Altenheim

Liebe/-r Experte/-in,
Meine Mutter, fast 97 Jahre, lebt seit 1.3.09 im Pflegeheim, geh-unfähig und altersdement, mit klaren Augenblicken. Ich habe die Vorsorgevollmacht.
Ist es rechtens, ihr Risperidon zu verabreichen, nur weil sie manchmal nachts unruhig ist und Gefahr besteht, dass sie das niedrige Bettgitter übersteigt und fällt?
Sie ist weder psychotisch noch aggressiv, eine bescheidene angenehme Mitbewohnerin.

Wegen nächtlicher Unruhe bekam meine Mutter seit dem 29.12.(?) , zunächst ohne dass ich informiert wurde, Melperinsaft. Die Wirkung war unterschiedlich, mal war sie eine Nacht ruhiger, mal wurde sie noch unruhiger, auch wehrte sie sich wohl gegen die erzwungene Einnahme dieses für sie schlecht schmeckenden Medikaments und bekam Angst vor weiteren Einnahmen mit Zwang, was zu größerer Unruhe führte.
Unter Einnahme von Melperin wurde sie in der Nacht vom 4. 1 so unruhig und aggressiv, dass der Notarzt angerufen wurde. Am Folgetag, 5.1., wurde sie dann vom Hausarzt besucht und mit Risperidon versorgt. Ich war nicht vorab informiert und hatte für den Zeitpunkt einen Termin wg. der Absetzung des Melperinsaftes und war über die neue Entwicklung nicht informiert. Ich war nicht einverstanden, aber da seitens der Pflege die Notwendigkeit herausgestellt wurde und der Arzt zugesichert hat, dass man das Mittel bald wieder absetzen kann, jederzeit und ohne Ausschleichen, habe ich nicht meine Betreuer-Funktion rausgestellt. Bei Nachfragen hieß es dann: Anordnung vom Hausarzt, wir können nichts machen.
Die Wirkungen, die ich in den Folgetagen sehen konnte: sie hielt sich die Augen zu, sie fühlte sich sehr „beduselt“, sie war viel schläfriger als sonst, kaum ansprechbar. Die erwünschte „Richtigstellung“ von Tag und Nacht findet nicht statt, sie schläft fast den ganzen Tag über und negativ verändert. Sie klagt über Augenschmerzen und sieht schlechter.
Eine genaue Diagnostik zur Verordnung von Risperidon fehlt: meine Mutter ist m.E. weder psychotisch noch selbst- oder andere gefährdend aggressiv, sie ist „altersentsprechend verwirrt“ und braucht mehr Betreuung als andere Bewohner.Darum kümmere ich mich viel um sie.

Wie gehe ich jetzt vor? Kann ich mich an die Heimaufsicht wenden? Beim Hausarzt bekomme ich erst in 10 Tagen einen Termin oder kann warten, heute 20 Patienten ,die vor mir dran waren.

Liebe/-r Experte/-in,
Meine Mutter, fast 97 Jahre, lebt seit 1.3.09 im

Pflegeheim,

geh-unfähig und altersdement, mit klaren Augenblicken.

Ich

habe die Vorsorgevollmacht.
Ist es rechtens, ihr Risperidon zu verabreichen, nur

weil sie

manchmal nachts unruhig ist und Gefahr besteht, dass

sie das

niedrige Bettgitter übersteigt und fällt?
Sie ist weder psychotisch noch aggressiv, eine

bescheidene

angenehme Mitbewohnerin.

Wegen nächtlicher Unruhe bekam meine Mutter seit dem

29.12.(?)

, zunächst ohne dass ich informiert wurde,

Melperinsaft. Die

Wirkung war unterschiedlich, mal war sie eine Nacht

ruhiger,

mal wurde sie noch unruhiger, auch wehrte sie sich

wohl gegen

die erzwungene Einnahme dieses für sie schlecht

schmeckenden

Medikaments und bekam Angst vor weiteren Einnahmen mit

Zwang,

was zu größerer Unruhe führte.
Unter Einnahme von Melperin wurde sie in der Nacht vom

