Alter Kater + neue, junge Katze ?

Hallo zusammen,

ich habe einen 15 Jahre alten roten Stubentieger.

Aus einer Notsituation habe ich mich schweren Herzens bereiterklärt die junge Katze einer Freundin bei mir aufzunehmen.

Die 5jährige Maus ist auch total süß und schmusig aber mein alter Herr kommt damit überhaupt nicht klar. Am Anfang haben sie sich ein wenig angefaucht was sich jetzt aber gelegt hat - sie ist jetzt 5 Tage bei uns.

Das eigentliche Problem ist er (bzw vermutlich bin ich es). Sobald er sie sieht wird er nervös und versucht nach Draußen zu kommen (er ist Freigänger). Wenn ich ihn rauslasse dann dreht er trotz der Kälte jetzt deutlich längere Runden als zuvor und wenn er wiederkommt traut er sich kaum rein. Wenn er dann mal drin ist geht er ein paar Runden, schnüffelt überall und will eigentlich sofort wieder raus.

Wenn ich sein Jammern ignoriere, kommt er dann zwar irgendwann auf die Couch aber hält Abstand zu mir und läßt sich auch nicht mehr besonders gerne streicheln und protestiert manchmal wenn ich ihn anfasse.

Sie dagegen würde am liebsten die ganze Zeit mit mir schmusen und spielen, traut sich aber nicht und zieht sich, wenn sie ihn sieht, traurig in ihre Transportbox zurück und mauzt ab und zu mal ganz traurig.

Er traut sich wiederum mittlerweile gar nicht mehr ins Schlafzimmer, obwohl er früher immer im Bett geschlafen hat.

Irgendwie glaube ich da einen großen Fehler gemacht zu haben und es zereißt mir ein wenig das Herz. Jetzt habe ich anstatt einer glücklichen, zwei unglückliche Katzen zu Hause.

Eine andere Freundin von mir hat mich gewarnt das ich das meinem alten Herrn besser nicht antun soll aber ich habe mal wieder nicht nein sagen können, weil mir auch die Katze leit tat und sie nicht ins Tierheim kommen sollte.

Was meint ihr - soll ich versuchen das ganze noch länger durchzuhalten oder lieber ein neues Zuhause für sie suchen?

… oh man, hätte ich mich da bloss nicht drauf eingelassen. *seufz

Hi!

Wichtig ist, den Kater jetzt besonders zu verwöhnen. Streichele ihn mehr als die neue Katze und schenke ihm mehr Beachtung. Füttere sie am besten getrennt. Schaffe eine „junge Katze frei Zone“, wo er sich ausruhen kann und wohl fühlt.

Tara

danke für deine Antwort.

Ja, im Prinzip ist das ne gute Idee. Das Problem ist nur das ich nicht weiß wie ich ihm diese Ruhezone schaffen soll? Die hat er im Augenblick nur draußen, da ich „die Neue“ ja nach den paar Tagen noch nicht rauslassen kann.

Im Prinzip hat er nur seine Ruhe wenn ich die Schlafzimmertür zu machen und das arme Katzenmädchen einsperre, aber das kann es ja auch nicht sein.
Wie gesagt - ins Schlafzimmer traut er sich nicht mehr und sobald sie rauskommt um zu spielen oder die Gegend zu erkunden wird er nervös und will aus der Wohnung raus.

Ich füttere sie schon getrennt - und fressen klappt ganz gut - mehr aber leider auch nicht.

Beispiel. Sie geht auch ohne Probleme auf ihre Katzentoilette. Muss sich jedoch dazu durchs Wohnzimmer bewegen. Dann sieht er sie wieder wenn er auf der Couch liegt. Und so bald sie vorbei ist springt er wieder auf und will raus. *seufz

Ich kann die neue Katze doch nicht einfach nur komplett im Schlafzimmer halten. Bringt ja auch nichts wenn sie sich überhaupt nicht sehen, dann passiert da ja gar keine Annäherung. )-:

Auch würde ich ihn gerne mehr verwöhnen und mich um ihn kümmern. Aber er war noch nie ne richtige Schmusekatze die permanent bespaßt werden wollte. Er kam immer von selbst an wenn er Streicheleinheiten haben wollte. Die meiste Zeit hat er sich irgendwo ausgeruht und nur ganz selten sich auch mal zum spielen animieren lassen.
Früher hat er sich sehr gerne mit der Katzenbürste verwöhnen lassen. Wenn er die sah, kam er sogar „freiwillig“ an. Jetzt muss ich mich schon richtig bemühen und er ist nicht richtig bei der Sache sondern hält eiegtnlich nur nach der anderen Katze Ausschau.

