Ich denke darüber nach, ein Haus in Fertigbauweise zu bauen zu lassen. Dabei stellt sich mir die Frage der richtigen Heizung. Eine interessante Alternative scheint mit die Wärmepumpe zu sein. Finanziell wäre es ein Unterschied von ca 8000 € zur normalen Gasheizung.
Habt Ihr damit Erfahrungen,
wie lange muss die Anlage laufen bis sich die Investition rechnet?
wie hoch sind die laufenden Kosten für den Betrieb der Wärmetauschpumpe sind?
wie störanfällig diese Anlagen sind?
Ich denke bei der Anlage nicht um eine Erdwärmeanlage sondern eine Wärmetauschpumpe nach dem „Kühlschrank-Prinzip“. Das Haus hätte eine Brutto-Wohnfläche von ca 130m².
Vielen Dank für Eure Mühe und eine schönes Wochenende!
Ich denke darüber nach, ein Haus in Fertigbauweise zu bauen zu
lassen. Dabei stellt sich mir die Frage der richtigen Heizung.
Wie bei allen anderen Arten des Hausbaus auch: welcher effektive Wärmebedarf besteht ?
wie lange muss die Anlage laufen bis sich die Investition
rechnet?
Je nach Region: Jahrhunderte.
wie hoch sind die laufenden Kosten für den Betrieb der
Wärmetauschpumpe sind?
± die gleichen wie bei Gas.
Ich denke bei der Anlage nicht um eine Erdwärmeanlage sondern
eine Wärmetauschpumpe nach dem „Kühlschrank-Prinzip“.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer:
Die Anlage pumpt Wärme von aussen nach innen, indem sie einen Temperaturunterschied zwischen den Rohren draussen und den drinnen erzeugt. Solange der Unterschied sich in Grenzen hält klappt das wunderbar und ist wirtschaftlich. Und dann kommt der Winter. Da ist dann in den meisten Regionen Essig mit wirtschaftlichem Arbeiten. Und genau dann wird die meiste Energie gebraucht.
Die Systeme sind klasse wenn man aussen im Boden nie unter 10-15°C hat. Aber 1-2 Wochen Bodenfrost und der Spass wird teuer. Die Systeme können in dem Fall zur elektrischen Heizung mutieren, mit allen Konsequenzen die das mit sich bringt.
der sie Sache kritisch sieht, aber auch noch eine Anzahl anderer Beiträge. Das Einsparpotential ist halt weit geringer als vermutet, weil für das „Pumpen“ Strom genutzt werden muss, der teuerste Engieträger überhaupt.
Was meinst du denn mit „nach dem Kühlschrankprinzip“? Das sind alle Wärmepumpen, nur eben umgekehrt. Wenn du die Wärme nich aus der Erde nehmen willst, woher dann? Wohnst du zufällig in der Nähe eines Atomkraftwerks und willst das 25° warme Kühlwasser nutzen, das in einem Flus neben deinem Haus vorbeifließt? Dann wäre eine Wärmepumpe optimal - bis das Werk abgeschaltet wird. Oder aus der Luft? Dann ist der Zuheizungsbedarf mit Strom im Winter am höchsten.
Ein andere Alternative könnte eine Pelletsheizung sein. Dazu findest du gerade im aktuellen Heft der Zeitschrift Test eine ausführliche Darstellung.
Möglicherweise interessant erscheint die Kraft-Wärmekopplung. Google mal nach „Blockheizkraftwerk“, da findest du jede Menge. Aber ob man in einem Einfamilien-Fertighaus ständig einen Diesel am Rumoren haben will, ist natürlich Geschmackssache.
Wärmepumpen sind keine einfache Geschichte; Mit keiner anderen Heizanlage kann man so viele Fehler machen, wie mit einer Wärmepumpe. Die Technik ist einfach anders, als bei einer Verbrennungsheizung.
Und wer diese Technik nicht begreift, wer sie nicht planen und projektieren kann, wird Probleme bekommen.
Deshalb mein Rat, nur Firmen damit beauftragen die wirklich Erfahrung und auch Referenzen nachweisen können.
unser hauptargument (meine und die meiner frau) lautet mittlerweile möglichst unabhängig zu heizen. sprich sich nicht von örtlichen anbietern abhängig machen.
wir haben im haus einen gas-brennwertkessel und zur heizungsunterstützung eine kolektoranlage.
im moment bin ich so weit, dass ich dem kessel (der eigentlich gar nichts dafür kann) einen tritt verpasse. unser gasversorger hebt mal mir nichts dir nichts die preise an (er ist in unserer gegend der einzige).
meine überlegung geht jetzt in richtung pelletkessel. die technik ist mittlerweile mehr als ausgereift, wird gefördert, und den brennstoff kannst du auch aus österreich beziehen, heisst hier herrscht wettbewerb, hier geht was mit den preisen.
leider ist dieses system nicht ganz so komfortabel wie gas, aber arbeit hat man damit eigentlich auch keine.
will sagen: die kosten (die du wissen wolltest), die sich rechnen sollen, können bei unserer energiepolitik schneller amortisieren, als man glaubt.
Hi,
ich frage mich nur, ob z. b. die Schweizer alle doof sind??
Warum bauen die dann in Neubauten soviele WP´s? Siehe Link http://www.effiziento.de/zukunft_waermepumpe.html (bitte ganz nach unten scrollen!
Ich denke, dass die im Winter auch nicht gerade tropische Temperaturen zu bieten haben.
Ausserdem darf man nicht mit dem „normalen“ Strompreis rechnen. Zumeist heizt man mit Extra WP-Tarif bzw. mit dem Heiztarif der Stromversorger, die sind i. d. R. um 50 % günstiger als der „normale“ Haushaltsstrom
Ausserdem werden Erdkollektoren unter der Frostgrenze verlegt, wobei Michael m. E. von einer Luft-Wasser-WP ausgeht. Da braucht man nur zwei Lüftungsgitter, ist billiger in der Anschaffung und etwas teurer im Betrieb
Grüße
dragonkidd
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