Alternativen zur gebärmutter-OP?

Hallo zusammen,
ich komme gerade vom Frauenarzt und soll die Gebärmutter entfernt bekommen. Dabei bin ich erst 43 Jahre alt. Mein Myom verursacht starke Blutungen und eigentlich möchte ich meine Gebärmutter behalten. Jetzt bin ich total verunsichert und vor Operationen habe ich total viel Angst. Gibt es eine Möglichkeit, das Myom zu behandeln, aber die Gebärmutter zu behalten?

Hallo,

ich bin medizinischer Laie, aber in einem Alter, in dem man mit derlei Problematiken im Umfeld und auch höchstselbst häufiger konfrontiert wird.

Vor einer planbaren Operation würde ich immer eine zweite Meinung einholen - und zwar NICHT von einem Arzt, der in den Krankenhaus arbeitet, in dem die OP stattfinden soll. Ohne deinen speziellen Fall beurteilen zu können: Ich habe in den letzten Jahren ziemlich häufig erlebt, dass Frauenärzte (männlich) grundsätzlich recht schnell dazu neigen, Gebärmutterentfernungen zu empfehlen, wenn Frauen ein gewisses Alter erreicht haben. Häufig hat eine (u.U. weibliche) Zweitmeinung eine ganz andere Empfehlung erbracht.

Manchmal wurde dadurch das Problem nur aufgeschoben (was auch vorher so erklärt wurde), aber die Frauen hatten zumindest das Gefühl, die OP selbst als sinnvoll und hilfreich zu erkennen und sich nicht fremdbestimmt unters Messer zu legen. Für den psychischen Zustand nach der OP macht das einen entscheidenden Unterschied.

Selbstverständlich gibt es Indikationen, die ein Abwarten und/oder Ausprobieren nicht zulassen, ohne ernsthaft gesundheitsgefährdend zu sein. Doch auch in einem solchen Fall ist es hilfreich, das noch einmal bestätigt zu bekommen, bevor man den Eingriff vornehmen lässt.

In etlichen Fällen - auch bei mir selbst - hat sich gezeigt, dass die Gebärmutterentfernung tatsächlich nicht sein musste, obwohl die Erstempfehlung einen ziemlich dramatischen Tenor hatte. Natürlich ist der eigene Leidensdruck nach monatelangen Blutungen zudem ziemlich hoch.

Mein Tipp: Lass dir umgehend einen Termin bei einer Frauenärztin geben (wenn du Blutungen hast, geht das ganz schnell) und hör’ dir an, was sie zu sagen hat. Wenn sich zeigt, dass du um die OP nicht rum kommst, wird das zwar deine grundsätzlich Angst vor Operationen nicht wesentlich schmälern, aber die Entscheidung wird dir sicherlich leichter fallen - und damit auch die Zeit danach.

Zur Info:
http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_myom-therapie_…

Schöne Grüße,
Jule

Es gibt Frauen, die bekamen eine Hormonspirale um das Wachstum zu mindern.
Du kannst dir eine Zweitmeinung einholen. Wenn die Geb. entfernt werden soll, muss das Myom schon ganz schön groß sein. Frage d. Gyn. ob die Möglichkeit besteht es vaginal zu entfernen. Vllt. kann es durch Medikamente im Umfang minimiert werden um es vag. zu entfernen.
LG Konstanze

hallo!

jules antwort ist wenig hinzuzufügen.

nur eine erfahrung einer freundin, die sie mit mir geteilt hat:
die frau war vor 2 jahren auf mein anraten hin zu einem anthroposophischen frauenarzt gegangen, nachdem die schulmedizin schnell das organ opfern wollte, die ausgangslage war ein wachsendes riesenmyom.

