Altersgrenze (nach unten) bei Safaris

Schönen guten Abend!

Da wir (Mann, Frau, 4-jähriges Kind) in den nächsten Jahren irgendwann mal vorhaben nach Kenya zu fliegen, hätten wir eine Frage, die trotz intensivster Google-Bemühungen nicht beantwortet werden konnte: Gibt es bei Safaris (vorzüglich vom African Safari Club) eine Altersuntergrenze für Kinder?
Ich habe einige Altersgrenzen bei Safaris gefunden (12 und 16 Jahre), aber das waren „Ausflüge“, die schon etwas heftigerer Natur waren.

Hatte schon irgendjemand hier Erfahrung oder weiß es sogar?

Grüße,
Tomh

hi,
wahrscheinlich werde ich dir nicht richtig helfen können, aber ich hab einige zeit im südlichen afrika gelebt und habe safaris aus botsuana, zimbabwe, namibia und südafrika, und bei vielen safaris waren auch kleine kinder bei. folglich muss es derartige unternehmen geben, die halt nicht so heftige ausflüge im programm haben. safariunternehmer legen, soweit ich das aus eigener erfahrung beurteilen kann, so großen wert auf sicherheit und komfort, dass man dies getrost auch kindern zumuten kann.
viel spaß im wunderschönen afrika!

Hi Tomh,

die Hitze, die längeren Autofahrten, still sein während der Beobachtungen, Impfungen im Zielland und grundsätzlich höhere Krankheitsanfälligkeit. Das sind die Argumente gegen Safaris für Kleinkinder.

Ich war vor einigen Jahren mal am Ngorongoro-Krater und habe dort eine wunderschöne Safari mitgemacht - allerdings mit einem völlig verdorbenen Magen. Für mich als Erwachsenen war das unglaublich anstrengend. Für ein Kind wäre es nicht machbar gewesen.

Ab sechs Jahren denke ich, ist eine Safari o.k. Darunter werden die Kids evtl. nicht viel Spaß haben was sich auf den Rest der Gruppe auswirken dürfte.

Allerdings habe ich auch Angebote wie http://www.sunworld-safari.com/familiens.html gefunden. Den Anbieter kenne ich nicht und über das Alter steht da auch nichts - es scheint aber auf jeden Fall Anbieter zu geben, die sich auf Familien eingerichtet haben.

bye
Rolf

Hallo,

ich kann keine Erfahrung mit Kenia vorweisen,
allerdings Erfahrungen mit Südafrika.

Meiner Meinung nach hat ein 4jähriges Kind nichts
auf einer Safari verloren. Es langweilt sich,
es verdirbt den Mitreisenden die Fahrt und u.U.
den die Gelegenheit Tiere zu beobachten.
Wenn ihr allein mit dem Ranger unterwegs seid -
bitte, dann macht das, aber anderen Reisenden
sollte man das nicht zumuten.

Bei Safaris sieht man Tiere nicht im Zoo - sie
sind viel weiter weg, man kann sie auch nicht planen,
es gibt u.U. lange Durststrecken, wo man gar nichts
sieht (oder nur Vögel oder das 100.000. Impala).
Vierjährigen fehlt die Aufmerksamkeitsspanne dafür.

Oft werden Safaris unterbrochen, um in einem Hideout
auf Tiere zu warten. Hier ist Stille oberstes Gebot.

Das Kind hat mehr von einem Zoobesuch und die Erwachsenen
verdienen etwas besseres.

Alternativ - wenn es euch um Tiere geht - möchte ich
Südafrika vorschlagen, eine Reise im PKW (oder VW-Bus)
im Krugerpark. Das ist für kleinere Kinder zwar auch
anstrengend, auch langweilig, aber man kann doch individueller
auf sie eingehen.
Wir waren mit Baby im Krugerpark, das ging - er schlief viel
im Auto und genoss die Stops in den Camps. Und wir waren mit
10jährigen dort. Das war schon grenzwertig. Kommt drauf
an, wie gut die Kinder lange Autofahrten überstehen.

Gruß
Elke

Hallo Tom,
mit unsern beiden Töchtern, damals - vor gut 15 Jahren - im Alter von 10 und 11 Jahren, war das kein Problem. Sehr viel weiter runter mit dem Alter zu gehen, davon würde ich allerdings abraten.
Du schreibst aber, du wolltest aber ohnehin erst später so einen Trip machen.
Gruß
Karl

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke an Euch für die schnellen Antworten!

Wegen den „4 Jahren“ hab ich ja auch ein

in den nächsten Jahren

eingebaut.

Mein kleiner liebt Tiere über alles - die Zoos, Wild- und Naturparks haben wir in unserer Umgebung schon alle (teilweise mehrfach) abgeklappert, sodaß wir der Meinung waren, daß er schon zu „mehr“ fähig wäre.

Allerdings das Warten (für Kinder ein Fremdwort) und die physische Anstrengung haben wir wahrscheinlich etwas unterschätzt.

Dann werden wir halt noch ein paar „nächstere“ Jahre abwarten …

Danke, Tomh

Hallo!

