Alternative zu Ritalin

Meine Enkelkinder sollen wegen „ADHS“ mit Ritalin behandelt werden.
gibt es eine Alternative dazu in Form von homöopathischen Globulis u. welche?
Wer hat schon Erfahrungen damit gemacht, sowohl mit ersterem als auch mit Globulis?
michele27

Naja, das Medikament ist aus derzeitiger Sicht am geeignetesten für die Therapie bei ADHS. Theoretisch könnten Sie auch Ihren Enkelkindern Amphetamine geben, die hätten den gleichen Effekt, aber sie wären nicht so effektiv wie das Ritalin.
Es kommt auf die Intensität der ADHS an, bei starken ADHS-Patienten ist einer Ritalintherapie sicherlich nichts entgegenzusetzen.
Bei leichteren Formen kann man darüber streiten.
Ich bin auch kein Fan von Psychopharmaka, vor allem bei Kindern.
Sollten Sie die Ritalin-Therapie erwägen, dann beobachten Sie das Verhalten der Kinder. Sollten irgendwelche seltsamen Veränderungen auftreten, sofort den Arzt konsultieren.

Hallo,

zum Thema Homöopathie:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie

Was den Kindern am meisten hilft sind Familienmitglieder, die sich mit AD(H)S auseinandersetzen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen und Hilfen in Anspruch nehmen. Ob das jetzt eine Psychotherapie, Lerntherapie eine Ergotherapie oder gezieltes Elterntraing ist, alle Familienmitglieder sollten an einem Strang ziehen…sinnvollerweise auch die Omas und Opas.
Ganz wichtig ist auch die Zusammenarbeit von Ärzten Therapeuten und den Lehrern.

Methylphenidat kann erforderlich sein, damit das jeweilige Kind überhaupt therapiefähig wird.
Verschreiben sollte dieses Medikament jemand der sein Handwerk versteht, also möglichst seinen Schwerpunkt auf der Behandlung von AD(H)S hat.
Medikamente sind immer nur als Teilaspekt der Behandlung anzusehen und sie sind keine Zaubermittel. Andere Maßnahmen gehören immer dazu.

Gesunde Ernärung sollte ebenfalls gewährleistet sein, man kann den Arzt auch mal auf Esprico ansprechen und fragen, was er von einer Kurzzeittherapie damit hält.

Keinesfalls sollte man auf so dubiose Mittelchen wie irgendwelche Algen (die genaugenommen Bakterien sind) aus irgendwelchen Seen zurückgreifen, dann sowas kann dann im Gegensatz zur Homöopathie auch richtig Schaden anrichten.

Lektüre:
http://www.amazon.de/ADHS-bei-Kindern-Jugendlichen-E…
http://www.amazon.de/ADS-st%C3%A4rken-Eltern-wissen-…
http://www.amazon.de/Lernen-mit-ADS-Kindern-Therapeu…

Stichwort positive Verstärker:
http://www.amazon.de/Wunschtafel-flexibles-Belohnung…

Auch hier gibt es gutes Informationsmaterial:
http://www.adhs.info/
http://www.seht.de/
https://www.lilly-pharma.de/?8113
Daraus:
http://www.lilly-pharma.de/gesundheit/adhs/ursachen/…
http://www.medice.de/indikationen/adhs/adhs-kinder-j…
Daraus:
http://www.medice.de/indikationen/adhs/adhs-kinder-j…

Gruß
M.

Hallo,

normalerweise wird vor der Gabe von Medikamenten wie Ritalin ersteinmal mit anderen Methoden gearbeitet.

Es gibt sowohl pflanzliche als auch homöopathische Mittel, die man probieren kann.

Als bekanntestes homöopathisches Mittel in diesem Bereich gilt Zappelin, bei einem Teil der Kinder (20-30%?) zeigen sich damit positive Veränderungen.

