Servus Irmi,
der 24 liegt ja, außer bei sehr sauertöpfischen Menschen
, im sichtbaren Bereich. Wenn die Vorderfläche (also die zum Eckzahn hin) die betroffene ist, hättest Du von jetzt ab ein vergoldetes Lächeln. Manche mögen das ja (meine Inlays habe ich schon von der Bühne der Kammerspiele blitzen sehen), aber die meisten haben es heute lieber ‚natürlich‘. Was gibt es da für Alternativen?
Am schnellsten (und billigsten) geht es mit der Compositefüllung. Sie ist IMO geradezu ideal zur Versorgung des 24, wenn die Kavität (das Loch) nicht allzu groß ist. Sehr instruktiv sind die Bilder da:
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.drh…
Das gebondete CEREC-Inlay kenne ich nur in der Theorie, weil ich immer zu faul war, Arbeiten zu machen, die der Zahntechniker auch (und meistens besser) kann.
Aber da gibt es durchaus, neben den unvermeidlichen Schnellhoblern, auch Meister ihres Faches.
Das Inlay aus Circondioxid (z.B. LAVA) halte ich für Übertherapie, auch andere Keramiken (EMPRESS) halte ich bei einer simplen Karies am oberen Vierer für grenzwertig, weil zu aufwändig. Wie es bei Deinem 24 aussehen könnte, siehst Du z.B. da:
http://www.geiger-dentaltechnik.de/images/inonlays08…
Zuletzt noch eine grundsätzliche Überlegung:
Ich war bei der Inlaytherapie immer versucht, gleich dreiflächige Inlays zu machen, das heißt, die (noch) nicht kariöse Fläche im anderen Zahnzwischenraum gleich mit zu versorgen. Das ist natürlich eigentlich nicht indiziert, wenn so eine Fläche völlig kariesfrei sein sollte! Nur habe ich oft eine Schmelzkaries vorgefunden, wenn im anderen Zwischenraum schon eine Füllung nötig war. Es ist nämlich nicht leicht, Patienten zwei Jahre später zu erklären, daß das neue zweiflächige Inlay durch ein weiteres dreiflächiges ersetzt werden muß, weil die unbehandelte Fläche inzwischen kariös geworden ist.
Hope that helps!
Kai