Alten Dachboden dämmen

Hallo,
ich strebe an anfang nächster Woche den Dachboden meiner Eltern zu isolieren, da dieser bis auf dünne Rigipsähnliche Platten KEINE Dämmung hat.

Das Haus ist allerdings von 1914 und der Dachstuhl entsprechend alt und aus Holzbalken. Die oberste Etage ist eine Ferienwohnung und somit im Winter nicht immer beheizt.

Der Dachboden selber wird nicht genutzt und das wird sich in Zukunft auch nicht ändern. Deswegen wollten wir nur die Bodenfläche statt der Seiten isolieren. Dabei haben wir nur Angst durch falsches isolieren den Dachstuhl zu ruinieren (Schimmel oder sonst was).

Fragen von mir als Komplettlaien wären nun:

  1. Ist es binnen von 2 Tagen möglich die Bahnen aus dem Baumarkt zu besorgen und zu verlegen?

  2. Wie man hier sieht:
    http://img412.imageshack.us/img412/9205/dachboden.jpg

Sind an den Seiten noch rechte Winkel, die schwerer zugänglich sind. Macht es Thermodynamisch Sinn diese nicht mit zu isolieren? Oder geht die ganze Wärme dann an der Seite raus und alles war umsonst?

  1. Falls die Seiten gemacht werden müssen ist es wichtig, dass keine Zwischenräume zwischen den Bahnen sind? Oder können wir einfach in rechte Winkel gebrachte Bahnen in die Seiten runterlassen?

  2. Welches Material empfiehlt sich? Ist es preislich ok das im Baumarkt zu besorgen oder gibt es da spezielle Tipps?

  3. Hab ich was wichtiges vergessen?

Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr mir etwas helfen mögt.
Das alles in professionelle Hände zu geben kostet wieder nen Haufen Geld und das würde ich gerne vermeiden, wenn es irgendwie geht :smile:

Liebe Grüße,
Elessar

Hallo Elessar,

nichts für ungut. Aber überlege doch mal, ob es nicht mehr Sinn macht erst mal ein Buch über die Dämmung eines Dachgeschosses zu lesen und dann später und in Ruhe anzufangen. Ohne Beschäftigung mit dem Thema geht viel schief. Aber gut …

Hallo,
ich strebe an anfang nächster Woche den Dachboden meiner
Eltern zu isolieren, da dieser bis auf dünne Rigipsähnliche
Platten KEINE Dämmung hat.

Das Haus ist allerdings von 1914 und der Dachstuhl
entsprechend alt und aus Holzbalken. Die oberste Etage ist
eine Ferienwohnung und somit im Winter nicht immer beheizt.

Der Dachboden selber wird nicht genutzt und das wird sich in
Zukunft auch nicht ändern. Deswegen wollten wir nur die
Bodenfläche statt der Seiten isolieren. Dabei haben wir nur
Angst durch falsches isolieren den Dachstuhl zu ruinieren
(Schimmel oder sonst was).

Fragen von mir als Komplettlaien wären nun:

  1. Ist es binnen von 2 Tagen möglich die Bahnen aus dem
    Baumarkt zu besorgen und zu verlegen?

Woher soll ich das wissen?

  1. Wie man hier sieht:
    http://img412.imageshack.us/img412/9205/dachboden.jpg

Sind an den Seiten noch rechte Winkel, die schwerer zugänglich
sind. Macht es Thermodynamisch Sinn diese nicht mit zu
isolieren? Oder geht die ganze Wärme dann an der Seite raus
und alles war umsonst?

Auf jeden Fall isolieren. Sonst kann Schwitzwasser sich dran niederschlagen.

  1. Falls die Seiten gemacht werden müssen ist es wichtig, dass
    keine Zwischenräume zwischen den Bahnen sind? Oder können wir
    einfach in rechte Winkel gebrachte Bahnen in die Seiten
    runterlassen?