Allerdings sind andere, zusätzliche Therapien noch sehr viel wichtiger.
So z.B. eine Ergotherapie oder Verhaltenstherapie.
Ein Elterntraining gehört dazu und manchmal auch eine Ernährungsumstellung.
Oder eine Psychotherapie…

Welche Ansätze wurden denn bei deinen Enkeln gemacht?
Wie gesichert ist die Diagnose und wer hat sie gestellt?
Wie alt sind die Kinder und wie stabil ist das Elternhaus?

Um ADHS ohne Medikamente zu behandeln braucht es viele Kombinationen, viel Geduld und ein konsequentes Elternhaus.
Und manchmal genügt auch das nicht…

Es grüßt
Yvisa

Austausch mit Betroffenen
Hallo!

Wenn Du Dich in die Thematik einlesen möchtest und viele Erfahrungen von Betroffenen, sowohl von Erwachsenen mit AD(H)S als auch Eltern mit AD(H)S-Kindern lesen willst, dann geh zu:

http://www.tokol.de/

Dort findest Du jede Menge Informationen, auch zu den sogenannten „Alternativen“, die nicht nur aus meiner eigenen Erfahrung allesamt wirkungslos waren.

Wie oben bereits gesagt wurde, z.Zt. ist das Mittel der Wahl die multimodale Therapie, die aus Erziehungsberatung, Elternschulung, (Verhaltens)Therapie des Kindes/der Eltern und - falls notwendig - auch aus Medikamenten besteht.

Wobei es mittlerweile verschiedene Wirkstoffe gibt, die man einsetzen kann, und die nicht alle BTM-pflichtig sind.

Angelika

Hallo,

normalerweise berät der Kinderpsychiater die Familie über alle Behandlungsmöglichkeiten bei ADHS.
Ich möchte Dir gerne folgende Links empfehlen, die einige Infos zum dem Thema bereithalten.
http://www.zentrales-adhs-netz.de/
und
http://www.adhs.info/fuer-kinder.html
Die gut eingestellte Dosis von Methylphenidat kann eine große Entlastung für das Kind sein. Der regelmäßige Besuch beim Facharzt ist wichtig, um die Vergabe und die Verträglichkeit zu überwachen, und die Option nach einer gewissen Zeit einen Auslassversuch zu starten.

viele Grüße
oneTann

Hallo,

Ich frage mal direkt nach: Welche Erfahrung haben Sie konkret mit ADHS und welche Erfahrung haben Sie konkret mit Ritalin und ihren Amphetaminen?

Ich frage deshalb, weil ich denke Sie haben keinerlei Erfahrung.

Aus diesem Grund frage ich mich weiter: Warum antworten Sie auf (wie sehr oft) auf Fragen, scheinbar fachlich, wo Sie doch keinerlei praktische Erfahrung mit dem Thema haben?!

Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass es Leute gibt, die jedes Wort glauben, was geschreiben wird?!
Übernehmen Sie dann, falls Ihnen ein Fehler unterläuft, die volle Verantwortung?!

Nur um eines nochmals klarzumachen: Sie können ja vieles gar nicht wissen, weil sie in vielen Dingen keine praktische Erfahrung haben.
Aber warum müssen Sie so oft auf Themen so „beratend“ eingehen?!

Ich werde dies wohl nie verstehen.

Liebe Grüsse

Anja

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Das was ich geschrieben habe, stimmt aber.
Aber jetzt zu Ihnen:
Stimmt das nicht, was ich zu dem Thema geschrieben habe?
Oder wollen Sie etwas dazu ergänzen?