  1. 1 so

unruhig und aggressiv, dass der Notarzt angerufen

wurde. Am

Folgetag, 5.1., wurde sie dann vom Hausarzt besucht

und mit

Risperidon versorgt. Ich war nicht vorab informiert

und hatte

für den Zeitpunkt einen Termin wg. der Absetzung des
Melperinsaftes und war über die neue Entwicklung

nicht

informiert. Ich war nicht einverstanden, aber da

seitens der

Pflege die Notwendigkeit herausgestellt wurde und der

Arzt

zugesichert hat, dass man das Mittel bald wieder

absetzen

kann, jederzeit und ohne Ausschleichen, habe ich nicht

meine

Betreuer-Funktion rausgestellt. Bei Nachfragen hieß es

dann:

Anordnung vom Hausarzt, wir können nichts machen.
Die Wirkungen, die ich in den Folgetagen sehen konnte:

sie

hielt sich die Augen zu, sie fühlte sich sehr

„beduselt“, sie

war viel schläfriger als sonst, kaum ansprechbar. Die
erwünschte „Richtigstellung“ von Tag und Nacht findet

nicht

statt, sie schläft fast den ganzen Tag über und

negativ

verändert. Sie klagt über Augenschmerzen und sieht

schlechter.

Eine genaue Diagnostik zur Verordnung von Risperidon

fehlt:

meine Mutter ist m.E. weder psychotisch noch selbst-

oder

andere gefährdend aggressiv, sie ist

"altersentsprechend

verwirrt" und braucht mehr Betreuung als andere

Bewohner.Darum

kümmere ich mich viel um sie.

Wie gehe ich jetzt vor? Kann ich mich an die

Heimaufsicht

wenden? Beim Hausarzt bekomme ich erst in 10 Tagen

einen

Termin oder kann warten, heute 20 Patienten ,die vor

mir dran

waren.

Grundsätzlich haben sie mehrere Möglichkeiten.

  1. Der Hausarzt: Ich halte es für fragwürdig wenn ein
    Hausarzt solche Medikamente Verschreibt.
    Beispiel: Ich möchte frische Brötchen kaufen. Da bieten
    sich mehrere Möglichkeiten. Der Bäcker, der Supermarkt,
    am der Tankstelle, selbst der Metzger hat Brötchen,
    Backmischung Aufbackbrötchen oder tiefgefrorene
    Brötchen. Lege ich besonderen Wert auf Qualität dann
    werde ich sie beim Fachmann (Bäcker) kaufen.
  2. Der Facharzt für Psychiatrie (neu) und/oder Facharzt
    für Psychiatrie und Neurologie (alt) das wäre der
    Fachmann der in einer solchen Situation befragt werden
    sollte.
  3. Die Heimaufsicht
  4. Die Krankenkasse

Bitte beachten sie das die beiden letztgenannten mehr
oder weniger Beschwerdeinstanzen sind.

Die Frage die sich mir stellt, handelt es sich bei der
Einrichtung um ein Heim welches ein spezielles Angebot
zur Dementenbetreuung hat? Auskünfte hierüber erteilen
einmal das Heim oder die Heimaufsicht. Bei
Einrichtungen mit speziellem Dementenkonzept gibt es
auch einen ganz anderen Personalschlüssel.Dort wird
viel mehr Wert auf Betreuung der Menschen gelegt.
Dementsprechend ist auch mehr Betreuungspersonal
vorhanden. Zum Thema Unruhe sei gesagt immer ein Blick
in die Dokumentation werfen. Als Betreuer oder
Vorsorgebevollmächtigter haben sie zumindest in NRW
gleiche Rechte und Pflichten und dürfen Einsicht in die
Dokumentation nehmen. Wie es in anderen
Bundesländer ist entzieht sich meiner Kenntnis. Es
müssen in der Dokumentation besonders im
„Berichteblatt“ entsprechende Einträge wie z.B. Frau X
war tagsüber sehr unruhig, …war aggressiv dem,
Pflegepersonal gegenüber… war in der Nacht sehr
unruhig… ist ständig im Zimmer/auf dem Flur etc.
rastlos umhergelaufen, vorhanden sein. Sind solche
Einträge NICHT vorhanden, können sie die „angebliche“
Unruhe anzweifeln. Das Personal, die Pflegedienst- oder
Heimleitung werden wahrscheinlich sagen, „Einträge sind
vergessen worden“

Rechtmäßig ist aber: Alle Auffälligkeiten oder
Veränderungen am Bewohner/Kunden müssen zeitnah
dokumentiert werden. Alles was nicht dokumentiert wurde
gilt als nicht durchgeführt oder nicht stattgefundene
Leistung oder Ereignis.