Verstehe diese Fragen nicht. Falls diese Winkel schlecht zugänglich sind könnte mit einer Schüttung (Perlite) aufgefüllt werden. Geht einfach.

  1. Welches Material empfiehlt sich? Ist es preislich ok das im
    Baumarkt zu besorgen oder gibt es da spezielle Tipps?

Siehe ganz oben - lesen. Styropor, Styrodur, wenn begehbar sein muss.

  1. Hab ich was wichtiges vergessen?

Ja, Dampfsperre, dauerhafte Lüftung des Dachbodens vorhanden? z. B. Öffnungen im Giebelbereich zur Luftzirkulation? Ist sichergestellt, dass aus der Wohnung keine warme Luft in den Dachboden gelangen kann? Kann dort auskondensieren.

Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr mir etwas helfen mögt.
Das alles in professionelle Hände zu geben kostet wieder nen
Haufen Geld und das würde ich gerne vermeiden, wenn es
irgendwie geht :smile:

Liebe Grüße,
Elessar

Hallo,
bitte nur mineralische Dämmstoffe wie Isover oder Rockwoll verwenden.Diese sind atmungsaktiv und sind problemlos zuzuschneiden und zu verlegen.

Hallo-
ich versuch mal einen groben Überblick über die Geschichte zu geben.
Als erstes wäre es empfehlenswert,dass sich das ganze jemand anschaut - Ferndiagnosen sind schwierig.
Außerdem gibt es sicherlich von 10 versch. Leuten 5 versch. Antworten.
Hier nun meine:
Ich bin absoluter Freund von Dämmstoffen aus Zellulose
(www.thermofloc.com).Glaswolle.Glaswolle) oder Steinwolle erfordern einen hohen Einsatz von Energie (Gas) bei der Herstellung.Haben somit eine schlechte Ökobilanz.Und Zellulose hat eine bedeutend bessere Phasenverschiebung,d.h. im Winter wärmend(wie Glaswolle oder Steinwolle),aber im Sommer BEDEUTEND mehr Schutz vor Hitze (10 Stunden gegenüber 2 Stunden bis die Hitze durch das Dach ist).Weiterhin kann Zellulose bis 30% Feuchtigkeit speichern , wirkt also gerade im Altbau feuchteregulierend.#Nun zum Haus:
Wenn der Dachboden definitiv nicht (auch später) nicht bewohnt werden soll, würde ich nur die oberste Geschossdecke dämmen (ab 1.10.09 Pflicht bis 2011)Beim Aufbringen der Dämmung sollte die Stärke gerechnet werden (Taupunkt ) und evtl eine Dampfbremse untergebaut weren damit es nich zu Feuchteproblemen durch eindringenden "Wassrdampf " von unten kommt. Der würde in der Decke kondensieren und es gäbe Probleme.
Wenn das OG bereits ausgebaut ist und keine Baumaßnahme (Dach runter - Gipskarton ab)gemacht werden soll, kann man vom Spitzboden sogenannte Dämmsaäcke einführen und mit Dämmung ausblasen (Kann nur eine Firma wegen der Maschine)Man bekommt dann nicht den von der ENEV geforderten Wert,(Balken werden nicht stark genug sein bzgl. der Dämmstärke) hat aber schon eine Menge getan und die Vorschrift lässt auch diese Lücke.Auf die oberste Decke würde ich händisch Zellulose (Thermofloc Fußbodenschüttung)aufbringen und evtl. eine Holzbohle legen, um die Begehbarkeit sicher zu stellen.
Das hier beschriebene ist nur ein kleiner Teil , wenn Sie mir Ihre Tel NR. geben, ruf ich Sie auch gern dazu an.Weitere Fragen beantworte ich auch gern.
Achso: hinsichtlich der Abseiten (evtl Drempel oder Kniestock) muss ich Details wissen.
Auf jeden Fall sollten Sie nicht kopflos in den Baumarkt rennen und Geld ausgeben!!!
Liebe Grüße von der Küste

Hallo,

zu Deinen Fragen kann ich wie folgt Stellung nehmen.