(anthr. mediziner finden sich über die gesellschaft anthropos. ärzte.)
das myom wurde dann homöopathisch behandelt, ausserdem ist die freundin in eine intensive tiefenpsychologische auseinandersetzung mit ihrer geschichte gegangen, hat begonnen ernsthaft verschiedene themen zu bearbeiten.
seitdem ist das myom weiter da, wo es war, genauso groß, aber es wächst nicht mehr.
man hat frieden geschlossen miteinander.

heute wird nicht mehr viel darüber gesprochen, auf nachfragen hin heisst es, „ja, das ist noch da, aber es macht keine schwierigkeiten mehr, ich habe es als teil von meinem körper angenommen“.

das finde ich angesichts der ausgangslage einen schönen erfolg.

würde es weiter wachsen, würde ich ihr raten, sich mal einen hormonspiegel machen zu lassen und bei- vermutlich- einem zu geringen progesteronwert über eine behandlung mit natüridentischen hormonen nachdenken:

http://oestrogen-dominanz.de/buch/myome.htm

wenn du das kannst, dann nimm dir doch erstmal 1-2 monate zeit, um in ruhe darüber nachzudenken, dich zu informieren und weitere meinungen einzuholen.
wenn du deine gebärmutter wirklich unbedingt behalten willst, dann suche so lange ärzte auf -auch dritt- und viertmeinungen sind ok- bis du eine triffst,dem du wirklich vertraust.
wenn der dann auch sagt, die op muss sein, und dir in ruhe erklärt, warum es nicht anders geht, dann hast du dich wenigstens nicht überrumpeln lassen, und dir die nötige zeit genommen um am ende selber zu entscheiden?

das ist kein kleines opfer, das da von dir verlangt wird und dem angemessen darfst du auch mit dir umgehen!!

alles gute dir!

zahira

Mehr Druck geht kaum
Ich lasse mich jetzt nicht zum Thema Hysterektomie aus - da verweise ich auch an Jules Beitrag.

Aber das, was du hier machst, ist ziemlich bedenklich. Du baust einen Druck auf, der so, wie du es tust, zwangsläufig in ein eigentlich unauflösbares Dilemma führt!

das myom wurde dann homöopathisch behandelt, ausserdem ist die
freundin in eine intensive tiefenpsychologische
auseinandersetzung mit ihrer geschichte gegangen, hat begonnen
ernsthaft verschiedene themen zu bearbeiten.
seitdem ist das myom weiter da, wo es war, genauso groß, aber
es wächst nicht mehr.
man hat frieden geschlossen miteinander.

Du willst also ausdrücken, dass das Myom deshalb nicht mehr weitergewachsen ist, weil die Patientin mit sich in eine tiefenpsychologische Auseinandersetzung gegangen und Frieden mit ihm geschlossen hat? Eine recht gewagte These! Für die hast du konkret welche Anhaltspunkte? Und sag bitte nicht, weil das Myom nicht weitergewachsen ist!

Einschub: Ich habe gestern früh beim Rausgehen gedacht: Wenn ich einen Schirm mitnehme, regnet es nicht. Ich habe den Schirm mitgenommen und es hat nicht geregnet. Ich kann kraft meiner Gedanken den Regen beeinflussen! Yeah!

Druck 1 den du damit aufbaust: Wenn das bei Patientin x nicht klappt mit der tiefenpsychologischen Auseinandersetzung und mit dem Frieden schließen und das Myom wächst weiter oder macht weiter Schwierigkeiten - ist sie selbst schuld. Hätte sich halt ein wenig mehr bemühen können!

Und jetzt folgt Druck 2:

wenn du deine gebärmutter wirklich unbedingt behalten willst,
dann suche so lange ärzte auf -auch dritt- und viertmeinungen
sind ok- bis du eine triffst,dem du wirklich vertraust.
wenn der dann auch sagt, die op muss sein, und dir in ruhe
erklärt, warum es nicht anders geht, dann hast du dich
wenigstens nicht überrumpeln lassen, und dir die nötige zeit
genommen um am ende selber zu entscheiden?

Sie soll also mit dem festen Willen, die Gebärmutter zu behalten, auf Arztsuche gehen - und dann entscheiden, bei neuen Ärzten, wem sie soweit vertraut - auch wenn der ggf. ihr das erzählt, was sie nicht hören will? Das geht gleich mal gar nicht. Das funktioniert nicht! Zum Vertrauensaufbau würde gehören, dass eine Offenheit auch vom Patienten gegenüber dem Arzt da ist. Die ist nicht da, wenn der Patient schon mit einer Absolutheit ankommt. Tut er das, dann wird er schlicht nicht offen sein für Alternativmeinungen. Das ist so nicht auflösbar und führt - gerade wenn es um so ein sensibles Thema wie Gebärmutterentfernung geht - beinahe unter Garantie dazu, dass hinterher dann wirklich eine (tiefenpsychologisch nicht zwangsläufig, aber) psychotherapeutische Auseinandersetzung folgt.

das ist kein kleines opfer, das da von dir verlangt wird

Hier wird überhaupt nix irgendjemandem geopfert! Mit dieser Masche sorgst du mit Sicherheit nicht dafür, dass jemand „Frieden“ mit so einem Eingriff findet.