Gerade bei der Verabreichung dieser Medikamente wird
sehr viel falsch gemacht. Bitte bedenken sie aber auch
das sie nicht 24 Stunden mit Ihrere Mutter zusammen
sind. Weiterhin ist zu bedenken das der Umgang zwischen
Ihnen und Ihrer Mutter viel besser sein kann als der
Umgang Pflegepersonal/Mutter. Eine Patentlösung gibt es
nicht. Es ist bekannt das viele Ärzte Ihre Ruhe haben
wollen und dann den Wünschen des Pflegepersonals aber
auch den Wünschen der Angehörigen nachkommen und
Beruhigungsmittel verordnen. Es gibt
auch Hausärzte die verweisen direkt an den Fachmann
Psychiater.

M.f.G. Rolf

Herzlichen Dank für die mehr als schnelle Antwort,
sie ist mir sehr hilfreich, werde also diese Berichteblätter jetzt einsehen.

Sehr geehrte Frau Maria,

ob Sie überhaupt was machen können liegt vor allem daran, ob Sie eine gerichtlich angeordnete Betreuerin sind oder nicht. Eine Vorsorgevollmacht allein soll nur dem Gericht diese Entscheidung erleichtern, hat aber keine wirkliche rechtliche Wirkung gegenüber Dritten.

Was die Medikation betrifft, so kann ich nur unter Vorlage aller entsprechenden Dokumentationen was dazu sagen. In der Regel ist es jedoch so, dass es kein Rezept für die Anwendung von Psychopharmaka und/oder Sedativa gibt, da jeder Körper anders darauf reagiert. Man kann nur Erfahrungen zugrunde legen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass verschiedene Medikamente oder Medikamentenmixturen ausprobiert werden. Oft kann es lange dauern, bis das richtige Medikament bzw. der richtige Medikamentenmix gefunden wird.

Unabhängig davon können Sie immer die Heimaufsicht einschalten und eine „Anzeige wegen gefährlicher Pflege“ machen, wenn Sie denken, dass dies so ist. Die Heimaufsicht wird dann in aller Regel den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherer) einschalten und um Klärung bitten. Wahrscheinlich werden dann Vertreter der Heimaufsicht und des MDKs gleichzeitig vor Ort vorstellig werden und dies prüfen.

Leider kann ich nicht mehr sagen, ohne die Dokumentation zu kennen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen trotzdem helfen konnte und würde mich freuen, wenn sie mich über den Verlauf informieren.

Meine neue Mailadresse ist:

[email protected]

Im Betreff bitte wegen dem Spamschutz „wer-weiss-was“ angeben.

Mit freundlichen Grüßen

René Marcel Sernow

PS: schauen Sie bei Gelegenheit auf http://members.chello.at/sernow-bmi

Hallo Maria!
ICh würde den Weg über den Arzt gehen. Am besten wäre auch die Behandlung durch einen Facharzt, also Gerontopsychiater oder Neurologe.
Wichtige Frage: besteht eine gerichtliche GEnehmigung für die Fixierung, bist Du Beteruerin in dieser Angelegenheit? Dann kannst Du eine Fixierung durch Bettgitter und Medikamente untersagen. Musst dann aber die Risiken abwägen und auf Dich nehmen, sprich: Stürze in Kauf nehmen oder die von Dir beschriebenen Nebenwirkungen?
Grüße,
Julia (Meld Dich wenn noch was isr)

Hallo Maria,

bin im med Bereich für HYgiene zuständig.
Dies ist leider nicht mein Thema.

Gruß

Rolf

Hallo Maria,
ich bin zuständig und Experte für alle Fragen, die den kaufmännischen Betrieb eines Altenheimes betrifft, nicht für die pflegerische oder medizinische Fragen. Sorry, bitte wende Dich an andere Experten. Evt. an: pflege-shv:

[email protected]
www.pflege-shv.de
www.heimauszeichnung.de

vielleicht kann Dir dort Frau v. Stösser helfen.
Gruß
Fritz Halmburger

Vielen Dank, ich glaube, das ist eine gute Adresse, ich werde mich gern mit dieser Selbsthilfegruppe in Verbindung setzen.

