Altersunterschied

Welch’ ein Altersunterschied zwischen zwei Geschwistern ist wohl eher von Vorteil:

  1. Möglichst nahe beieinander (

Hallo Arndt!

Welch’ ein Altersunterschied zwischen zwei Geschwistern ist
wohl eher von Vorteil:

Aus eigener Erfahrung: mein Bruder ist 6,5 Jahre älter als ich, als wir klein waren, hat er es ziemlich ausgenutzt, dass ich vieles noch nicht so gut konnte.
Später, in seiner Jugend, war er immer auf Achse, ich bin praktisch wie ein Einzelkind aufgewachsen und ich habe mir immer ein geschwister gewünscht so wie meine Freunde es hatten, etwa 2 Jahre jünger.
Mittlerweile (mit 20 bzw. bald 27) streiten wir zwar nicht mehr, aber Kontakt haben wir auch keinen, ausser durch meine Mutter.
Und ganz ehrlich, ich finde das ziemlich schade, aber wir haben uns nichts zu sagen und keine Gemeinsamtkeiten. Er ist im Prinzip wie ein Fremder für mich. Ausgezogen ist er übrigens, als ich 18 war.

Liebe Grüsse
Bine *die eher für weniger Altersunterschied ist*

Mein Bruder ist 15 Monate jünger als ich. Als Kinder haben wir uns viel gestritten, aber auch viel zusammen gespielt. Das mit dem Streiten hielt aber an, bis mein Bruder mit ca. 10 Jahren ins Internat kam. Als wir uns nur noch alle 14 Tage sahen, verstanden wir uns gut, und heute verstehen wir uns total super.
Ich denke, ein zu großer Altersunterschied entfremdet die Kinder einander. (Wobei ich groß so ab 6 Jahre oder mehr definieren würde).

Gruß,
Delia

Auch habe einen um 5 Jahre älteren Bruder. Wir haben uns immer nur einmal in der Woche gesehen (ich war bis 7 Jahre bei meiner Großmutter und er bei meinen Eltern). Wenn wir uns gesehen haben, stritten wir uns auf Mord und Brand. Er wollte mich immer erziehen und ich wollte von ihm nicht erzogen werden.
Mittlerweile sind wir erwachsen (34 und 39 Jahre) und verstehen uns recht gut.
Ich habe jetzt auch 3 Kinder. Die ersten beiden sind etwas mehr als 2 Jahre auseinander. Anfangs war es schon stressig mit den beiden Kleinen. Heute sind sie 5 und 7 Jahre alt. Natürlich streiten auch sie sich (welche Kinder tun das nicht?), aber sie können auch sehr gut miteinander spielen. Das konnte ich z.B. mit meinem Bruder nicht - er hatte ganz andere Interessen wie ich. Den kleinen Bruder (1 Jahr) verwöhnen nun meine beiden Großen nach Strich und Faden. Es wird sich weisen, wie sich das Verhältnis entwickelt, wenn er größer ist.
Ich glaube, es gibt keinen idealen Altersunterschied bei Geschwistern. Streiten tun sie so oder so. Zum Spielen ist es natürlich einfacher, wenn sie nicht so viel auseinander sind. Für die Eltern ist das natülich anstrengender, weil man 2 Kleinkinder auf einmal hat. Schön und wichtig finde ich nur, daß man überhaupt Geschwister hat (man kann so wunderbar Front gegen die Eltern machen und hat meist die Unterstützung der Geschwister).Ich brauche mir nicht die Sorgen machen, daß eines meiner Kinder mit irgendeinem Problem allein dasteht. Kann und will es nicht mit mir oder meinem Mann sprechen, ist da noch ein dritter Ansprechpartner in der Familie.
Viele Grüße Wajan

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Also ich selber bin quasi als Einzelkind aufgewachsen, da meine Geschwister 14, 15 und 17 Jahre älter sind als ich. Der Unterschied war nun wirklich zu groß, für eine „übliche“ Geschwisterbeziehung.
Gespielt habe ich viel mit meiner Nichte, die 5 Jahre jünger, und einem Nachbarsjungen, der 5 Jahre älter war als ich. Ein Unterschied von 4-5 Jahren finde ich ganz o.k., dann hat man halt einen „Stärkeren“, „vormachenden“ Mitspieler, und einen „schwächeren“, „mitmachenden“. Da ich beide Positionen erlebt habe, erlaube ich mir auch das Urteil: Beides ist ganz schön. Kommt natürlich ganz individuell drauf an, wenn man zwei Kinder hat, die sich einfach nicht riechen können, ist es egal, wie weit sie auseinander sind, es gibt immer Krach.
Meine beiden Töchter sind auch 5 Jahre auseinander, und das war für mich als Mutter ganz angenehm. Es gab weniger Eifersucht als bei ähnlich alten, auch ist es schön, daß die große schon einiges selbsständig konnte, man muß dann nicht immer bei zweien Windel wechseln, zwei gleichzeitig füttern, Zwei an der Hand nehmen, damit sie nicht auf die Straße rennen,… Ist schon einfacher denke ich.
Aber wie gesagt, ich bin der Meinung es ist eine sehr individuelle Sache, ob Geschwister gut miteinander auskommen. Es hängt eher von den Characteren ab, auch von der Erziehungsweise sicher, und nicht sooo sehr vom Altersunterschied.
Gruß, Agnes

Wie ist n das heute mit dem Streiten mit deinem Bruder ?