Ich weiß - in meiner ganzen Fachliteratur steht drin das sowas wochen dauern kann, aber durch die neue Katze ist jetzt halt die Ruhe für ihn futsch (hätte ich Idiot mir aber auch vorher denken können. *seufz) und er macht keinen glücklichen Eindruck mehr auf mich.

Ich vermute mal das eigentliche Problem bin ich - weil ich absolut nicht damit klar komme das er sich innerhalb von fünf Tagen so verändert hat und es mich traurig macht. Und mein ganzes Verhalten kriegen natürlich auch die armen Tiere mit. Vielleicht bilde ich mir auch nur ein das die beiden traurig sind - aber sie machen keinen glücklichen Eindruck.

Wenn ich Abends ins Bett gehe überlege ich schon ob ich auf der Couch bei dem armen Kater oder im Bett bei der armen Katze schlafe. *seufz

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Meine Nachbarin war garde mal drüben - hatte sie gebeten zwischendruch während ich arbeiten bin mal nach den Mäusen zu sehen.

Sie meinte folgendes: „Ich könnte absolut nicht sagen das es Moritz schlecht geht. Ich war zweimal drüben alles in bester Ordnung. Mausi war beim ersten mal auch da und sie wollte genauso wie Moritz schmusen und er lag sogra auf dem Rücken und wollte geschmust werden obwohl mausi auch da war.“

…vielleicht bin ich im Augenblick einfach nur ein bisschen hysterisch und die Tiere kommen viel besser mit der Umstellung klar als ich und ich rede mir das nur ein?! *seufz

Hi!

…vielleicht bin ich im Augenblick einfach nur ein bisschen
hysterisch und die Tiere kommen viel besser mit der Umstellung
klar als ich und ich rede mir das nur ein?! *seufz

Wahrscheinlich überträgt sich deine Nervosität auf deinen Kater, der dich immerhin schon ziemlich lange kennt und auch merkt, wenn etwas anders ist. Deine Nachbarin hingegen ging total vorurteilslos in die Situation und hat sich wahrscheinlich recht „neutral“ verhalten.

Das könnte auch schon der Grund sein.

Tara

Gestern war es eigentlich schon etwas entspannter, weil ich mir die Sache ein bisschen bewußt gemacht habe.
Aber als er dann heute Morgen gejault hat, weil er raus wollte und als Mausi ihn aus dem „Rascheltunnel“ heraus erschreckt hat - fand ich es schon schwierig gelassen zu bleiben. *seufz

Na ja, ich werde einfach weiter versuchen durchzuhalten - ich wünschte mir nur ich könnte mit den Katzen reden und sie könnten mit mir reden dann wäre es etwas einfacher. :?

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Ach,ja, im nächsten Leben werde ich Katze bei Thomas!

-)

Hallo Thomas,
das gleiche Problem hatten wir auch im Sommer. Zu unserem verwöhnten 13-jährigen Tarzan habe ich einen jungen Kater nach hause gebracht, der ausgesetzt worden war. Ich hatte nicht mit der Eifersucht des alten Knaben gerechnet. Mir hat er nur noch beleidigt den Rücken zugedreht, kein Futter angerührt, während er bei den anderen Familienmitgliedern normal reagierte und mit Appetit sein Futter verputzte, wenn es von meinem Sohn serviert wurde. Es war eine harte Zeit, in der er aufs Sofa erbrach, das „große Geschäft“ mit Vorliebe auf meinen Lieblingsteppich machte. Sodass ich es auch fast bereute, den neuen Kater aufgenommen zu haben. Aber in der letzen Zeit, sie sind jetzt fünf Monate zusammen, sehe ich immer wieder, dass sie sich gegenseitig putzen, im gleichen Korb schlafen, obwohl zwei Körbchen vorhanden sind. Mir schien, dass sie sich im Herbst beim Mäusefangen in der Wiese arrangiert haben, und dass Tarzan zugeben musste, dass es zu zweit besser geht.
Ich wünsche Dir viel Glück mit Deinen beiden Katzen,
Claudia

