jetzt hats auch mich erwischt: die Alterssichtigkeit.
Bei 2 Optikern war ich schon und habe die Augen prüfen lassen.
Links +1,25, rechts +1,5. Rein gefühlsmäßig „sehe“ ich das genauso
Dann dachte ich mir, vielleicht ist es besser, doch mal zum Augenarzt zu gehen. Die Untersuchung dort war viel schneller und lange nicht so ausführlich. Ich habe mich nicht gut beraten und aufgehoben gefühlt.
Der Arzt sagte, daß ich beidseitig +1,25 hätte (stimmt aber nicht, ich merks ja schließlich ständig) und meinte, ich solle mir eine individuelle Lesebrille beim Optiker anfertigen lassen mit 2x +1,25 und die Werte würden sich jetzt weiter ziemlich schnell verändern.
Ich bin aus der Praxis und war total verunsichert.
Was soll ich jetzt machen?
Du hast anscheinend bisher ohne Brille gut gesehen, jetzt merkst Du mit der Lesebrille, dass Deine beiden Augen leicht unterschiedlich sind. Das Phänomen Alterssichtigkeit verändert i.d.R. beide Augen gleich, übrigens weitgehend parallel zum Lebensalter.
Wahrscheinlich hättest Du bisher eine Brille L Null, R +0,25 für bestmögliches Sehen vertragen, aber der kleine Unterschied wird beim zweiäugigen Sehen kaum bewußt.
Mein Tipp wäre, den Optikern zu folgen, Du fühlst Dich offensichtlich subjektiv mit dieser Korrektur wohler- darauf kommt es an, meine ich als langjähriger Brillenträger. Übrigens macht hier in Österreich ein Großoptiker aus D ein sensationelles Angebot: € 19,… für eine Einstärkenbrille (also Nicht - Gleitsicht usw.), das zum Eingewöhnen überlegenswert sein könnte, wenn es das bei Dir auch gibt.
nach meiner Erfahrung sage ich mit dem Brustton der Überzeugeung:
‚Glaube dem Optiker!‘
Bei Optikern (bei Hörgeräteakkustikern gilt das Gleiche) sind die Messungen meist verlässlicher, als die der Ärzte. Liegt schlicht daran, daß Optiker bzw. das dortige Personal erstens besser dafür ausgebildet sind und zweitens mehr Übung haben.
Wieso fällt mir bei Deinem Beitrag und der Optiker - Laudatio (der ich mich anschließe) der Begriff „monopolistische Senilität“ ein, den ich von japanischen Kollegen gehört habe? Anscheinend hat mein Unterbewußtsein die Einstellung von manchen Medizinern irgendwie verlinkt…
zunächst möchte ich mich Gandalfs Meinung anschließen. Der Optiker hat mehr Praxis in der Anpassung.
Da Du Dein Alter nicht verrätst, i.d.R. setzt die Altersichtigkeit Mitte 40 bis 50 ein und trifft wirklich jeden.
Optiker sagen „Wer über 50 ist und keine Brille braucht, lügt“. Wenn Du kurzsichtig bist und deshalb gut lesen kannst, benötigst Du eine Fernbrille, zumindest beim Autofahren. Wenn Du in der Ferne noch gut sehen kannst, benötigst Du eine Lesebrille.
Die Differenz der Werte beim Arzt und den Optikern sind aber so gering, dass sie schlicht auch auf die Tageszeit, Tagesform u.a. zurückzuführen sind. Die Dioptrie des Auges kann durchaus 0,5 dpt im Tagesverlauf schwanken.
Eine individuell angepaßte Lesebrille ist sicher besser als die Lesehilfen beim Discounter. Aber auch diese sind besser als ihr Ruf. Nur sind sie auf den Durchschnittsbürger zugeschnitten, z.B. kann es zu Kopfschmerzen kommen wenn die Zentrierung nicht stimmt. Dies passiert wenn Dein Augenabstand von der „Norm“ abweicht, dann schaust Du schief durch die Gläser.