Es ist angebracht, sich in so einem Fall eine Zweit-, ggf. eine Drittmeinung einzuholen. Idealerweise sind in solchen Fällen Ärzte gefragt, die solche Geschichten sowohl konservativ als auch operativ behandeln und kein Interesse an dem Einen oder dem Anderen haben. Vertrauen haben kann man zu einem Arzt, dem man seine Befürchtungen mitteilen kann, der sie ernst nimmt, der kritisch in beide Richtungen berät und mit dem man dann gemeinsam zu einer Lösung kommen kann, idealerweise nicht unter Druck! Von niemandem!

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nicht zum ersten, auch nicht erst zum zweiten mal habe ich den eindruck, du liest und verwechselst in der folge dann, je nachdem , ob bei dir was getriggert wird oder nicht auch mal lesen mit interpretieren.
das steht dir natürlich frei, nur raus damit.

genau das:

Vertrauen haben kann man zu

einem Arzt, dem man seine Befürchtungen mitteilen kann, der
sie ernst nimmt, der kritisch in beide Richtungen berät und
mit dem man dann gemeinsam zu einer Lösung kommen kann,
idealerweise nicht unter Druck! Von niemandem!

meine ich.
dann sind wir ja inhaltlich doch nicht so weit entfernt…

und, da sind wir dann wieder lichtjahre auseinander, setzen wir uns mit unserer psyche auseinander und betrachten die sprache des somas als hinweise der seele,die wir aufnehmen dürfen, als chance und nicht als druck (aus chance wird druck einzig allein in deiner vorstellung), und bearbeiten wir die so gezeigten themen, dann kommt es nicht so selten vor, dass die psyche des umwegs über das soma nicht mehr bedarf und die krankheitskrise sich wandelt in eine weniger belastende richtung.

aber auch wenn wir da weit auseinander sind, werde ich das jetzt nicht weiter mit dir diskutieren, weil ich dich zu lesen schon mehrfach weder inspirierend noch bereichernd gefunden habe.

grüße,
zahira

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Hallo,

es gibt auch Ärztinnen die ayurvedisch arbeiten und mit der Behandlung von Myomen Erfolg haben ohne eine OP.
Der Hauptteil dieser Therapie besteht in einer Ernährungsumstellung über 3 Monate und einer Psychotherapie.

MfG

Kerstin

Hallo Zahira,

was du schreibst, kann ich bestätigen :smile:

Ein Rundumblick sollte ja eigentlich auch für Gemüter, die schwer von Begriff sind, reichen, um zumindest zu ahnen, was Sache ist. Scheinbar möchten aber einige Seelen alles bis in die tiefsten Tiefen erleben.
Ich gewöhne mir allmählich ab, zu urteilen.

LG
sine

nicht zum ersten, auch nicht erst zum zweiten mal habe ich den
eindruck, du liest und verwechselst in der folge dann, je
nachdem , ob bei dir was getriggert wird oder nicht auch mal
lesen mit interpretieren.

Ich kenne eigentlich nur eine Gruppe Leute, die den Begriff „getriggert“ als Kampfbegriff gebrauchen (meist als Antwort, wenn man den Nagel auf den Kopf getroffen hat) -und das sind NICHT diejenigen, die den Begriff wirklich professionell gebrauchen.

das steht dir natürlich frei, nur raus damit.

Eben.

