Hallo!
meine Mutter hat mir früher immer gesagt „kind, mit einem
guten Abitur stehen dir alle Türen offen!“ Tja, das „gute“
(2,1) Abitur hab ich jetzt und weiß nicht ob ich Lachen oder
weinen soll.
Die 2,1 sind schon recht ordentlich und sollten dich eher zum Lachen ermuntern.
ich hab leider NUR VIER Fh-Bewerbungen losgeschickt und finde
das im nachhinein verdammt riskant… jetzt habe ich ein paar
fragen und zwar beschäftigt mich vor allem die Suche nach
einem Alternativplan, da meine Eltern mich zuhause
„rauswerfen“…
Wenn ich ehrlich bin - ich habe mich damals auch nur bei 3 Universitäten beworben.
erste Möglichkeit: praktikum in Englsnd oder Holland oder
meinetwegen Spanien (schwierig für meinen Freund aber besser
als nichts). leider kostet sowas einen haufen geld und über
eigeninitiative läuft da so gut wie gar nichts, oder? Hat
jemand erfahrungen?
(Bereich markting, PR, wirtschaft ganz allgemein oder medien)
Auslandserfahrung ist schon gut im Lebenslauf, jedoch ist es für einen selber ohne eine Organisation die hinter einem steht recht schwer. Alternativ geht sowas auch über Beziehungen oder sehr viel eigenem Engagement.
Im Zweifelsfalle würde ich dir da (aus Bequemlichkeit) empfehlen, an einem Austausch per Uni teilzunehmen. Im besten Fall bekommst du dort sogar ein Stipendium für einen Aufenthalt.
Außerdem sind noch nicht überall die Bewerbungsfristen abgelaufen, bzw. man kann sich auch etwas später noch anmelden.
zweite möglichkeit: Praktikum im inland (hier darf ich auf
einen anderen post von mir verweisen, die ganzen unternehmen
wollen irgendwie nur vordiplom oder abgeschlossenes BWL oder
PRstudium…?
Praktikum soll ja einem eher das „Reinschnuppern“ in den Beruf ermöglichen. Ich kenne aus eigener Erfahrung es eher so, daß die Leute lieber Auszubildende oder aber Praktikanten für einen längeren Zeitraum als 2-3 Wochen annehmen.
Aber eine Bezahlung kannst du da eigentlich nicht erwarten. Du stellst deine Arbeitskraft denen zur Verfügung und dafür bringen die Leute ja schließlich Zeit auf, dir einiges zu zeigen.
dritte Möglichkeit: zulassungsfreies studieren, kennt jemand
einen studiengang (der nun nicht unbedingt in Stuttgart,
München oder sonstwie weit weg angeboten wird) in richtung
medien oder wirtschaft, oder PR oder Marketing? Beim
Studienfach an sich bin ich ganz flexibel nur allzu weit weg
solls halt nicht sein.
Leider kenne ich mit den Zulassungen nicht aus. Einen guten Rat kann ich dir aber trotzdem geben:
Geh zu den Unis/FHs deiner Wahl einmal hin, sprich mit den Leuten aus der Studienberatung, Fachschaft und geh am besten auch einmal bei dem zuständigen Dekan/Professor vorbei (Termin kannst du per Email ausmachen - Anschriften finden sich auf den Uni-Hompeages).
Zum einen können dir diese Leute einen Einblick gewähren, was genau du die nächsten Jahre deine Studiums machen wirst und ob es dir überhaupt liegt.
Ferner können sie dir auch sagen, ob der Studiengang sehr voll ist oder auch für jemanden ohne die erforderliche Zulassung noch die Möglichkeit besteht, dort „hineinzurutschen“.
Manchmal macht auch der persönliche Eindruck beim Professor einiges her - denn manche FHs & Unis machen eine Selektion ihrer Kandidaten (denn mal ehrlich - eine Zulassungsbeschränkung vom Abi mit 1,2 für Bio hilft wenig, wenn die Bewerber als LKs Sport und Kunst hatten - o.ä.) oder gar einen Eignungstest.
vierte Möglichkeit? Tja, darüber wär ich dankbar, ich hab
nämlich so langsam die nase voll vom googlen und denken und
arbeitsamt-gelaufe und meine eltern liegen mir im nacken…
wie kann mn sonst noch SINNVOLL wartesemester überbrücken
(bitte kein FSJ, FKJ oder FÖJ oder freiwilligen
entwicklungshelfer in Guatemala, ich bin wirklich eher der
Büro- und Schreibtisch-typ).
Ein freiwilliges Soziales Jahr wäre auch möglich. Mir hat mein Zivildienst auch recht gut getan, da ich mir in de Zeit richtig überlegen konnte, was ich denn tatsächlich machen möchte.
Alternativ zu einem sozialen Dienst kannst du auch immer Praktikas machen um die Zeit zu überbrücken.
Oder halt ein Jahr jobben.
Aber ob sich dies wirklich lohnt - wenn man nichtdazu gezwungen wird (vom Papa Staat) - dessen bin ich mir nicht sonderlich sicher.
Kum zu gleuben, dass alle das so anstandslos schaffen, ich
komm mir ja schon total weltfremd vor.
Das Gefühl haben viele Frischlinge aus der Schule. Zu Schulzeiten wurde einem alles vorgekaut und vorgeschrieben - danach muß man selber lernen die Klappe aufzumachen und sich um seine 7 Sachen selber zu kümmern.
Einfach offen sein, etwas Engagement zeigen und nicht zu faul oder schüchtern sein, die Leute mit Fragen zu bombadieren.
Hoffe ein wenig geholfen zu haben.
Grüße
Björn