Alternative zu Metropolol

Hallo,
Hatte Jahrelang hohen Blutdruck. Seit ca. 6 Monaten ist der Blutdruck stabil und es läuft nur noch folgende Therapie
Diovan 160 0-0-1/2
Metropolol 100 1/2-0-1/2
Derzeitige Blutdruckwerte um 100/70 bis maximal 150/95.
Teilweise ist der Blutdruck auch nur 86/50, meist nach der Einnahme von Metropolol. Nach der Einnahme von Metropolol habe ich das Gefühl der Kreislauf bricht alle Minuten zusammen. Beim plötzlichen Aufstehen wird es schwarz vor Augen. Abends ist es besonders schlimm, da kann ich mich gerade noch ins Bett retten.
Nach Auskunft meiner Ärzte nehme ich Metropolol nicht für den Blutdruck sondern fürs Herz . Würde die Umstellung von Metropolol auf Atenolol etwas bringen?
Oder gibt es einen völlig anderen Therapieansatz?

Danke
Baumanager

Hallo,
Hatte Jahrelang hohen Blutdruck. Seit ca. 6 Monaten ist der
Blutdruck stabil und es läuft nur noch folgende Therapie
Diovan 160 0-0-1/2
Metropolol 100 1/2-0-1/2
Derzeitige Blutdruckwerte um 100/70 bis maximal 150/95.
Teilweise ist der Blutdruck auch nur 86/50, meist nach der
Einnahme von Metropolol.

–> diese wechselnden Werte kann man erst mal nicht stabil nennen.

Nach der Einnahme von Metropolol habe

ich das Gefühl der Kreislauf bricht alle Minuten zusammen.
Beim plötzlichen Aufstehen wird es schwarz vor Augen. Abends
ist es besonders schlimm, da kann ich mich gerade noch ins
Bett retten.

–> ist nicht sinn und Zweck solcher Medikamente.

Nach Auskunft meiner Ärzte nehme ich Metropolol nicht für den
Blutdruck sondern fürs Herz .

–> hat es einen Grund das sie es fürs Herz benötigen, weil es geschwächt ist zum beispiel oder einen Schaden hat oder hat sie einfach nur die Betablocker gewählt weil sie die besseren Erfahrungen damit hat?

Würde die Umstellung von

Metropolol auf Atenolol etwas bringen?
Oder gibt es einen völlig anderen Therapieansatz?

–> ich würde die Ärztin mal ansprechen auf einen Wechsel sprich auf ACE-HEmmer solange die Betablocker nicht aus einem bestimmten Grund verordnet wurden. Betablocker wie Metoprolol beeinflussen nämlich mehr die Rezeptoren im Erregungsbildungs- und Erregungsleitungsgewebe des Herzens, ACE-Hemmer hingegen haben eine größere blutdrucksenkende Wirkung da es speziell die Blutgefäße entspannt. die vielleicht ein wenig stabiler ist,
Oder sie versuchen Metoprolol erst mal geringer zu dosieren, und wenn sie keine Retardtablette verwenden lassen sie sich diese Verordnen, da diese den Wirkstoff nach und nach abgibt und so gelangt nicht sofort der volle Wirkstoff und die volle Wirkung in den Körper.
Empfehlen würde ich ihnen mit dem arzt über einen Wechsel zu sprechen. Mit lieben Grüßen GibbsTony

Hallo,

vor eine Umstellung der Medikation würde ich eine Langzeit-Blutdruck-Messung empfehlen, um diese doch starken Blutdruckschwankungen nochmals zu objektivieren und auch zu schauen, was dein Blutdruck in der Nacht macht. Und ob die Einstellung wirklich auch ausreichend ist, die sporadisch gemessenen Werte geben da schon eine Orientierung vor.

Hier eine Empfehlung zur Blutdruckmedikation zu geben, ist nur schwer möglich, weil wir Deine Krankengeschichte nicht kennen. So spielen Allergien, Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, usw. usw. eine wichtige Rolle in der Entscheidung für oder gegen ein Blutdruckmedikament.

Was würde denn dagegen sprechen, das Metoprolol noch ein bißchen weiter zu reduzieren oder als verzögert wirkende Tablette (Retard) einzusetzen? Es gibt Tabletten mit geringerer Wirkstoffkonzentration, dann muss man die Tabletten auch nicht halbieren. In Abhängigkeit der Blutdruckwerte über den Tag verteilt, wäre es auch möglich das Metoprolol nicht am Abend sondern zur Nacht zu nehmen.