Meiner Meinung nach hat ein 4jähriges Kind nichts
auf einer Safari verloren. Es langweilt sich,
es verdirbt den Mitreisenden die Fahrt und u.U.
den die Gelegenheit Tiere zu beobachten.
Wenn ihr allein mit dem Ranger unterwegs seid -
bitte, dann macht das, aber anderen Reisenden
sollte man das nicht zumuten.

Ich denke, das kann man nicht so pauschal sagen. Er schreibt ja, das es
erst in ein oder 2 Jahren geplant ist, also ist der Zwerg dann schon 5 - 7 Jahre alt.
Man kennt ja sein Kind und weiß, wie es sich verhält bei längeren Autofahrten.

Wir waren erst im Feb. in Kenia und sahen dort einige Gruppen, bei denen Kinder dabei waren.
Man sollte in den Vorbereitungen, welche ja längere Zeit vorher beginnen, das Kind mit einbeziehen. Bücher ansehen, in den Zoo gehen usw.

Bei Safaris sieht man Tiere nicht im Zoo - sie
sind viel weiter weg, man kann sie auch nicht planen,
es gibt u.U. lange Durststrecken, wo man gar nichts
sieht (oder nur Vögel oder das 100.000. Impala).
Vierjährigen fehlt die Aufmerksamkeitsspanne dafür.

Oh, das kann auch anders sein. Wir haben z. B. einige Löwenrudel gesehen, bei denen man die Tiere aus dem Bus heraus hätte streicheln können, so nah waren sie. Es liegt auch immer am Fahrer. Und an den Gästen, sie müssen sich schon einig sein. Einer will nah ran, der andere nicht, weil er Angst hat usw…

Oft werden Safaris unterbrochen, um in einem Hideout
auf Tiere zu warten. Hier ist Stille oberstes Gebot.

Wenn man sein Kind kennt, packt man ohenhin gewohntes Spielzeug o. ä. ein.

Das Kind hat mehr von einem Zoobesuch und die Erwachsenen
verdienen etwas besseres.

Och nö… Je nach Kind ist auch Afrika reizvoll. Aaber das wissen ja die Eltern am besten.

Alternativ - wenn es euch um Tiere geht - möchte ich
Südafrika vorschlagen, eine Reise im PKW (oder VW-Bus)
im Krugerpark. Das ist für kleinere Kinder zwar auch
anstrengend, auch langweilig, aber man kann doch individueller
auf sie eingehen.

Das ist natürlich auch eine Kostenfrage, wir interessierten uns auch für Südafrika. Das hatte sich aber bei den Tarifen schnell erledigt.
Und: die viel längere Flugzeit störte uns.

Wir waren mit Baby im Krugerpark, das ging - er schlief viel
im Auto und genoss die Stops in den Camps. Und wir waren mit
10jährigen dort. Das war schon grenzwertig. Kommt drauf
an, wie gut die Kinder lange Autofahrten überstehen.

Ein Baby würde ich nun überhaupt nicht mitnehmen. Weniger der Safari wegen als wegen der klimatischen Bedingungen und für den Fall der Fälle medizinischen Versorgung. Es haben schon Erwachsene Probleme mit Montezuma & Co. Was erträgt erst ein Baby?

Wir haben bei Neckermann gebucht und hatten als Veranstalter Akorn Safaris.

Gruß
Carmen

Siehe weiter unten meine Antwort
Gruß Carmen

Hallo,

Ich denke, das kann man nicht so pauschal sagen. Er schreibt
ja, das es
erst in ein oder 2 Jahren geplant ist, also ist der Zwerg dann
schon 5 - 7 Jahre alt.
Man kennt ja sein Kind und weiß, wie es sich verhält bei
längeren Autofahrten.

Ja, aber die anderen Leute sind vielleicht trotzdem nicht
begeistert von dauernden Fragen etc.

Wir waren erst im Feb. in Kenia und sahen dort einige Gruppen,
bei denen Kinder dabei waren.

Ich sage nicht, es geht nicht. Aber ich habe noch nie Kinder
erlebt, die das wirklich genossen haben.

Oh, das kann auch anders sein. Wir haben z. B. einige
Löwenrudel gesehen, bei denen man die Tiere aus dem Bus heraus
hätte streicheln können, so nah waren sie. Es liegt auch immer
am Fahrer. Und an den Gästen, sie müssen sich schon einig
sein. Einer will nah ran, der andere nicht, weil er Angst hat
usw…

Kann sein. Aber ist nicht die Regel. Wenn ja, dann wart
ihr nicht auf Safari sondern in einem Löwenpark.

Wenn man sein Kind kennt, packt man ohenhin gewohntes
Spielzeug o. ä. ein.

Eh… ja. Aber meine Kinder wollten in den Pausen
rennen und schreien und toben - was ich nach mehreren
Stunden Fahrt auch für ein natürliches Bedürfnis halte.
In einem Hideout ist das nicht angebracht.