Vertrauen haben kann man zu

einem Arzt, dem man seine Befürchtungen mitteilen kann, der
sie ernst nimmt, der kritisch in beide Richtungen berät und
mit dem man dann gemeinsam zu einer Lösung kommen kann,
idealerweise nicht unter Druck! Von niemandem!

meine ich.
dann sind wir ja inhaltlich doch nicht so weit entfernt…

Möglich, dass du das meinst. Es passt aber inhaltlich weit überwiegend nicht mit dem überein, was du geschrieben hast.

und, da sind wir dann wieder lichtjahre auseinander, setzen
wir uns mit unserer psyche auseinander und betrachten die
sprache des somas als hinweise der seele,die wir aufnehmen
dürfen, als chance und nicht als druck (aus chance wird druck
einzig allein in deiner vorstellung),

Nein, der Druck existiert nicht einzig und alleine in meiner Vorstellung - und es wird, wenn du derartiges häufiger gegenüber Patienten loslässt, dadurch nicht besser!

und bearbeiten wir die
so gezeigten themen, dann kommt es nicht so selten vor, dass
die psyche des umwegs über das soma nicht mehr bedarf und die
krankheitskrise sich wandelt in eine weniger belastende
richtung.

Dahlke lässt grüßen. Klar. Ich schätze mal, du hast wenig Interesse daran, dich mit Opfern dieser Theorie und dem Schaden, den sie anrichten kann, zu beschäftigen - gell? Kritische Auseinandersetzung gehört da nicht ins Konzept. Auch Dahlke ist in Sachen Kritik ja schlimmer wie eine Teflonpfanne.

aber auch wenn wir da weit auseinander sind, werde ich das
jetzt nicht weiter mit dir diskutieren, weil ich dich zu lesen
schon mehrfach weder inspirierend noch bereichernd gefunden
habe.

Das kann ich weit gehend zurück geben - mit der Ergänzung: Manches, was du von dir gibst, ist wirklich gefährlich.

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fortan beschliesse ich mich ausschliesslich darauf, deine verdrehungen und falschbehauptungen zu korrigieren, weil, das ist weder in ordnung, noch schön, wenn du durch verdrehungen zu manipulieren versuchst:

Vertrauen haben kann man zu

einem Arzt, dem man seine Befürchtungen mitteilen kann, der
sie ernst nimmt, der kritisch in beide Richtungen berät und
mit dem man dann gemeinsam zu einer Lösung kommen kann,
idealerweise nicht unter Druck! Von niemandem!

meine ich.
dann sind wir ja inhaltlich doch nicht so weit entfernt…

Möglich, dass du das meinst. Es passt aber inhaltlich weit
überwiegend nicht mit dem überein, was du geschrieben hast.

geschrieben hatte ich:

„wenn du deine gebärmutter wirklich unbedingt behalten willst, dann suche so lange ärzte auf -auch dritt- und viertmeinungen sind ok- bis du eine triffst,dem du wirklich vertraust.
wenn der dann auch sagt, die op muss sein, und dir in ruhe erklärt, warum es nicht anders geht, dann hast du dich wenigstens nicht überrumpeln lassen, und dir die nötige zeit genommen um am ende selber zu entscheiden?“

wenn also der arzt des vertrauens auch für die op ist, dann ist eine op dann eine andere sache, als überrumpelt zu werden, das ist die kernaussage hier.

sine,

es ist möglicherweise mißverständlich, was du schreibst, darum ist es mir wichtig hervorzuheben, dass ich nicht davon ausgehe, dass du das:

Scheinbar möchten aber einige Seelen alles bis in
die tiefsten Tiefen erleben.

auf die ursprüngliche posterin bezogen gesehen möchtest.

wir alle, wirklich alle haben unsere körperlichen krisen, und ich habe noch nicht eine gesehen, die ohne hintergrund und tieferen sinn gekommen wäre, andererseits sind wir mittendrin alle miteinander gleich betroffen und oft auch hilflos.davor habe ich großen respekt.

ich denke, so meinst es auch du.es ist nur so, dass gerade an orten wie diesem mißverständnisse geradezu angezogen werden.

grüße,
zahira

Ich gewöhne mir allmählich ab, zu urteilen.

LG
sine

Hintersinn von Krankheit
zahira,

wir alle, wirklich alle haben unsere körperlichen krisen, und ich habe noch nicht eine gesehen, die ohne hintergrund und tieferen sinn gekommen wäre

wie z.B. Tuberkulose? Oder Aids?