In Rücksprache mit deinem Hausarzt und / oder Kardiologen kann man auch die Medikamentenklasse ganz wechseln. So würde ich nicht auf ein Medikament der gleichen Stoffklasse zurückgreifen, sondern vielleicht auch in Richtung ACE-Hemmer oder Diuretikum (wasserausschwemmendem Mittel)schauen. So gibt es Diovan auch in Kombination mit einem Diuretikum (Co-Diovan), sodass du morgens die Kombinationstablette und abends das alleinige Diovan nehmen könntest.

Unabhängig von der medikamentösen Einstellung gilt es natürlich auch im Alltag zu schauen, was man antihypertensiv leisten kann. Kann man etwas weniger salzen? Gibt es noch das ein oder andere Gramm zuviel auf den Hüften? Bewegst Du dich regelmäßig? Gerade Gewichtsverlust und regelmäßige Bewegung sind die wirksamsten Antihypertensiva überhaupt.

Viele Grüße,
(B)Engel

PS: In deinem Profil sind sehr viele persönliche Daten einzusehen. So ist es jedem möglich, der daran Interesse hat, deine Krankengeschichte und vielleicht auch andere persönliche Fragen mit deiner Person in Verbindung zu setzen.

Hallo!

In dem Moment, in dem dir schwarz wird vor Augen, scheint dein Blutdruck in den Keller zu sacken.
Ich würde mal versuchen das Metoprolol evtl. nur 1x am Tag (1/2 Tbl.) zu nehmen.
2x 1/2 Tbl. scheint zu viel für dich zu sein.

LG
Nine

Gewagte Theorie
Hi,

vielleicht ist 1 x 1/2 zu wenig…

Grüße
Liete

Hey!

Ja, das kann sein…es könnte aber auch das schwarz werden vor Augen und den Blutdruck-Abfall verhindern.
Mein Chef sagt immer zu unseren Patienten, dass sie es einfach ausprobieren sollen.

LG!!!

Also eigene Nieren sind raus. Kürzlich durchgeführte Langzeitblutdruckmessung zeigte keine Anomalien. Eingefäßerkrankung mit 50 %iger ostialer RCA-Stenose, Arrhythmia absoluta bei Vorhofflimmern, intermittierendes Vorhofflattern.

Wenn er mit Betablockern schon Werte bis 150 erreicht, bin ich gespannt, was ohne passiert.
Dass ein Hirngefäß bereits bei einmaligen Blutdruckentgleisungen platzen kann, brauche ich dir dann also sicher nicht zu erzählen.

Für mich ist es immer noch etwas anderes, wenn dein Chef das Menschen, deren Krankheitsgeschichte er persönlich kennt, rät oder wenn du das auf die Ferne in einem Forum bei jemandem, der uns nur eine unvollständige Anamnese gegeben hat, tust.

Letzendlich kann jeder tun und lassen, was er will…

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Hallo,

umso wichtiger ist es bei diesen Vorerkrankungen eine medikamentöse Veränderung oder Umstellung mit dem betreuenden Kardiologen abzusprechen.

Wenn die eigenen Nieren bereits entfernt sind, du also wahrscheinlich eine Spenderniere hast, ist man in Abhängigkeit der Nierenretentionswerten mit ACE-Hemmern wahrscheinlich vorsichtig. ACE-Hemmer sind gute Medikamente bei guter Nierenfunktion. Bei jedoch gesteigerten Retentionswerten jedoch eher ein Grund davon die Finger zu lassen.

Wenn dein Vorhofflimmern zu zu schnellem Herzschlag neigen sollte (was nicht selten ist) dann ist ein ß-Blocker auch zunächst das Mittel der Wahl. Auch gerade dann wenn es gelegentlich ins Vorhofflattern rutscht.

Es bleibt dabei: Ab zum betreuenden Kardiologen… und mit ihm besprechen, ob und was man an der Medikation ändert.

Viele Grüße,
(B)Engel

Also bin jetzt umgestellt worden auf metoprololsuccinat 23,75 mg 1/2-0-1/2.
Das Metroprolol nehme ich nicht wegen des Bluthochdruckes sondern wegen der Rhythmusstörungen. Aber wahrscheinlich wird als Nebeneffekt der Blutdruck zu stark noch mit gesenkt. Also mal sehen wie es mit dieser kleinen Dosis aussieht. Bis jetzt funktioniert es. Blutdruck im verträglichen Bereich, Puls bleibt niedrig, allgemeines Wohlbefinden okay.