Hallo liebe Julia, danke.
Es ist mir gelungen, den Arzt zu überzeugen, das Mittel abzusetzen. Trotzdem wurde es eine Woche später noch einmal gegen meinen Willen gegeben.
Darauf habe ich es schriftlich untersagt.Aber ich habe das Vertrauen verloren, ob es nicht trotzdem gegeben wird.
Das Risiko habe ich durch viel Präsenz im Heim abgefangen. Meine Mutter kriegte zuerst Panik, wenn sie ins Bett sollte.Sie bettelte mich an, sie im Rollstuhl zu lassen.
Was die gerichtliche Betreuung betrifft: mir wurde vom Gericht wie von der Heimaufsicht gesagt, dass eine Vorsorgevollmacht für mich als Tochter ausreicht, dass sie gleichwertig sei, und dass nur unnötig Kosten entstehen würden, wenn man diese in eine „Betreuung“ verwandeln würde.
Zur Fixierung wurde mir erklärt, dass Menschen, die nicht allein stehen oder sich fortbewegen können, nicht zusätzlich fixiert werden, wenn sie zum Schutz die Gitter bekommen, dazu bedürfe es keiner Genehmigung.
Natürlich möchte ich nicht Stürzr in Kauf nehmen, sondern ich bezahle ja, dass man sich kümmert in den Stunden, wo ich das nicht selbst kann.
Meiner Mutter geht es wieder gut, ich bin erschöpft und deshalb werden wir das Heim wechseln.
Liebe Grüße
Maria

Lieber René, vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich war in der Folgezeit so beansprucht, dass ich nicht dazu gekommen bin, zu antworten.
Ich weiß nicht, ob in NRW ein Sonderfall ist, aber ich bin als Tochter mit Vorsorgevollmacht einem gerichtlich bestellten Betreuer gleichgestellt.
Es ist sicher manchmal nötig, dass ein Medikament ausprobiert wird, aber dann müsste doch jemand da sein, der die Wirkung überprüft. Das war aber nicht der Fall.

Ich bin nur für solche Mittel, wenn die Betreuung durch Menschen nicht ausreicht, aber nicht, um diese zu ersetzen.

Jetzt bin ich erleichtert, dass mein Einsatz, in der Regel bis 20h, aber auch einige Male bis 23h, vom Erfolg gekrönt war, meine Mutter hat ihren 97. Geburtstag völlig klar feiern können.
Sie ist gegenüber dem Zustand nach Einnahme von Risperidon nicht wiederzuerkennen.
Aber ich war schon in Nöten, ich wusste ja nicht, wie es ausgehen würde.

Erstaunt war ich, als wieder ohne meine Erlaubnis ein Psychiater bei ihr war, ich habe ihn dann angerufen und gefragt, in wessen Auftrag er dort war, er sagte, auf Überweisung des Hausarztes, aber er habe keine Veranlassung gesehen, ein Rezept aufzuschreiben.

Die Heimaufsicht rief ich auf Ihren Rat auch an, aber sie meinten, nach Rückfrage beim Amtsarzt habe man erfahren, Risperidon sei ein gebräuchliches Mittel und ich solle mit dem Hausarzt reden.

Nochmals vielen Dank
Maria
p.s. wir werden unsere Mutter von diesem Heim einer Kapitalgesellschaft in eins mit kirchlicher Trägerschaft umziehen lassen, in der Hoffnung, dass dort eine Kernmannschaft ohne zu große Fluktuation zur Verfügung steht.

Vielen Dank, Rolf, Sie haben mir gut geholfen.
Darf ich in Kurzform antworten, ich habe gerade schon die andern Beiträge beantwortet. Da Sie auch in NRW sind, finde ich die Details interessant.

  1. Der Hausarzt: Ich halte es für fragwürdig wenn ein
    Hausarzt solche Medikamente Verschreibt.

Ja, sicher. Aber es läuft so ab: das Heim rief den Hausarzt an, der verordnete, ohne meine Mutter zu sehen.

  1. Der Facharzt für Psychiatrie (neu) und/oder Facharzt
    für Psychiatrie und Neurologie (alt) das wäre der
    Fachmann der in einer solchen Situation befragt werden
    sollte.

Ich habe in einer gereontologisch-psychiatrischen Station angerufen. Dort wurde mir gesagt: Wenn der Tag-Nacht-Rhythmus gestört ist, gibt es eigentlich keine spezifischen Mittel. Entweder man ist Tag und Nacht sediert oder gar nicht.
Also müssten die Heime doch andere Möglichkeiten finden, den Rhythmus zu steuern. Ob es da hilfreich ist, die Bewohner um 7h ins Bett zu legen, damit sie dann „wg seniler Bettflucht“ um 2h ausgeschlafen sind?

  1. Die Heimaufsicht
  2. Die Krankenkasse

Es wundert mich sehr, dass die sich kaum rühren.

