Da immer wieder die Frage auftaucht, ob es irgendwo Möglichkeiten gibt, auch ohne Anschaffung des teuren Acrobat von Adobe PDF erzeugen zu können, gibt es hier einen anderen Ansatz:
Ghostscript (http://php.zdnet.de/download/showprg-wc.php3?id=de0DA0) heißt ein vielseitiges Kommandozeilen-Tool, das für die Druckersprache Postscript konzipiert wurde, aber auch PDF unterstützt. Wer kein Freund von Text-Interfaces ist, benötigt zusätzlich Ghostview (http://php.zdnet.de/download/showprg-wc.php3?id=de0DA1). Dabei ist es gleichgültig, welches der beiden Programme man zuerst installiert. Zur Benutzung von Ghostview muss aber Ghostscript unbedingt vorhanden sein.
Ghostscript kann Postscript-Dateien in PDF umwandeln. Der Nutzer benötigt also zunächst eine Postscript-Version seines Dokuments. Die lässt sich unter Windows ganz einfach erstellen - mit einem Druckertreiber.
Wenn Sie nicht ohnehin einen Postscript-Drucker installiert haben, wählen Sie in der Startleiste „Einstellungen / Drucker“. Klicken Sie auf „Neuer Drucker“. Folgen Sie den Anweisungen. Wählen Sie „Lokaler Drucker“. Das gewählte Druckermodell ist egal, solange Sie einen Postscript-Treiber wählen. Sie können auch verschiedene Treiber ausprobieren. Für den Anfang sollten Sie zum Beispiel den „HP Color Laserjet PS“ auswählen, für den in allen Windows-Versionen ein Treiber vorhanden ist.
Als Anschlusstyp muss „FILE:“ ausgewählt werden - der Drucker existiert ja nicht real und soll kein bedrucktes Papier, sondern eine Datei ausgeben. Lassen Sie Windows die Testseite drucken, wählen Sie einen Dateinamen und öffnen Sie die ausgegebene Datei (normalerweise mit der Endung .PRN versehen) in Ghostview. Voila! Über das Menü können Sie die Testseite auch gleich ins PDF-Format konvertieren und mit dem Adobe Acrobat Reader betrachten.
Da der Druckertreiber in so gut wie jeder Anwendung nutzbar ist, können auf diese Weise Browserseiten, Word- und Excel-Dokumente oder sogar Powerpoint-Folien in PDF konvertiert werden. Natürlich ist es auch möglich, die Seiten in Ghostview „von Hand“ zu erstellen.
Einige kleine Probleme hat dieses Vorgehen aber. Da Postscript keine Links unterstützt, kann man diese in der PDF-Version nicht anklicken. Lediglich Farbe und Format (üblicherweise blau und unterstrichen) bleiben erhalten. Und große Grafiken werden ebenso wenig korrekt konvertiert.