Wir haben vor zwei Jahren (oder sind es schon drei?) einen kleinen Kater (drei Monate) zu unserer älteren Katze dazugeholt. Der kleine Pimpf fühlte sich von Anfang an wohl und ging Madame ganz schön auf den Wecker. Die erste Zeit, in der wir den Junior nicht rauslassen konnten, war ziemlich hart. Aber seit beide Freigang haben, ist es überhaupt kein Thema mehr. Die Herrschaften gehen sich gepflegt aus dem Weg, der Kleine ärgert die Alte manchmal, aber nur ganz wenig, und manchmal fressen sie sogar gleichzeitig aus einem Napf. Ansonsten hat der Pimpf das Sagen, und die Alte hat sich arrangiert.

Wir haben in den ersten zwei oder drei Wochen dafür gesorgt, daß die Katze nachts ihre Ruhe vor dem Kater hatte.

[…]
serviert wurde. Es war eine harte Zeit, in der er aufs Sofa
erbrach, das „große Geschäft“ mit Vorliebe auf meinen
Lieblingsteppich machte. Sodass ich es auch fast bereute, den

Ich bin schon mal froh das er bisher nicht mit so einer Art von Protest reagiert hat. Diue beiden haben aber immer noch ein bisschen Angst/Respekt voreinander.
Schade ist nur das Moritz sich nicht mehr richtig ins Schlafzimmer traut. Habe schon drei Tage auf der unbequemen Couch gepennt und das klappt dann auch mit beiden Katzen zusammen. Moritz liegt auf seinem Kissen neben meinem Kopf und Mausi legt sich in gebührenden Abstand in die Nähe meiner Füße.
Nein und ich möchte jetzt nicht mehr hören das ich spinne, dass haben mir schon genügend Leute gesagt denen ich das erzählt habe! *grins

zwei Körbchen vorhanden sind. Mir schien, dass sie sich im
Herbst beim Mäusefangen in der Wiese arrangiert haben, und
dass Tarzan zugeben musste, dass es zu zweit besser geht.

Mir würde es schon reichen, wenn sie die Mäuse frißt, die er immer lebend in die Wohnung schleppt, dann müsste ich die nicht immer wieder einfangen und raussetzen! :smile:

Jetzt muss ich mich erstmal um ein Bandwurmmittel kümmern, da ich nämlich festgestellt habe das die Kleine Bandwürmer hat - aber das kriegen wir auch schon hin.

Danke fürs Mitgefühl.

LG,
Thomas

der wir den Junior nicht rauslassen konnten, war ziemlich
hart. Aber seit beide Freigang haben, ist es überhaupt kein
Thema mehr. Die Herrschaften gehen sich gepflegt aus dem Weg,

Ja, dumm nur jetzt grade der Winter anfängt - na ja, zumindestens verkürzen sich jetzt die längeren Runden die Moritz gedreht hatte seit die neue bei uns wohnt. Jetzt sitzt er oft nur noch auf der Fußmatte und schaut mich so nach dem Motto an: „Mach doch mal den Schnee da weg“. Und wenn er ganz dringend muss dann sieht es aus als würde er über rohe Eier tanzen - er ist halt so ein richtiger Garfield … :smile:

Wir haben in den ersten zwei oder drei Wochen dafür gesorgt,
daß die Katze nachts ihre Ruhe vor dem Kater hatte.

Ruhe hat er eigentlich, da er sich ja nicht mehr ins Schlafzimmer traut und wenn ich da schlafe, dann ist Mausi bei mir kann ihn draußen nicht erschrecken. Denn wenn er sie nicht sieht ist er absolut entspannt. Nur wenn sie durch den raumläuft wird er äußerst vorsichtig. Dann starren die beiden sich oft minutenlang an und bewegen sich nicht. Andererseits, wenn er wirklich müde ist, dann dreht er sich auch schon mal rum und schläft und ignoriert sie.

Jedenfalls besser noch als wie am Anfang als er immer versuc ht hat nach draußen zu kommen - das ist jetzt schon ein bisschen besser geworden.

Jetzt muss ich mich erstmal um den Bandwurm kümmern den die Kleine hat und hoffe das Moritz ihn sich nicht auch einfängt.

LG,
Thomas