Hallo!

Meine Ansicht ist, daß ein eher kleiner Altersunterschied besser ist. Wenn’s zu viel wird, hat man zwei Einzelkinder, da die beiden keine gemeinsamen Interessen mehr haben.

Zu wenig ist auf der anderen Seite sehr stressig, also sollte man einen gewissen Mindestabstand auch wahren.

Unsere Konsequenz daraus: Mindestens zwei, maximal drei Jahre.
Klappt mit unseren ersten beiden ganz gut…

Gruß, Kubi

Mein Bruder ist zwei Jahre älter als ich und wir sind „richtige“ Geschwister. Meine Schwester ist zehn Jahre Jünger und das Verhältniss war immer mehr das eines Onkels, denn das eines Bruders. Selbst jetzt (40 und 30 Jahre) sind die Interessen immer noch sehr unterschiedlich, zumal eine recht große räumlicheDistanz dazukommt.

Unsere Kinder sind ziemlich exakt zwei Jahre auseinander, was ich für eine gute Zeit halte. Nicht weniger als zwei, aber auch nicht wesentlich mehr als 3 Jahre sind m.E. optimal.

Gandalf

Hallo,
meine Toechter sind 1992, 1996 und 1997 geboren. nun finde ich aber, dass es sich nicht nur um eine Altersfrage sondern auch und vielleicht vor allem um eine Erziehungsfrage handelt. Viele Eltern sagen heute, dass ein grosser Unterschied nicht gut ist. Warum? Oft, weil dem Aelteren frueher zu viel zugemutet wurde. Gratis Babysitter so zu sagen. Man muss nur aufpassen,dass jedes kind seinem Alter entsprechend behandelt wird. hierin liegt glaube ich das grosse Problem bei einem grossen Altersunterschied. Man erwartet oft automatisch zu vielvon den Grossen. Und vergisst zu leicht dabei, dass auch die „Grossen“ noch klein sind. Zwischen der Grossen und der Kleinsten liegen bei uns fast auf den Tag genau 5 Jahre. Sie kuemmert sich ruehrend umihre kleine Schwester, meckert aber, wenn diese nicht so spielen will,wie sie oder das Spielzeug kaputt macht!! Ja, und da muss man dann als Eltern den Reflex haben nicht mit den Grossen zu meckern, nur damit die Kleine Ruhe gibt, das ist oft schwer. Die beiden Kleinen haengen auch wirklich wie Kletten zusammen, aber ohne dabei ihre grosse Schwester aus zuschliessen.
Liebe Gruesse
Kerstin

Liebe Kerstin!

Du hast natürlich recht, daß man die älteren Geschwister mit dem „Babysitten“ nicht überfordern darf. Andererseits siehst du es bei deiner Großen und ich bei meiner auch, daß sie sich mit ihren kleineren Geschwistern ganz gerne beschäftigen. Es soll daraus natürlich keine Pflicht werden, sondern soll natürlich Spaß machen. Meine Älteste ist sogar ganz böse, sollte sich ihre große Cousine (13 1/2 Jahre) zu viel um ihren kleinen Bruder kümmern. Da muß ich ihr immer wieder erklären, daß ihre Cousine als Einzlkind sich danach sehnt, sich auch, wie sie um ein Geschwisterchen zu kümmern und diese Möglichkeit hat sie nun einmal nur bei uns.
Spielt der Bruder nicht so wie meine großen Mädchen es gerne hätten, erkläre ich ihnen aber sehr wohl, daß er eben noch ein Baby ist, und sie damit rechnen müssen, daß er Dinge tut (z.B. Spielsachen zerstört), die sie nicht wollen. Natürlich achte ich schon immer darauf, daß sie ihm nicht Spielsachen geben, die er allzuleicht kaputt macht - schon allein zu seiner Sicherheit.
Ich stimme dir auf jeden Fall zu, daß man die größeren Geschwister auch als Kinder behandeln muß. Ich schaue eben, daß ich immer die „Oberaufsicht“ behalte, um im Notfall eingreifen zu können und den Großen nicht zuviel Verantwortung aufbürde.
Viele Grüße
Dagmara

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