die Fußbodenheizung in meinem Haus besteht aus Plastikschlauch und ist über 20 Jahre alt. Jedes Stockwerk hat einige Heizkreise, die ebent aus Schlauch bestehen, der an eine große Armatur aus Messing angeschlossen ist.
Dieser Anschluß wird langsam undicht, man kann die Mutter, die den Konus drückt, der den Schlauch über ein Röhrchen würgt, nochmal nachziehen, nochmal nachziehen, aber irgendwann ist damit Schluß, der Schlauch ist zu hart, zu spröde, zu dünnwandig, es dichtet nicht mehr. Man sieht deutlich solche Bearbeitungsspuren (ich habe das Haus gerade erst erworben).
Ich bin mir ziemlich sicher, daß neuer Schlauch an dieser Armatur mit Leichtigkeit dicht anzuschließen wäre, schlimmstenfalls mit neuer Gummidichtung und Sprengring, ich bin auch im Besitz von nagelneuen Verbindungsstücken, darum weiß ich, wie die aufgebaut sind.
Ich kaufe also neuen Schlauch, schließe ein kurzes Stück davon an die Armatur an und verbinde das neue Schlauchstück mit dem alten Schlauch, der als FBH in situ verbaut ist. Da das dafür vorgesehene Fitting zwar vorhanden ist, aber absehbar mit dem alten Schlauch genausowenig dicht wird wie die bestehende Armatur besteht die Notwendigkeit, den alten Schlauch mit dem neuen Schlauchstück auf eine andere Weise sicher zu verbinden.
Ich habe dafür beim Rücklauf an die 30 cm Länge zur Verfügung, beim Vorlauf nur 5 cm, aber der Vorlauf ist einstweilen noch dicht.
Da ich beim Rücklauf so viel Länge habe, dachte ich mir, man könnte doch alten Schlauch und neues Schlauchstück durch ein hineingestecktes Metallröhrchen verbinden und auch durch einen darübergeschobenes Schlauchstück und das ganze mit einem Dutzend Schlauchbindern, wie sie aus dem Kfz-Motor bekannt sind, zuwürgen. Könnte so etwas eine dauerhafte Lösung darstellen?
…und das ganze mit einem
Dutzend Schlauchbindern, wie sie aus dem Kfz-Motor bekannt
sind, zuwürgen. Könnte so etwas eine dauerhafte Lösung
darstellen?
Nein.
Du beschreibst es doch selber mit „zuwürgen“.
Diese PVC-Schläuche sind zu hart um diese „würgen“ zu können.
Ich hätte da zwar eine Idee, kenne aber die die örtliche Situation zu wenig und nicht das GENAUE Mass der alten PVC-Leitung.
Der Lösungsansatz besteht darin, mit einem passenden Konusstück zu verlängern.
Da es dieses Konusstück so nicht fertig gibt muss man ein wenig kreativ werden.
Auch sollte man zusehen von dieser Klemmringdichtung wegzukommen und einen **im** PVC-Rohr dichtenden Anschluss zu realisieren.
Dazu ist die Kenntnis des GENAUEN Innendurchmessers des FBH-Rohrs erforderlich.
Wenn der PVC-Schlauch zu hart ist, um gewürgt werden zu können, dann ist er wohl auch zu hart, um aufgeweitet zu werden.
Er hat nicht genug Elastizität, also muß das Anschlußmaterial elastisch sein; von einem paßgenau gedrehten Messing-Konus erwarte ich mir das eigentlich nicht.
Ich schrecke ein wenig davor zurück, den Schlauch tatsächlich abzumontieren und mit der Schublehre auszumessen, weil ich sowas noch nie gemacht habe, wird wohl Viertel-Zoll sein.
Das Problem ist hier am Ort flächendeckend, etwa hundert Häuser sind betroffen.
Wenn der PVC-Schlauch zu hart ist, um gewürgt werden zu
können, dann ist er wohl auch zu hart, um aufgeweitet zu
werden.
Er hat nicht genug Elastizität, also muß das Anschlußmaterial
elastisch sein; von einem paßgenau gedrehten Messing-Konus
erwarte ich mir das eigentlich nicht.
Je nach Dimension gibt es Konusübergänge zum Einstecken.
die haben O-Ringe zum Abdichten **im** PVC-Rohr.
Das PVC wird nicht aufgeweitet. Es muss ggf nur angefast werden damit der O-Ring reinflutschen kann.
Es gibt diese Übergänge für etliche Durchmesser wobei auch der Aussendurchmesser wichtig ist damit die Überwurfmutter auch richtig gegen herausrutschen (nicht zum Abdichten) „klemmt“.
Ich kenne aus dem Handgelenk diese Dimensionen (Aussendurchmesser x Wandstärke): 12x2, 14x2, 15x2, 16x2 und 17x2.
Der O-Ring dichtet dann in dem alten, verhärteten PVC-Schlauch, verschieblich ein, zwei, drei Zentimeter weit drinnen, und die Überwurfmutter, die hat eine Flachdichtung drinne, schraube ich an die Armatur? Wenn die Dimensionen stimmen.
Aber dann mache ich doch besser noch außen einen Schlauchbinder ran?
Wenn du gescheit bist, baust Du die alten Heizkreisverteiler ab, und setzt neue mit den heute üblichen Eurokonus-Anschlüssen ein. Die alten PEX-Rohre ein Stück abschneiden, und mit Kupplungen ein neues Stück Rohr ansetzen. Die neuen Rohrstücke kannst Du mit Eurokonusverschraubungen an den Verteilern anschließen und Ruhe ist. Die Rohrverbindungskupplungen haben übrigens auch Eurokonus.
Alles andere ist Murks und Gebastel was garantiert in die Hose geht.
Sowas gibt es aus Messing/ Rotguss (vernickelt) mit 3/4" Überwurfmutter und Euro-Konus und da ist ein Klemmring integriert, der das Herausrutschen verhindert.
Damit wäre ich doch keinen Schritt weiter.
Neue Schlauchstücke kann ich auch an die alte Verteiler-Armatur problemlos dicht anschließen, und es bliebe wie zuvor die Aufgabe alten mit neuem Schlauch zu verbinden.