Kritik an Milchmädchenrechnungen
Hallo Christian,
wie kommst Du darauf, daß das irgendwann so sein wird?
Komm vorbei, dann zeige ich es dir.
Was soll der Quatsch? Du unterstellst, daß es ab einem
Zeitpunkt x keine Kinder mehr in Deutschland gibt. Vorurteile
ahoi: Es gibt in Deutschland eine nicht geringe Anzahle von
Zugereisten, die der unmaßgeblichen Meinung des Autors nach in
dieser Hinsicht eine deutlich höhere Produktivität als die
Ureinwohner an den Tag legen.
Das soll ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache sein. Irgendwann sind dann die Chinesen auch mal alle.
Die Struktur einer Gesellschaft ist meine unwesentlichen Meinung nach nicht gesund, wenn sie ausschließlich durch Zuzug von Muselmännern überlebensfähig ist.
In meiner Region mit locker 50% an Leuten, welche keiner existenzsichernden Beschäftigung nachgehen (können), traut sich tatsächlich keiner, für Nachwuchs zu sorgen. Wie willst du in D als Paar mit 2000€ auskommen, wenn du davon noch zwei Kinder großziehen und pro Nase noch für die eigene Rente vorsorgen sollst, und das bei unsicherem Arbeitsplatz?
Bekanntermaßen spare ich mir Diskussionen, die an Aussagen
anknüpfen, die das Wort „buntbedruckt“ im Zusammenhang mit
Geld beinhalten.
OK, dann würdest du mir bitte verraten, woher sich der Wert dieses Geldes denn nun begründet? Vielleicht am Beispiel: http://www.publicdebt.treas.gov/opd/opdhisto4.htm
Bedenke dabei bitte gleich, dass ein Mensch nur einen bestimmten, in seiner Summe nicht stetig wachsenden Bedarf an Nahrung, Kleidung und auch nicht stetig wachsend effizienter arbeiten kann - die Technologien ändern sich lediglich.
Es funktioniert also. Veränderungen am Zinssatz, Ein- oder
Auszahlungsbetrag ändert nichts wesentliches.
Was funktioniert? Meine Tante konnte sich von ihrer privaten
Renternvorsorge einen Gebrauchtwagen leisten.
Wenn Sie die Summen angespart hat, von denen ich schrieb,
haben wir hier wohl die erste Käuferin eines gebrauchten
Phaetons.
Nein, als Mutte dreier Kinder wurde nur ein Vento draus. Die Kinder sind auch keine Milliardäre.
Deswegen 4%. Die durchschnittliche Rendite lag über derartige
Zeiträume deutlich darüber, irgendwo knapp über 6%. Die
Inflationsrate ist also schon rausgerechnet. Wie ich sagte,
ändert sich am Grundsatz nichts, egal was Du an den Zahlen
drehst und ich bewegte mich schon auf der pessimistischen
Seite der Annahmen. Z.B. arbeitet man normalerweise (inkl.
Ausbildung nicht 35 Jahre, sondern eher 45. Bei 2,5%, 45
Jahren und 4.800 Euro (was dann dem heutigen Beirtagsniveau
entspräche) reicht das Geld dann auch wieder weit über die 80
hinaus. Nicht zu vergessen die Steuerentlastung, die ja
erfolgen wird, weil a) die BfA gespart werden kann (Personal-
und Sachkosten) und b) die Zahlungen des Bundes an die
Bundesanstalt für Arbeit wegfallen würden (bis auf die
Basisrente für AL etc.).
Es ist und bleibt eine Milchmädchenrechnung, gepaart mit Möchtegernsyndrom. Wenn du danach auch mit 89 noch leben möchtest, wirds nämlich eng. Eine anlagefinanzierte Rente macht nur eins: sie verschiebt derzeitige Probleme in die Zukunft. Warum findet ein durchschnittlicher Mensch mit 64 eigentlich so schwer einen vernünftig bezahlten Job?
Die anlagefinanzierte Rente würde quasi das Paradies auf Erden
bringen, nur daß die Übergangszeit ein bißchen haarig würde.
Bleibt wieder die Frage, ob ich die Papierberghe mit Deli- oder Rahmbratensosse anrichten soll.
Und natürlich, weil man überall das Geschreie der Rufer in der
Wüste hören würde, die das Wirtschaftssstem nicht begriffen
haben.
Du bist aber wenigstens so nett und zeigst mir ein Beispiel eines Marktwirtschaftssystems, welches in den letzten zweihundert Jahren mal stabil lief, ohne Krieg führen zu müssen?
Und ich glaub´ ich hör´ schon einen. In diesem Sinne ein
fröhliches: Her mit dem Ohropax.
BTW: zufällig kenne ich einen, der das studiert hat, 9 Jahre lang in Henderson/NV und L.A. als akkreditierter businessplaner tätig war und dieses jetzt in Stuttgart ist. Sein Bruder ist auch Banker in N.Y. - er würde meine Ausführungen hier voll unterstreichen und er ist wirklich ein guter Stratege (demnächst fürs SMWA tätig).
Gruß
Frank