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Hallo,
meine Enkelkinder sind acht Jahre (Zwillinge).
die Diagnose wurde in der Kinder u.-Jugendpsychiatrie vor Ort gestellt.
Es wurden Tests gemacht u. Gespräche (Einzel- u. mit den Eltern) geführt.
auch ich als Oma hatte etliche Bögen auszufüllen, da ich die Kinder von Geburt an betreue.
Es wurde beschlossen, beide einer stationären Therapie ca. 70km von uns entfernt zu unterziehen. Wegen der Medikamentengabe wäre ein Blutbild des betreuenden Kinderarztes nötig gewesen.
dieser weigerte sich, da er in seiner Prxis „ADHS“ behandelt u. eine stationäre Aufnahme nicht für nötig hält, zumal die Kleinen das ganze Jahr über sehr wenig zu Hause sind (Schule, danach Tagesstätte, einmal in der Woche bei mir u. am Wochenende.)
auch die Schule ist der Ansicht, daß eine stationäre Behandlung nicht gut für die Beiden sei.
Das Elternhaus ist alles andere als stabil.
vor allem die Mutter bräuchte Hilfe in Form einer Therapie, sieht aber die Notwendigkeit einer solchen nicht gegeben.
Ich habe mich über die Krankheit informiert u.a. durch einen sehr interessanten Film,in dem zur Sprache kam, daß die Diagnose viel zu schnell gestellt wird.
Man sollte eine zweite Meinung einholen!
bin auch dafür, es mit „Zappelin“ zu versuchen.
Gruß
michele27

Hallo,

Deine Antwort macht mir ehrlich gesagt Sorgen…
Du sagst das Umfeld sei alles andere als stabil und die Kinder wandern quasi regelmäßig (aber dennoch) von einer Hand zu anderen…da hätte ich erwartet, dass Du als erste Maßnahme nennst, hier mehr Regelmäßigkeit herstellen zu wollen…aber stattdessen kommt als erste Reaktion „Zappelin“…
Hier muss unbedingt eine Unterstützung und ein Kampfplan her und zwar für die gesamte Familie.

-Rituale und feste Zeiten sind wichtig für Kinder mit ADHS, sie brauchen einen Rahmen innerhalb dessen sie sich bewegen können. Das vermittelt Sicherheit.
Es kann durchaus sein, dass Grenzen hier enger gesteckt werden müssen, als bei anderen Altersgenossen.
ADHS Kinder hinken in verschiedenen Bereichen hinterher, weil ihr Frontallappen in der Entwicklung hinterher ist.

-Konsequenz und Beständigkeit sind ebenfalls nicht zu vernachlässigende Werkzeuge, auch diese vermitteln Sicherheit und Routine.

Dieses Hin und Her ist für die Kinder daher nicht wirklich optimal, wenn sich das aber nicht vermeiden lässt, dann sollten nach Möglichkeit alle Parteien in ähnlichen Situationen auch ähnlich reagieren.

  • Beim Lernen kleine Arbeitseinheiten zusammenstellen mit vielen Wiederholungen. Auch die hausaufgaben sollten ihren festen Rahmen bekommen.

  • Wochenplan anfertigen

  • Belohnungsplan mit kleinen, mittleren und einem größeren Ziel aufstellen. (Achtung: Zeit ist für ADHSler schwer begreifbar und zuweit in die Zukunft reichende Ereignisse zu abstrakt) die Zeiträume dementsprechend kleiner ausfallen lassen.

-Ambulant stehen Lerntherapie, Ergotherapie mit unterschiedlichen Schwerpunkten oder auch eine Verhaltenstherapie zur Verfügung

Das sind alles Dinge, die vor eine stationären Aufnahme stattfinden können und sollten.
Ich vermute mal, die stationäre Therapie wird aufgrund des „abwechslungsreichen“ Umfeldes empfohlen.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Beiden sich regelrecht aneinander hochschaukeln können und das mit Sicherheit auch tun.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass da selbst Kinder ohne ADHS in sich unruhig werden können und Deine Enkel sind von Spezialisten bereits diagnostiziert worden. (Deren Meinung würde ich persönlich auch höher bewerten, als die eines Kinderarztes der meint sich mit ADHS gut auszukennen. Dementsprechend würde ich eine zweite Meinung auch nur von einer ähnlich kompetenten Stelle einholen wollen)

Gruß
M.

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