Die Frage die sich mir stellt, handelt es sich bei der
Einrichtung um ein Heim welches ein spezielles Angebot
zur Dementenbetreuung hat? Auskünfte hierüber erteilen
einmal das Heim oder die Heimaufsicht. Bei
Einrichtungen mit speziellem Dementenkonzept gibt es
auch einen ganz anderen Personalschlüssel.Dort wird
viel mehr Wert auf Betreuung der Menschen gelegt.
Dementsprechend ist auch mehr Betreuungspersonal
vorhanden.

So ein Schwerpunkt ist da, aber die Betreuungssituation dort ist auch schlecht.
Zum Thema Unruhe sei gesagt immer ein Blick

in die Dokumentation werfen. Als Betreuer oder
Vorsorgebevollmächtigter haben sie zumindest in NRW
gleiche Rechte und Pflichten und dürfen Einsicht in die
Dokumentation nehmen. Wie es in anderen
Bundesländer ist entzieht sich meiner Kenntnis. Es
müssen in der Dokumentation besonders im
„Berichteblatt“ entsprechende Einträge wie z.B. Frau X
war tagsüber sehr unruhig, …war aggressiv dem,
Pflegepersonal gegenüber… war in der Nacht sehr
unruhig… ist ständig im Zimmer/auf dem Flur etc.
rastlos umhergelaufen, vorhanden sein. Sind solche
Einträge NICHT vorhanden, können sie die „angebliche“
Unruhe anzweifeln. Das Personal, die Pflegedienst- oder
Heimleitung werden wahrscheinlich sagen, „Einträge sind
vergessen worden“

Das habe ich also auf ihren Rat hin gemacht, da stand dort für eine Nacht, in der wieder Risperidon gegeben wurde:
Frau B. hat laut gebetet, Frau B. wollte aufstehen um 2h.

Rechtmäßig ist aber: Alle Auffälligkeiten oder
Veränderungen am Bewohner/Kunden müssen zeitnah
dokumentiert werden. Alles was nicht dokumentiert wurde
gilt als nicht durchgeführt oder nicht stattgefundene
Leistung oder Ereignis.

Es schockiert mich, dass z.B. zur Abendzeit die Pflegekraft sagt: Ich muss zur Dokumentation, und eine Beschäftigungstherapeutin sämtliche Pflege übernehmen muss.

Gerade bei der Verabreichung dieser Medikamente wird
sehr viel falsch gemacht.

Ja, das kann ich also bestätigen.
Bitte bedenken sie aber auch

das sie nicht 24 Stunden mit Ihrere Mutter zusammen
sind. Weiterhin ist zu bedenken das der Umgang zwischen
Ihnen und Ihrer Mutter viel besser sein kann als der
Umgang Pflegepersonal/Mutter. Eine Patentlösung gibt es
nicht. Es ist bekannt das viele Ärzte Ihre Ruhe haben
wollen und dann den Wünschen des Pflegepersonals aber
auch den Wünschen der Angehörigen nachkommen und
Beruhigungsmittel verordnen. Es gibt
auch Hausärzte die verweisen direkt an den Fachmann
Psychiater.

M.f.G. Rolf

Sowohl meine Mutter als ich kommen mit dem Pflegepersonal sehr gut aus, d.h. mit der Mehrzahl. Aber ich verstehe die Gesamtorganisation nicht, die Pflegeleitung, die die Beschäftigten durchs Haus wirbelt statt für stabile Verhältnisse zu sorgen.

Soweit erstmal. Herzlichen Dank
Maria

Liebe Maria,
es ist schwer, die VErantwortung zu tragen für das Wohl eines anderen MEnschen, es recht der eigenen Eltern.
Ich wünsche Dir, dass Du selbst wieder zu Kräften kommst, um Deine Mutter unterstüzen zu können und selbst Dich nicht zu vernachlässigen.
Kann ich gut verstehen, dass ds Vertrauen beschädigt ist. Wünsche Euch im neuen Heim alles Gute und finde es eine legitime Entscheidung, sich zu verändern. Am besten Du startest dann einen NEuanfang und suchst ganz offen das GEspräch mit dem PErsonal, such Dir eine Haup-Vertrauensperson, mit der Du all die Sorgen besprechen kannst und die Dir offen gegenüber sind, dann sollte einer VErbesserung nichts im Wege stehen.

Euch Alles ute, toi, toi, toi,
Julia