Hallo, liebe Wissende!
Ich habe nach meinem Abi (vor 18 Jahren) auf Drängen meiner Eltern einen kaufmännischen Beruf erlernt. Ich weiß seit vielen Jahren, dass das überhaupt nicht mein Ding war.
Zur Zeit gehe ich zur Schule, um Heilpraktikerin zu werden, aber ich habe oft das Gefühl, dass mir das nicht „genügt“. Ich möchte vieles genauer wissen, als es in dieser Ausbildung möglich ist.
In ein paar Jahren werden meine Kinder groß sein. Könnte ich dann, mit Anfang Vierzig, noch ein Medizinstudium beginnen? Wäre dann, aufgrund der Wartezeit-Regelung auch der eher mäßige Abi-Durchschnitt egal? Eine Freundin behauptet das, und ich finde im Netz keine klare Antwort.
Danke für eure Antworten sagt
margretgertrud
Hallo!
Grundsätzlich sollte das gehen. Es gibt Altersgrenzen. Die sind aber soweit ich das bisher gelesen habe das fünfzigte Lebensjahr.
Ob dieses Alter die Einschreibung verhindert oder eine Exmatrikulation zur Folge hat, das weiss ich nicht. Wenn Du aber nicht versagst im Studium und es in sechs Jahren schaffst, dann ist es möglich.
Es mag sein, das manche Grenzen woanders niedriger sind, aber ich bin fast sicher mal 50 glesen zu haben und wenn ich in unsere Vorlesungen schaue, die mit den Medizinern zusammen sind, da sind eh ein paar Leute, die effektiv erst im dritten Semester sind und auch schon offensichtlich die 40 erreicht haben. Das ist natürlich kein Beweis für das von mir gesagte aber es ist zumindest ein weiteres Indiz. Abischnitt ist bei einer derartigen Wartezeit irrelevant.
Du warst niemals eingeschrieben an einer Hochschule im Gültigkeitsbereich des Grundgesetzes oder?
VG, Stefan
Hallo Stefan,
Nein, ich habe in meinem ganzen Leben erst einmal einen Uni-Campus betreten. Damals war ich noch Schülerin. 
Vielen Dank für deine schnelle Antwort!
Grüße von margretgertrud
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Hallo Margret
Zur Zeit gehe ich zur Schule, um Heilpraktikerin zu werden,
aber ich habe oft das Gefühl, dass mir das nicht „genügt“. Ich
möchte vieles genauer wissen, als es in dieser Ausbildung
möglich ist.
Das spricht für dich.
In ein paar Jahren werden meine Kinder groß sein. Könnte ich
dann, mit Anfang Vierzig, noch ein Medizinstudium beginnen?
Ich finde, wenn du Medizin studieren willst, solltest du nicht nocvh länger warten, sondern so bald wie möglich beginnen. Es gibt ohnehin Verzögerinnen in so einem Studium, die du vorab gar nicht alle einplanen kannst. Zwar ist das Medizinstudium sehr geregelt (um nicht verschult zu sagen), aber du kannst davon ausgehen, dass du es nicht in der absoluten Mindestzeit von 12 Semestern=6 Jahren schaffst. Ich kenne niemanden, der es mit 12 Semestern geschafft hat, also rechne mal liber gleich 14-16 Semester, also 7 is 8 Jahre. Danach (als Assistenzärztin) brauchst Du wiederum etwa 6 bis 7 Jahre, bis du Fachäzrtin bist. Also musst du mit 14 Jahren kalkulieren, was keineswegs üertrieben ist, sondern etwa die Durchschnittszeit darstellt. Wenn Du also erst mit 40 anfängst, Med. zu studieren, bist du mit 54 fertig. Und mit 40 kannst du die neuen Lehrstoffe nicht mehr so schnell aufnemen, also bist du eher 55 oder 56. Dann kanst du noch 5 oder 7 Jahre arbeiten, dann bist du fast schon wieder berentet.
Ich will dir keine Angst machen, wiegesagt,: ich finde es Klasse, dass du das anfangen willst. Aber du solltest nicht länger warten damit. Ich selber habe auch erst mit Mitte 20 mit Medizin begonnen (Zweitstudium) und kam mir damals schon reichlich alt vor zwischen den ganzen Youngsters. Das war 1975. Später hätte ics vielleicht nicht mehr gebacken bekommen.
Es grüßt Dich
Branden
Wäre dann, aufgrund der Wartezeit-Regelung auch der eher
mäßige Abi-Durchschnitt egal? Eine Freundin behauptet das, und
ich finde im Netz keine klare Antwort.
Danke für eure Antworten sagt
margretgertrud
Echte Freud’sche Fehlleistung
Hallo Margret
Da ist mir doch eine wunderschöne Feud’sche Fehlleistung passiert:
Statt „Verzögerinnen“ sollte es natürlich „Verzögerungen“ heißen. ABER waghscheinlich habe ich unbewusst befürchtet, dass Du zu den „Verzögerinnen“ gehören könntest… 
Es grüßt Dich
Branden