Alternative zur Psychiatrie? Dringend!

Hallo mal wieder!

Mein Bruder ist seit drei Wochen in der offenen Station einer Psychiatrie und wird dort stationär behandelt (soziale Phobie; Depression). Er möchte gern auf die Jugendpsychiatrie obwohl er fast 19 ist. Leider bekommt er dort keinen Platz. Nun soll er laut Leiterin der Auffangstation in der er jetzt ist, Montag einfach entlassen werden. Allerdings hat selbst die Ärztin der Jugendpsychiatrie, die ihn gesprochen hat gesagt, dass weiterhin eine stationäre Behandlung dringend notwendig ist. Zu Hause würde er wieder schlechte Phasen durchlaufen weil er keinen geregelten Tagesabluf hätte und versuchen würde sich mit weichen Drogen selbst zu medikamentieren. Er bekommt jetzt zwar auch Anti-Depressiva aber für ein betreutes Wohnen scheint es uns einfach noch zu früh. Kennt nicht jemand von euch eine Alternative zur Psychiatrie? (Am besten NRW) Eine Tagesklinik gibt es in Köln aber ich fürchte mein Bruder würde dort nicht freiwillig hingehen. Was gibt es noch für Möglichkeiten? Bitte schreibt mir bald, wir müssen unbedingt vermeiden, dass er wieder nach Hause kommt und sich selbst schadet!!!
Gruß, Anna

Hallo Anna,

warum schein es dir für ein betreutes Wohnen zu früh?
Ich kann mir vorstellen dass das deinem Bruder gut tun würde.
Alternativen hast du(?) auch schon abgelehnt (Tagesklinik), viel übrig bleibt da nicht…
Was meint der Psychiater dazu?

Schau mal hier, vielleicht ist da was dabei:

http://www.sorgentreff.de/kliniken/nrw.htm

Gruß,
Maja

Hallo mal wieder!

Hallo Anna,

ich mach es mal relativ kurz, da ich vor einiger Zeit dir schon einmal auf einen Artikel zum Thema geantwortet habe.

Dein Bruder ist fast 19…also kein Kind mehr. Es ist seine Krankheit, sein Leben und er muss lernen damit umzugehen.

Zu Hause würde er wieder schlechte Phasen durchlaufen
weil er keinen geregelten Tagesabluf hätte und versuchen würde
sich mit weichen Drogen selbst zu medikamentieren. Er bekommt
jetzt zwar auch Anti-Depressiva aber für ein betreutes Wohnen
scheint es uns einfach noch zu früh.

Wo ist denn sein zu Haus? Bei deinen Eltern?
Und wie du schon selbst sagst…es erscheint euch für ein betreutes Wohnen zu früh. Aber seid ihr wirklich „objektiv“? Was will dein Bruder denn?
(Ob die Kinder- und Jugendpsychiatrie eine Alternative ist, kann/will ich nicht beurteilen.)

Kennt nicht jemand von
euch eine Alternative zur Psychiatrie? (Am besten NRW)

Was mir dazu einfällt, sind Wohnheime für psychisch Kranke (gibt es einige in NRW). Aber dein Bruder wird kaum auf die Schnelle einen Platz bekommen und dann ist ja auch die Frage ob er in so einem WH leben möchte.

Eine Tagesklinik gibt es in Köln aber ich fürchte mein Bruder würde
dort nicht freiwillig hingehen.

Erinnert mich ein bisschen an deinen vorherigen Artikel.Dein Bruder weiss scheinbar ziemlich genau was er will, bzw. nicht will.Und ist durchaus in der Lage diverse Leute zu mobilisieren.

Bitte schreibt mir bald, wir müssen unbedingt
vermeiden, dass er wieder nach Hause kommt und sich selbst
schadet!!!

Noch einmal…das wirst du auf Dauer nicht verhindern können. Der kleine Bruder ist mittlerweile erwachsen, er muss lernen mit seiner Krankheit umzugehen. Nicht du oder deine Eltern. Eure Aufgabe kann eine andere sein und ich glaube ein bisschen Distanz wäre für alle hilfreich.

Gruß, Anna

Lieben Gruss zurück,Simone

Hallo Anna,

mein Sohn hat Jahre in der Psychiatrischen Klinik verbracht und nun hat sich etwas verändert. Dank der Einsicht, dass eine Tages-Strukturierung seine Medikamente zum Teil ersetzen kann. Bei Dir oder mir wird wohl auch eine gewisse Tages-Planung nötig sein, damit eine innere Ruhe einkehrt !
Mit Gruss: hardy