholt.
ups. Alle Zwiebelblüher sollten erst aus der Erde genommen werden, wenn das Laub mindestens gelb ist. Grünes Laub heißt: Lieber Blumenfreund ich sammle gerade fleißig Nährstoffe, die ich in meine Zwiebel einlagere, damit ich nach der nächsten Trockenperiode prächtig blühen kann.
(Ich gebe zu, ich habe das auch schon gemacht, aber die betroffenen Tulpen oder Narcissen, Hyazinthen immer sofort wieder eingepflanzt)
Meine Frage: Blühen diese Knollen wieder, wenn ich sie wie
früher knapp unter der Erdoberfläche einpflanze,
knapp unter der Erdoberfläche geht eigentlih nie. Faustregel ist: mindestens 3x so tief, wie die Zwiebel dick ist. Dass sich die Tulpenzwiebeln tiefer versenkt haben, war schon mal ein guter Hinweis für Dich. Denn obgleich die Damen Frost abkönnen, ist komplett durchfrieren bei Zwiebeln nicht sehr beliebt.
oder sind sie
schon zu alt?
je nun! Tulpenzwiebel ist nicht gleich Tulpenzwiebel. Es kommt darauf an, wie gut das Ausgangsmaterial gezüchtet war. Die von mir erwähnten, seit 30 Jahren brav in unserem Garten blühenden Tulpen sind die hier:
http://bulbsfromholland.eu/803004-1015-thickbox/gudo…
ich habe es aber genauso erlebt, dass welche nur 2 Jahre ausgehalten haben, wobei im 2. Jahr die Hälfte auch schon nicht mehr blühen wollte.
Generell darf man leider nicht vergessen, dass die Erzeugerbetriebe Tulpenzwiebeln vor dem Verkauf im Säckchen gerne sehr, sehr kräftig düngen. Mit der Folge, dass die Pflanzen in Saison1 im Hausgarten regelrecht explodieren und danach immer weniger werden.
Letzter Punkt: Es kommt stark auf den Boden an. Wir haben schweren Boden mit gut Staunässe im Winter und in schlechten Sommern. Folglich „wohnt“ alles, das jenes nicht so mag - alle Zwiebelblüher - auf der steilen Hausterrasse. Die aus nicht komplett aus dem lehmhaltigen Mutterboden von hinter dem Haus besteht.
viele grüße
Geli