Man kann das durchaus selber machen - au´ch in 2 tagen, abhängig von der Fläche.

Allerdings würde ich mich eher an den Baustoff-Fachhandel wenden.

Geeignetes Material: hängt davon ab, wie der Raum anschließend genutzt wird; falls er begehbar sein soll, entweder Styropor und darauf eine Verlegeplatte, oder Steinwolle (Isover Topdec Loft - teurer, aber vorteil gut selber zu scheiden usw., und nicht brennbar) und darauf eine Verlegeplatte; falls der Raum nicht genutzt werden soll, Glaswollebahnen (Isover Topdec DF 035) - bestes Preis-/Leistungsverhältnis;

Wie auch immer, zuerst muss unter die Dämmung eine sogenannte Dampfbremse verlegt werden; diese ist absolut dicht zu verlegen (Stöße verkleben, anschließen an den seitlichen Rändern, z.B. außenwand, Pfette, Ringanker o.ä.); und dann sollte man natürlich auch die Dämmung bis in den letzten Winkel verlegen - auch bei harter Dämmung in der Fläche kann man in den Randbereichen ja eine weiche Wolle stopfen;

Viele Grüße,

Joachim

Hallo Elessar,

leider kann ich est jetzt antworten und hoffe nicht schon zu spät zu sein.
Zu Ihren Fragen:

Zu Frage 1: Wenn man sich beeilt ist es möglich, aber kanpp. Im Alleingang bezeifel ich das jedoch sehr.

Zu Frage 2: Die Abseiten müssen sogar gedämmt werden, da sich ansonsten Wärmebrücken aufbauen. Ach wenn es ein wenig umständlich ist, sollten alle Flächen gleichmäßig mit dem Dämmstoff belegt werden.

Zu Frage 3:smiley:ie Dämmung sollte überall dicht an dem zu dämmenden Bauteilanliegen, da die ansonsten entstehende Luftschicht die Dämmwirkung negativ beeinflussen wird.

Zu Frage 4: Sie schreiben, dass die Dachgeschoßfläche nicht genutzt wird, das kann bedeuten, dass diese Fläche auch nicht begehbar ausgebildet werden kann. In diesem Fall würde ich eine Dämmung aus Mineralwolle (180 mm) vorschlagen, da sie sehr günstig und leicht zu Verlegen ist. Bei begehbaren Flächen empfehle ich Ihnen die Verwendung von trittstabilen Hartschaumplatten 160 mm mit einer Auflage von OSB-Platten 22 mm bzw. Spanplatten 19 mm V100, was jedoch wesentlich zeitaufweniger ist.

Wo Sie das Material kaufen ist grundsätzlich egal, jedoch kann ein profesioneller Baustoffhandel im Gegensatz zum Baumarkt anliefern und somit Zeit sparen.
Ob nun der Baumarkt unbedingt günstiger ist (was er ja im ersten Augenblick scheint), liegt an Ihnen und Ihrem Verhandlungsgeschick.

Zu Frage 5: Nö…im ersten oment haben Sie nicht vergessen zu fragen.

Jetzt aber mal ab von den Vorfragen:
Sie sollten sich es sich reiflich überlegen, ob Sie das Haus in Eigenleistung dämmen wollen. Allein im Bezug auf die Fehlermöglichkeiten innerhalb der Ausführung, würde ich Ihnen immer dazu raten ein Fachunternehmen zur Durchführung anzufragen, da Sie so wenigstens in den „richtigen Händen“ sind. Denn wenn Sie Fehler bei der Ausführung machen, dann werden Sie es erst bei den entstandenen Schäden bemerken und dann wird eine Sanierung wesentlich teurer als eine einmalige Bauarbeit in Ihrem Haus.

Ich hoffe Ihnen hiermit ein wenig helfen zu können

Mit bestem Gruß

Oliver Wöhrmann
Bauunternehmen BöKo Bau, Essen