Alternativ - wenn es euch um Tiere geht - möchte ich
Südafrika vorschlagen, eine Reise im PKW (oder VW-Bus)
im Krugerpark. Das ist für kleinere Kinder zwar auch
anstrengend, auch langweilig, aber man kann doch individueller
auf sie eingehen.

Das ist natürlich auch eine Kostenfrage, wir interessierten
uns auch für Südafrika. Das hatte sich aber bei den Tarifen
schnell erledigt.

Pauschalreisen kann ich nicht beurteilen. Und natürlich,
wenn man in die teuren Gamelodges rund um den Krugerpark
geht - die können schon sehr teuer sein. Krugerpark selbst
ist durchaus erschwinglich und ich kann mir nicht
vorstellen, dass es teuerer ist als Kenia.

Und: die viel längere Flugzeit störte uns.

Man fliegt durch die Nacht. 9-10 STunden.
Für Kinder weniger anstrengend als 6
Stunden am Tag.

Ein Baby würde ich nun überhaupt nicht mitnehmen.

Warum nicht?
Ich hätte aber auch dazuschreiben sollen, dass wir
zu der Zeit in Südafrika lebten. Es war ein verlängerter
Wochenendausflug.

Weniger der
Safari wegen als wegen der klimatischen Bedingungen

Im Winter oder Frühjahr in Südafrika (Sommer, Herbst bei
uns) wird es im Krugerpark, wenn man im Süden bleibt,
nicht über 30 Grad warm.

und für
den Fall der Fälle medizinischen Versorgung.

Die ist in Südafrika einwandfrei. Auch im Krugerpark gibt
es Ärzte, ein kleines Krankenhaus und ein Helipad.

Es haben schon
Erwachsene Probleme mit Montezuma & Co.

Nicht in Südafrika.

Was erträgt erst ein
Baby?

Wir haben bei Neckermann gebucht und hatten als Veranstalter
Akorn Safaris.

Das kann ich nicht beurteilen.
Gruß
Elke

Hallo Tomh,
wir haben letztes Jahr mit unserem damals 6-jährigen Sohn eine Reise nach Südafrika unternommen.
Den Flug hat er wie immer genossen.
Wir haben uns in Johannesburg ein Auto gemietet und sind mit diesem zum Krüger Nationalpark gefahren. Dort waren wir 4 Tage. Wir sind dann Richtung Süden gefahren und an der Küste entlang bis Kapstadt. Unterwegs waren wir noch in weiteren Nationalparks, aber immer mit eigenen Auto. Dies hat den Vorteil, jederzeit Pause machen zu können.
Wir haben eine organisierte Nachtsafari unternommen und unser Sohn war dort sehr nervig!!! Also wenn organisierte Safaris dann wirklich welche für FAmilien.
Die Reise sonst hat toll geklappt. Unser Sohn hatte viel Freude an den Tieren und am Urlaub überhaupt. Wenn ihm die Fahrten zu lang wurden hat er Walkman gehört und wenn nichts mehr ging haben wir Pause gemacht.
Neben den Safaris waren wir oft am Meer und haben uns Unterkünfte mit Pool gesucht.
Impfungen brauchten wir ausser Malaria im KrügerPark nicht. Auf diese haben wir verzichtet, da wir mit Moskitonetz und Insektenschutmitteln gut vorbereitet waren. Darüber hinaus abends lange Klamotten. Aber davon abgesehen hatten wir überhaupt keine Mücken.
Viele Grüße
Susi

Hi Elke!

Ich sagte ja, daß jeder sein Kind am besten kennt. Wenn sie meinen, daß es eine Safari mit allen Konsequenzen machen kann. Man meldet das Kind ja mit an, das wird sicher ein anderes Programm gewählt als bei nur Erwachsenen.
Und die Gruppen auch so gebildet, daß mehrere Familien in einem Bus sind.

Nein, wir waren in keinem Löwenpark, das war in der Masai Mara ganz normal auf Pirschfahrt.

Bei unseren Pausen konnte man durchaus aussteigen und sich die Beine vertreten, auch die Kinder der anderen Busse.

Es war eine Pauschalreise, ja. Aber die sind wesentlich teurer gewesen für südliches Afrika. Namibia hätte uns auch interessiert.

Klar, man fliegt in der Nacht, trotzdem sind 8 Stunden völlig ausreichend, 10 brauchten wir nicht wirklich.

Na, wenn man in Afrika lebt, nimmt man das Kind ja nicht mit, es ist ja eh da…

Viele reagieren schon auf ungewohnte Küche mit Monti…

Aber das sollte jeder für sich entscheiden.

Gruß
Carmen

Hi Tomh,

die älteste Touristen die ich in Kenia Mombasa / Diani Beach sah war 79 und die jüngste Touristen dürfte so knapp 2 Jahre gewesen sein. Doch Kinder, auch Kleinkinder, gab es mehr. Ich denke, das Alter ist nicht so entscheidend, eher wie der Mensch das Klima verträgt und wie er seinen Möglichkeiten und Befindlichkeiten entsprechend damit umgeht.

Übrigens, ich würde vorort eine Safari buchen. Ist viel günstiger. :smile:

Ciao,
Romana