Empfohlene Lektüre: Susan Sontag Essays zu Krankheit als Metapher ISBN 3596162432 Buch anschauen

Viele Grüße
Diana

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diana,
eine metapher ist eine bezeichnung aus der gedankenwelt, daher halte ich schon die verwendung dieses wortes auf beiden seiten für ein zeichen des nichtverstehens, denn um gedanken geht es weder direkt noch geht es um mentale ebenen an dieser stelle.

seuchen sind so eine sache, auch da erwischt es die einen und die anderen nicht, ausserdem sollten wir nicht den faktor virulenz vergessen, es ist ja auch eine fehlannahme, dass innen alles ist und aussen nicht zählt.

vor allem aber:
hierzu kann man die verschiedensten einstellungen, basierend auf gedanken und auch auf eigenen erfahrungen haben.
dies alles ist in ordnung, jede dieser einstellungen, es wird die jeweils richtige sein für jede und jeden von uns.
auf keinen fall möchte ich eine dieser kampfdiskussionen entfachen mit meiner einstellung.
es kann immer nur ein angebot bleiben und der respekt vor dem anderen und seiner anderen sicht sollte den eigenen wahrnehmungen und erfahrungen übergeordnet bleiben.
in so einem klima nur kann heilendes oder zumindest konstruktives wachsen.

es wäre schön, wenn zu solchen ansichtsfragen eigene threads eröffnet werden würden, denn es ist nicht schön für die, die echte fragen mit dringlichkeit und wichtigkeit hier einstellen, wenn dann ellenlange seitenstränge entstehen.

die gedanken, die du andeutest, auch mit dem hervorragenden beispiel susan sontag, sind es allemal wert, diskutiert zu werden.

grüße,
zahira

Auweia!

eine metapher ist eine bezeichnung aus der gedankenwelt, daher
halte ich schon die verwendung dieses wortes auf beiden seiten
für ein zeichen des nichtverstehens, denn um gedanken geht es
weder direkt noch geht es um mentale ebenen an dieser stelle.

es wäre schön, wenn zu solchen ansichtsfragen eigene threads
eröffnet werden würden, denn es ist nicht schön für die, die
echte fragen mit dringlichkeit und wichtigkeit hier
einstellen, wenn dann ellenlange seitenstränge entstehen.

Schwull - Schwall- brähhhh

die gedanken, die du andeutest, auch mit dem hervorragenden
beispiel susan sontag, sind es allemal wert, diskutiert zu
werden.

Du hast keinen Furz von einer Ahnung, worüber Sontag geschrieben hat und wofür sie steht. Denn ihre „hervorragenden Gedanken“ stehen genau diametral zu den Deinen. Sontag Wirken bestand gerade darin, sich aktiv gegen solche Unsinnverbreiter, wie du es bist, einzusetzen!

Zitat:
"Ihr Kampf gegen die Krankheitsmetaphorik war nichts anderes als ein Kampf gegen den moralischen Druck, der im Reden und Schreiben über Gesundheit oder Krankheit auf vielfältige Weise ausgeübt wird, ein Kampf zur Befreiung von Straf-, Schuld- und Minderwertigkeitsfantasien , die durch populäre und pseudowissenschaftliche Krankheitsbilder oft erzeugt werden und den Kranken belasten. Die Einschätzung der Krankheit als „Prüfung des moralischen Charakters“, die „Vorstellung, daß eine Krankheit eine besonders geeignete und gerechte Bestrafung sein könne“, die Ausdeutung von Krankheiten „als Metaphern für das Böse“: solche „albernen und gefährlichen Ansichten bringen es zuwege, daß die Last der Krankheit dem Patienten aufgebürdet wird“. Gerade auch die „spezifisch moderne Vorliebe für psychologische Erklärungen“ sei in hohem Maße mit belastenden Schuldzuweisungen assoziiert:„Psychologische Krankheitstheorien sind machtvolle Instrumente, um die Schande auf die Kranken abzuwälzen. Patienten, die darüber belehrt werden, daß sie ihre Krankheit unwissentlich selbst verursacht haben, läßt man zugleich fühlen, daß sie sie verdient haben.

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?r…

Das ist exakt das was ich gemeint habe, als ich auf den Druck hingewiesen habe, den du ausübst!

Dumm gelaufen. Besser kann sich keiner selbst entlarven. Treffer, Eigentor, versenkt.

