Alternativer Luftentfeuchter in Entwicklungsländer

Bei der geplanten Fußbodenkühlung eines „Low-Cost“ Pilotprojektes (Lehmhaus in Asien) mit Wasser aus einem Erdregister, dürfte sich bei einer Außentemperatur von über 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 % Kondenswasser auf dem Fußboden und an den Wänden bilden.

Da zum Selbstbau eines solchen Lehmhauses nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, gab uns ein Bastler folgenden Tipp zur Luftentfeuchtung.

Benötigt werde:

  • ein größerer Kühler (LKW oder ähnlichen)
  • ein möglichst geräuschloser kleiner Tischventilator
  • eine kleine Gartenteichpumpe.
  • einige Meter handelsüblichen Schlauch

Um den Kühler mit Gebläse soll ein Gehäuse gebaut werden
Das Kondenswasser aus der Raumluft soll über einen Schlauch abgeführt werden
Die Leistungsaufnahme des Ventilators und der Pumpe sollen angeblich geringe 50 Watt betragen.

Da uns das Grundverständnis für das Funktionsprinzip zum Selbstbau fehlt, kann uns vielleicht jemand mit Fachverständnis sagen, ob das so funktionieren kann, und wenn ja, wie könnte eine ungefähre Bauanleitung aussehen.

Gruß

araina

Hallo,

Soweit die mitgeteilten Voraussetzungen interpretiert werden können, wäre folgende Bauweise zu überlegen:

  • Das Abwasser der Fussbodenkühlung wird durch den KFZ - Kühler geleitet und soll an den Lamellen des Kühlers aus der durchgeleiteten Luft die Feuchtigkeit durch Kondensieren abscheiden, das Kondenswasser wird abgeleitet.
  • Das ganze sollte ausserhalb des gekühlten Raumes stattfinden, ein Gebläse saugt die feuchte Luft ab, die getrocknete Luft wird in den Raum zurückgeleitet.

Dabei ist allerdings fraglich, ob die Kühlung mit dem Abwasser der Fussbodenkühlung ausreicht, um die erwünschte Entfeuchtung in Gang zu bringen; kommerzielle Entfeuchtungsgeräte arbeiten nach dem Prizip eines Kompressorkühlschranks mit Kältemitteln, die zyklisch kondensiert, gekühlt und expandiert werden.

Gruss von Julius

Dabei ist allerdings fraglich, ob die Kühlung mit dem Abwasser
der Fussbodenkühlung ausreicht, um die erwünschte Entfeuchtung
in Gang zu bringen;

Danke Julius
Es stellt sich also Frage, wie wir das vorher abklären können.

kommerzielle Entfeuchtungsgeräte arbeiten
nach dem Prizip eines Kompressorkühlschranks mit Kältemitteln,
die zyklisch kondensiert, gekühlt und expandiert werden.

Ein komerzielles Entfeuchtungsgeraät kann aus Kostengründen bei dem „L0w-Cost“ Projekt nicht zur Anwendung kommen.
Anmerkungen zum Einsatz der einzellnen Elemente (Kühler, Ventilator)könnten auch hilreich sein.
Gruß rolli

Hallo,
eine Zeichnung davon gibt es nicht?
Wie auch immer würde ich so bauen, daß keine warme (und damit in der Regel feuchtere) Luft in den Raum nachströmt. Am einfachsten dürfte man das dadurch erreichen, indem man vorgekühlte (dabei wird die Luftfeuchtigkeit idealerweise zum Teil auskondensieren) Luft „einbläst“ und so einen (minimalen) Überdruck im Raum erzeugt.
Ich bin da eher der Theoretiker, aber, wenn man durch den Kühler das Wasser aus der Erde pumpt und mit einem Ventilator Luft dadurch in den Raum bläst, erfüllt das grob, was die Theorie sagt. Am Kühler wird unten Wasser abtropfen, das man nach außen leitet und sowohl (absolute!) Luftfeuchtigkeit, alsauch Temperatur im Raum sollten sinken.
Vielleicht kann einer der Praktiker hier da mehr draus machen.

Cu Rene

Vielleicht kann einer der Praktiker hier da mehr draus machen.

Danke Rene,
Deine theortischen Überlegungen stimmen mit unseren theoretischen Überlegungen überein.
Aber grau, grau ist jede Theorie und so hoffe ich auch für unser Pilotprojekt auf eine kritische Begleitung von Praktikern.
Gruß Rolli

Hallo!

