Für die elektron. Füllstandsanzeige in meiner Regenwasserzisterne verwende ich bisher isolierten Klingeldraht (Cu), den ich an den Enden abisoliert habe (ca. 5 mm).
Bedingt durch galvan. Ströme lösen sich die Kupferdrahtenden innerhalb von wenigen Monaten regelmäßig auf - es entsteht so etwas wie grüner Schwamm- , sodaß ich in regelmäßigen Abständen jeweils ein Stückchen Draht abzwicken und erneut abisolieren muß. Leider sind nun zwischenzeitlich die überstehenden Drähte derart kurz geworden, daß ich komplett neue Strippen einziehen muß. Da erhebt sich nun die Frage: Gibt es einen isolierten Draht, der sich durch diese galvanischen Einflüsse _nicht_ auflöst (und natürlich auch nicht korrodiert), oder muß ich wieder auf den altbewährten Klingeldraht zurückgreifen, mit der Aussicht, alle paar Jahre das Spielchen erneut durchzuführen?
Was mich im Falle einer Alternativlösung auch interessieren würde: Wo bekomme ich das Material? (Es handelt sich übrigens um eine Gesamtlänge von max. 15 m!)
wenn ich dich richtig verstehe, lösen sich deine Elektroden auf? Und das frist sich dann immer weiter unter der Isolierung durch?
Nimm doch einfach beständigerere Elektroden z.B. aus Edelstahl. Befestige daran das isolierte Kupferkabel so, dass das Kupfer nicht mehr offen liegt. Also mit Flüssigkunststoff (2-Komponentenkleber…) „eingiessen“.
Bedingt durch galvan. Ströme lösen sich die Kupferdrahtenden
innerhalb von wenigen Monaten regelmäßig auf - es entsteht so
etwas wie grüner Schwamm- , sodaß ich in regelmäßigen
Abständen jeweils ein Stückchen Draht abzwicken und erneut
abisolieren muß. Leider sind nun zwischenzeitlich die
überstehenden Drähte derart kurz geworden, daß ich komplett
neue Strippen einziehen muß. Da erhebt sich nun die Frage:
Gibt es einen isolierten Draht, der sich durch diese
galvanischen Einflüsse _nicht_ auflöst (und natürlich auch
nicht korrodiert), oder muß ich wieder auf den altbewährten
Klingeldraht zurückgreifen, mit der Aussicht, alle paar Jahre
das Spielchen erneut durchzuführen?
Das Hauptproblem liegt bei der Schaltung.
Es sollte ein möglichst kleiner Strom fliessen und zum Anderen sollte man Wechselspannung verwenden.
Ansonsten kannst du, wie schon vorgeschlagen, rostfreien Stahl als Elektroden nehmen.
Das Hauptproblem liegt bei der Schaltung.
Es sollte ein möglichst kleiner Strom fliessen und zum Anderen
sollte man Wechselspannung verwenden.
Damit der Strom noch kleiner wird, könnte man auch erst nach Bedarf messen. Das heißt, zum Ablesen drückt man auf’s Knöpfchen, erst dann wird der aktuelle Füllstand angezeigt. Oder die Messung wird getaktet (der Füllstand ändert sich ja nicht im Millisekundenabstand) und der Messwert gespeichert (Mikrokontroller oder Sample-and-Hold-Verstärker).
…oder lass jemand 1x/Woche vorbeikommen und nachschauen ob
noch Regenwasser da ist. Wenn nicht liefert er dir was. Könnte
günstiger werden
ich bin mir ja nicht sicher ob’s denn wirklich so ist, aber ich habe mal irgendwo gelesen, dass man dafür Zündkerzen benutzen könnte, weil da auch irgendwo Platin mit drin sein sollte. Habe dann auch mal eine zerlegt und ausprobiert, ob die denn auch so schnell hinüber ist, da ich das gleiche Problem hatte wie oben beschrieben, nur Kochsalz haben die Dinger nicht so besonders gut vertragen, ansonsten hat es zumindest bei mir funktioniert.
Bedingt durch galvan. Ströme lösen sich die Kupferdrahtenden
innerhalb von wenigen Monaten regelmäßig auf - es entsteht so
etwas wie grüner Schwamm- , sodaß ich in regelmäßigen
Abständen jeweils ein Stückchen Draht abzwicken und erneut
abisolieren muß. Leider sind nun zwischenzeitlich die
Diesen Vorgang nennt man anodische Oxidation. Dabei wird die Anode durch die Wirkung des Gleichstromes oxidiert und geht z.T. in Lösung. Die Oxidationswirkung des Stromes ist so stark, dass nur Edelmetalle wie z.B. Platin dem standhalten. Selbst Graphitelektroden halten das nicht ewig aus.
überstehenden Drähte derart kurz geworden, daß ich komplett
neue Strippen einziehen muß. Da erhebt sich nun die Frage:
Gibt es einen isolierten Draht, der sich durch diese
galvanischen Einflüsse _nicht_ auflöst (und natürlich auch
nicht korrodiert), oder muß ich wieder auf den altbewährten
Klingeldraht zurückgreifen, mit der Aussicht, alle paar Jahre
das Spielchen erneut durchzuführen?
Wenn Du die Anode (Pluspol) aus Platin oder zumindest Graphit (z.B. Bleistiftmine) herstellst, hält es sicher etwas länger.
Was wesentlich besser und auch üblich ist, ist die Verwendung von hochfrequenten Wechselmessströmen im 10…100-kHz-Bereich. Dann tritt keine chemische Zersetzung mehr auf. Dafür wird die Schaltung dann etwas aufwendiger.
ich bin mir ja nicht sicher ob’s denn wirklich so ist, aber
ich habe mal irgendwo gelesen, dass man dafür Zündkerzen
benutzen könnte, weil da auch irgendwo Platin mit drin sein
sollte. Habe dann auch mal eine zerlegt und ausprobiert, ob
die denn auch so schnell hinüber ist, da ich das gleiche
Problem hatte wie oben beschrieben, nur Kochsalz haben die
Das Platin ist nur bei einigen Zündkerzen drin, die von Bosch sind auch noch speziell beschriftet.
Die Menge an Platin ist ausserdem verschwindend gering, es handelt sich dabei um einen kleinen Stift, ca. 0,5mm Durchmesser u. 2,3 o. 4mm lang. Dieser Stift ist im Übergang der Funkenstrecke in der Kerze eingepresst.
die Dosis macht’s
Hallo, immer diese Warnhinweise auf’m Beipackzettel.
Bedingt durch galvan. Ströme lösen sich die Kupferdrahtenden
innerhalb von wenigen Monaten regelmäßig auf - es entsteht so
etwas wie grüner Schwamm- ,
Was du beschreibst, ist Grünspan und der ist hochgiftig. Ich
hoffe, du gebrauchst das Wasser nicht zum Blumengießen oder
zum trinken.
da steht, daß sich ein kleines Stück Kupferdraht innerhalb von
Monaten auflöst. Das ist also eine eher homöopatische Dosis für
die Blumen und kann auch als Dünger angesehen werden. Pflanzen
benötigen nämlich auch Kupfer, weshalb bei verschiedenen Mangel-
erscheinungen und Pflanzenkrankheiten auch Kupferpräparate ins
Gießwasser gegeben werden.
Daß jemand das Brauchwasser aus der Regenzisterne trinkt, ist wohl
nicht anzunehmen. Selbst da wären die Verunreinigungen durch Bakterien
wohl eher kritisch, als das bischen Kupfer im Wasser.
Man muß das Zeug ja nicht gleich pur lutschen.
Gruß Uwi