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Servus jule,

ich war ein bisschen misstrauisch, als ich Deine - geschlechterdiskriminierende - Empfehlung las, lieber eine Gynäkologin, als einen Gynäkologen mit dem diskutierten Problem zu betrauen. Dann habe ich herumgegoogelt.

In dieser Statistik finden sich eine Menge Zusammenhänge,

http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test…

… über die 'Gender’frage findet sich trotzdem nichts, aber hier:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46803

. . . immerhin in einem Blatt, das auch von männlichen Ärzten gelesen wird (noch? :smile: ), findet sich dazu dann doch etwas. Du hattest also Recht, das Mittelalter ist halt doch noch nicht lange her.

Gruß

Kai Müller

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mit susan sontag habe ich mich seinerzeit ausführlich beschäftigt und schätze ihr werk sehr.
ich wiederhole mal geduldig, dass ich auch andersdenkende ernst nehme und das von einem seelisch reifen menschen auch erwarte.

susan sontag hat großartiges geschrieben, und dinge, mit denen ich nicht übereinstimme, aber auch das kann großartig sein.
gerade dort, im anderssein kann sich, wenn man sich zusammenreissen kann und seine emotionen im griff hat eine gute und erweiternde gesrächsbasis finden.und genau deshalb, wegen ihrer anderen sichtweise an dieser stelle, wäre frau sontag ein hervorragendes beispiel, über das man kontrovers reden könnte.

was ich bei allem andersdenken nicht schätze, geradezu meide, sind menschen, die aus ihrem anderssein heraus in verdrehungen, beleidigungen und unterstellungen- urteile sowieso- gehen.
das ist keine basis, und macht weder spass noch sinn.
darum werde ich dich fortan meiden und auf solche postings von dir nicht mehr reagieren.

grüße,
zahira

Liebe Jule, liebe alle,

erst einmal vielen Dank für eure Antworten und den Link. Mittlerweile bin ich etwas ruhiger und nicht mehr so verzweifelt wie zu Anfang des Postings. Ich habe nunmal wahnsinnige Angst vor Operationen, Vollnarkose hin oder her. Auf der Suche nach Alternativen fand ich auf der Seite http://www.uterus-myomatosus.net Behandlungsinfos.
Für meinen speziellen Fall wäre vielleicht die Myomembolisation oder der fokussierte Ultraschall etwas, beide ohne starke OP Belastung.

Sollte eine Gebärmutterentfernung wirklich unumgänglich sein, so habe ich es - wie zahira es sagt- auf jeden Fall versucht. Ich denke, dass steht zwischen ihren Zeilen als Botschaft. Aber mein Organ hergeben, dass will ich eigentlich nicht, ohne wirklich alle Alternativen durchgesprochen zu haben.

Danke für eure gutgemeinten Ratschläge!!!

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46803

. . . immerhin in einem Blatt, das auch von männlichen Ärzten
gelesen wird (noch? :smile: ), findet sich dazu dann doch etwas.
Du hattest also Recht, das Mittelalter ist halt doch noch
nicht lange her.

Auch im DÄ steht manchmal rabenschwarzer Blödsinn. Und vielleicht sollte man nicht überlesen, daß in dieser Studie eine Hysterektomie + beidseitiger Ovariektomie durchgeführt wurde. Und das ist was ganz anderes.
Und die Behauptung, daß eine Ovariektomie für Frauen

ich bin medizinischer Laie, aber in einem Alter,

und Lehrerin, das ist wichtig.

in dem man
mit derlei Problematiken im Umfeld und auch höchstselbst
häufiger konfrontiert wird.

Vor einer planbaren Operation würde ich immer eine zweite
Meinung einholen - und zwar NICHT von einem Arzt, der in den
Krankenhaus arbeitet, in dem die OP stattfinden soll.

Warum sind eigentlich Lehrer und Juristen die unbeliebtesten Patienten?
Ein Lehrer weiß eben immer alles besser und duldet keine Widerworte, ein Jurist sucht nach der Prozeßmöglichkeit.
Konkret hier:
Wenn sich die Dame ein Riesenmyom nicht operieren läßt und es passiert eine Massenblutung, kommt der Jurist und hilft beim Prozeß gegen den Arzt. Denn dieser hätte ja - was? Nun, juristisch läßt sich bekanntlich alles begründen.