Hallo!
Wie hilft man einem gestürzten (schwerleibigen) alten Menschen, der ohnehin sehr eingeschränkt ist in seinen Bewegungen, auf die Beine? Ohne ihm wehzutun … Gibt es da einen probaten Griff?
Gruß,
Eva
Hallo!
Wie hilft man einem gestürzten (schwerleibigen) alten Menschen, der ohnehin sehr eingeschränkt ist in seinen Bewegungen, auf die Beine? Ohne ihm wehzutun … Gibt es da einen probaten Griff?
Gruß,
Eva
Hallo Eva,
Wie hilft man einem gestürzten (schwerleibigen) alten
Menschen, der ohnehin sehr eingeschränkt ist in seinen
Bewegungen, auf die Beine? Ohne ihm wehzutun … Gibt es da
einen probaten Griff?
aus der Zeit meiner Schwangerschaft in Erinnerung: Ein Graus sind die Menschen, die versuchen, einen hochzuziehen.
Stützen oder so ist erlaubt, quasi als Tisch/Stuhl-Ersatz, an denen man sich sonst hochziehen/abstützen könnte. Sonst ist nach meiner Ansicht alles kontraproduktiv, weil Du verhinderst, dass der Mensch selber beim Aufstehen mithelfen kann.
Gruß, Karin
Hi
Anbei zwei nützliche Links mit Erklärung und Bildern. Hiermit hast du alle nötigen Infos um jemandem aufzuhelfen der am Boden liegt…
Danke Dir -
Gruß,
Eva
Hallo, Karin!
aus der Zeit meiner Schwangerschaft in Erinnerung: Ein Graus
sind die Menschen, die versuchen, einen hochzuziehen.
Ja, das ist leider immer das erste, das einem einfällt
Die Links von „Controller“ oben sind sehr nützlich, da kann man dem Gestürzten mit gutem Rat und unterstützend zur Seite stehen und zerrt nicht an ihm herum. Das Wichtigste ist wohl immer: Ruhe bewahren und nicht hektisch werden.
Danke & Gruß,
Eva
Hallo Eva,
solche theoretischen Anleitungen sind zwar nett. Aber besser ist die Praxis.
Erkundigt euch mal bei ortsansässigen Wohlfahrtsverbänden nach Kursen für pflegenden Angehörige. diese müssen und werden nach § 45 SGB XI kostenlos angeboten. http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/11/index.php?..
Ihr müsst mal gucken wie viel ihr davon braucht. Häufig werden auch Module angeboten, die man einzeln „buchen“ kann.
Gerade beim Heben kann man ganz viel falsch machen. Das kann zu Verletzungen beim „Opfer“ aber vor allem auch beim Hebenden führen. So ein Kurs ist also auch was für die eigene Gesundheit.
LG Petra
Hallo!
Eins von den Dingen, die man längst hätte tun sollen …
Danke für Deinen Hinweis.
Gruß,
Eva
Hallo
Ich arbeite in der Altenpflege und Stürze sind etwas was immer wieder passiert. Wir -das Pflegepersonal- haben eine spezielle Ausbildung in Kinästhetik (eine Bewegungslehre) Nach der Ausbildung haben wir 1 Stunde im Monat wo wir die Trainerin mit Problemfällen aus unserem Alltag um Rat fragen können und miteinander üben und Erfahrungen sammeln.
Also, bei Stürzen nicht gleich anpacken, hochziehen und tun als wenn doch alles halb so schlimm ist. Den Gestürzten zur Ruhe kommen lassen und Schritt für Schritt -unter Anleitung- selber aufstehen lassen. Das gibt Ihnen Würde zurück und macht sie nicht so klein, hilflos und abhängig. Das klingt sicher im ersten Moment komisch da ja zumindest unsere Bewohner ein Durchschnittsalter von 87 Jahren haben und natürlich Gebrechen und Behinderungen meistens vorhanden sind. Doch es funktioniert und selbst ich bin immer wieder sprachlos wie es klappt.
Ich kann Dir jetzt kein Patentrezept vermitteln, da es auch immer eine ganz individuelle Hilfestellung ist. Grundsätzlich ist es ein spiralförmiges Aufstehen. ( oft so wie sie gefallen sind -nur rückwärts) In Normalfall: Seitenlagerung- dann Bauchlage mit Ellenbogenstütze- dann Knie unterlegen mit einem Kissen, dann knien lassen und die Hände am Boden aufstellen - dann einen Stuhl direkt vor den Gestürzten stellen, den Gestürzten in die Hocke gehen lassen und die Hände halten sich am Stuhl, mit einem Knie hoch in den Einbeinkniestand und dann geht es hoch.