Eine Fussbodenkühlung kenne ich bisher nicht.
Finde ich auch nicht sinnvoll, weil der Fussboden immer nass sein wird.

Man könnte auch das kalte Wasser durch den Kühler leiten,
oder zumindest vor der Fussbodenkühlung durch den entfeuchter-Kühler.

Praktisch ist das relativ einfach,
man müsste sich da vom Schrottplatz einen grossen PKW-oder Transporterkühler besorgen, da ist auch meist gleich ein Rahmen mit Ventillator und Elektrolüfter dran. Das ist dann auch schon recht strömungsgünstig konstruiert.
Da könnte man schon mit 50 Watt el. Leistung hinkommen, zumindest in der kleinsten Stufe, oder die Spannung mittels Trafo bischen niedriger regeln.

Dann wäre noch zu beachten, dass der Lüfter das Kondenswaser nicht aus den Kühlerlamellen rausbläst. Das wird aber sicher eine Bakterien / Pilzbrutstätte denke ich mal, und ewig wird das der Kühler auch nicht mitmachen. Der Motor auch nur solange, wie die Kohlen und Lager halten.

Grüße, Steffen!

Danke Steffen für Deinen Beitrag.

Eine Fussbodenkühlung kenne ich bisher nicht.
Finde ich auch nicht sinnvoll, weil der Fussboden
immer nass sein wird.

Das ist das zu erwartende Problem, was ja durch die Luftentfeuchtung behoben werden soll.
Ist diese Überlegung denn grundlegend falsch?

Man könnte auch das kalte Wasser durch den Kühler leiten,
oder zumindest vor der Fussbodenkühlung durch den
entfeuchter-Kühler.

Ja so ist die bisher Vorstellung.

Praktisch ist das relativ einfach, man müsste sich da
vom Schrottplatz einen grossen PKW-oder
Transporterkühler besorgen, da ist auch meist gleich ein
Rahmen mit Ventilator und Elektrolüfter dran. Das ist dann
auch schon recht strömungsgünstig konstruiert.

Bis jetzt ist geplant, nur den Kühler eventuell mit Rahmen zu verwenden.

Dann wäre noch zu beachten, dass der Lüfter das Kondenswasser
nicht aus den Kühlerlamellen rausbläst.

Ein regelbarer externer Ventilator soll eine geringe Luftgeschwindigkeit ermöglichen, um eine Kondensierung des Wassers aus der feuchten Luft zu ermöglichen.
Ich ging davon aus, daß das Kondenswasser dann abzuführen ist.

Das wird aber sicher eine Bakterien / Pilzbrutstätte denke ich mal,
und ewig wird das der Kühler auch nicht mitmachen.

Wie man eventuellen auftretenden Bakterien- und Pilzbefall bekämpfen kann, wäre zu überlegen.
Der pure Kühler dürfte ja nicht so reparaturbedürftig sein, oder er müsste dann ausgetauscht werden.

Der Motor auch nur solange, wie die Kohlen und Lager halten.

Verstehe ich nicht.
Das durch den Kühler fließende Wasser der Fußbodenkühlung soll ja durch eine robuste Umwälzpumpe gewährleistet werden.

Gruß rolli

Danke Steffen für Deinen Beitrag.

Eine Fussbodenkühlung kenne ich bisher nicht.
Finde ich auch nicht sinnvoll, weil der Fussboden
immer nass sein wird.

Das ist das zu erwartende Problem, was ja durch die
Luftentfeuchtung behoben werden soll.
Ist diese Überlegung denn grundlegend falsch?

Hi!

Das geht schon in die richtige Richtung.
Die Frage ist blos, ob die Luftentfeuchtung ausreicht. Und wie die Luft im Gebäude zirkuliert.
Etwas feucht wird der Fussboden an paar Ecken bestimmt werden,
zumindest zeitweise.

Der Motor auch nur solange, wie die Kohlen und Lager halten.

Verstehe ich nicht.
Das durch den Kühler fließende Wasser der Fußbodenkühlung soll
ja durch eine robuste Umwälzpumpe gewährleistet werden.

Ich war da bei dem kleinen Elektromotor, der vom Auto her am Kühler befestigt ist. Die Teile sind nicht für den jahrelangen Dauerbetrieb ausgelegt.

Grüße, Steffen!