Bei grossen Knieproblemen oder wenn gar keine Mithilfe möglich ist (was so gut wie nie vorkommt) kommen grosse Tücher zum Einsatz, doch das lässt sich nicht so einfach beschreiben.
Wenn Du jemanden hast der öfter fällt, dann lass es Dir von einer Fachkraft zeigen. Es lohnt sich. Oder gehe selber auf den Boden und versuche Schritt für Schritt ohne jegliche Anstrengung wieder auf die Beine zu kommen. Wichtig ist wirklich- lass dir Zeit und lass dem Gestürzten Zeit.
Viel Erfolg Veronika
Hi Eva!
aus eigener Erfahrung: bevor du viel herumrupfst und dir und der Gestürzten mehr schadest als hilfst; also in dem Moment, wo du siehst, dass es einfach nicht geht: Nicht genieren und geschulte Hilfe und wenn keine da ist die Rettung holen. Die machen dir keine Vorwürfe, wenn du sie holst. Denn sie sind dafür da, dir zu helfen und können vielleicht auch abklären, ob Verletzungen beim Sturz entstanden sind.
LiGrü
igel
Hallo Veronika,
Also, bei Stürzen nicht gleich anpacken, hochziehen und tun
als wenn doch alles halb so schlimm ist. Den Gestürzten zur
Ruhe kommen lassen und Schritt für Schritt -unter Anleitung-
selber aufstehen lassen. Das gibt Ihnen Würde zurück und macht
sie nicht so klein, hilflos und abhängig. Das klingt sicher
im ersten Moment komisch da ja zumindest unsere Bewohner ein
Durchschnittsalter von 87 Jahren haben und natürlich Gebrechen
und Behinderungen meistens vorhanden sind. Doch es
funktioniert und selbst ich bin immer wieder sprachlos wie es
klappt.
Schön beschrieben, aber warum antwortest Du mir?
Gruß, Karin
Sorry, der Artikel galt nicht Dir sondern der Fragestellerin.
Veronika
Hallo,
du hast ja bisher gute Tips bekommen.
Ich wollte nur zufügen, dass du auf jeden Fall ruhig bleiben solltest wenn jemand stürzt.
Die Person liegt schon am Boden, tiefer geht es nicht mehr
Und jetzt kannst du ganz in Ruhe überlegen wie du ihm helfen kannst.
Vielleicht kannst du einen Stuhl auf eine Seite stellen (Person sitzt auf dem Po), wichtig sie sollte rutschfeste Schuhe tragen und die Beine feste anwingekeln können. Somit kann sie sich gut vom Boden abstoßen. Und du kannst von der anderen Seite helfen. Am besten „ziehst“ du am Hosenbund mit und lenkst indem du die Hand am Po läßt.
Unter dem Achseln ziehen ist schmerzhaft. Wenn es nicht besser geht, lege den Arm um deine Schultern.
Aber achte bitte auch auf deinen Rücken!!!
Gruß
Nochmals vielen Dank …
… an alle, deren Antworten ich eben erst gesehen habe!
Ihr habt mir wirklich gute Tipps gegeben, ich habe auch schon selbst bei mir Bewegungsabläufe geübt, um sie am Anderen besser nachvollziehen zu können.
Letztendlich hat sich im konkreten Fall die alte Dame - im Nachthemd und barfuß - selbst aufrappeln können, ermutigt durch gutes Zureden und kleine Hilfen meinerseits: Sessel hinschieben und festhalten, stützende Hand reichen. Anschließend Kaffekochen und Zuhören, was passiert war Zum Arzt bringen, Krankenhauseinweisung, gründliche Untersuchungen, wieder zu Hause und den Umständen entsprechend wohlauf.
Ist abzusehen, dass es öfter passieren wird (cerebelläre Ataxie). Inzwischen ist Hausnotruf installiert, mit Rufknopf, der um den Hals getragen wird. Ich selbst - wohne gegenüber - bin auch guten Willens, praxisbezogene Kurse mitzumachen, aber - das ist keine blöde Ausrede, glaubt mir! - ich habe nicht die Zeit!
Herzlichen Dank an euch alle und Gruß,
Eva