Altersvorsoge bei der Versicherung

Guten Tag liebe Experten!

Vor 2 Jahren habe ich beim Deutschen Herold der jetzt zum Zurich Deutscher Herold wurde, der wiederum damals eine Versicherungsabteilung der Deutschen Bank war eine fondgebundene Altersvorsorge abgeschlossen.

Natürlich wurden mir damals Unmengen von Geld und null Risiko versprochen , doch nun sind 2 Jahre vergangen und die „Verwaltungskosten“ sind angeblich abgezahlt, jetzt beginnt das Geld(wieder mal angeblich)für mich zu arbeiten. Vor ein paar Wochen kam der erste Ausdruck von meinem „Vermögen“, ich habe in Vermögensbildungfonds I und Investa 39 € monatlich(angeblich über DWS) investiert und habe jetzt 600 €…juhu? Ist das viel? Ist das gut?

Na wie auch immer, nach diesen 2 Jahren kommen nun Zweifel auf.

Das Ding nennt sich "Fondgebundene Wertpapierepolice, doch brauch ich sie wirklich? Wäre es nicht besser das Geld woanders zu investieren und besser jetzt kündigen, als in 30 Jahren, wo ich angeblich bereits Millionär werden soll und dann mit 1200€ darstehe und mich frage wo das Geld hingeblieben ist?

Wie hoch sind die Risiken und Gewinne wirklich?

Ich bin für jede Antwort, Anregung etc. dankbar!

Danke im Voraus und alles Gute.

Michail

Guten Tag,

brauch ich sie wirklich? Wäre es nicht besser das Geld
woanders zu investieren und besser jetzt kündigen, als in 30

im Brett „Finanzen und Börse“ fragst Du, wie man an der Börse investiert und hier willst Du Dein Geld von der Börse abziehen ? Wie paßt das zusammen ?

fragt sich das Nordlicht

Hallo Michail,
gleichmal vorweg. Mit 39,- € monatlich wird man sicherlich nicht Millionär. Sorry, aber das ist wunschdenken. Bei Fonds und auch sogenannten Fondspolicen (Lebens- bzw. Rentenversicherungen die mit Fonds gekoppelt sind) bestehen zwar Chancen auf höhrere Renditen, aber alles was hohe Renditen hat, birgt auch ein gewisses Risiko.

Nun zum eigentlichen Thema. Die Kündigung einer Lebens- oder Rentenversicherung (ob fondsgebunden oder klassisch) ist nie ratsam, da immer mit Verlusten verbunden. Kosten fallen in jeder Variante des Sparens an. Bei Investmentfonds ist es der Ausgabeaufschlag, bei Lebens- Rentenversicherungen die Abschluß- und Verwaltungskosten. Der Unterschied besteht darin, dass du bei Fonds die Kosten Pro Rata bezahlst, bei Versicherungen alles auf einmal (im Schnitt auf 2 - 3 Jahre verteilt). Du schreibst „vor 2 Jahren“, also bereits in 2005? Nur zum Verständnis. Denn sollte der Abschluss bereits 2004 gewesen sein, wäre eine Kündigung erst recht nicht sinnvoll. Auszahlungen von damals abgeschlossenen Versicherungen sind nämlich steuerfrei. Ich kann hier keine Empfehlung aussprechen, ich kann nur sagen was ich tun würde: Ich würde den Vertrag weiter besparen (die grössten Gewinne bei Versicherungen fallen zum Laufzeitende an) und zu gegebenen Zeit, wenn es finanziell möglich ist, einen weiteren Altersvorsorgevertrag machen, der mehr auf Sicherheit setzt (z.B. klassische private Rentenversicherung). Niemals nur auf einem Bein die Altersversorgung aufbauen.

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Guten Tag Michail,
die Fragen, die Sie stellen, sind zwar geeignet, innerhalb des
Forums wiederum heftigste Diskussionen auszulösen. Für sich
genommen sind sie schlicht nicht seriös zu beantworten, da sie
im Kern darauf hinauslaufen, das Wesen der Finanzwelt mal eben
vor Ihnen auszubreiten. So kann das nicht gehen. Ich meine, dass
Ihr Problem darin besteht, dass Sie nie so richtig verstanden haben, wie Ihr Produkt wirklich funktioniert. Das wäre nicht das Schlimmste,
das passieren kann, zumal es Millionen Menschen genauso geht.
Um dem Dilemma zu entkommen, hilft leider nur eines:
Sie allein müssen sich mit Ihrem Produkt auseinandersetzen.
Und wenn Sie das erfolgreich getan haben, wissen Sie auch ganz
allein, ob Sie damit auf Dauer glücklich werden oder nicht.
Gruß
Günther

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im Brett „Finanzen und Börse“ fragst Du, wie man an der Börse
investiert und hier willst Du Dein Geld von der Börse abziehen
? Wie paßt das zusammen ?

fragt sich das Nordlicht

…Das ist eine philosophische, wenn nicht gar metaphysische Frage. Die kann ich hier nicht…äh beantworten. Darin zeigt sich die Zerrissenheit und Dualität des Menschen.*wuahahaha*

Aber jetzt mal Tacheles: In der fondgebunden Lebensanlageversicherungaltersvorsorgepolice…wie das Ding auch heissen mag, investiert man ja durch die Bank und durch die Versicherung. Ich zahl da erstmal 2 - 3 Jahre Gebühren, Teufel weiss an wen und von meinem Gewinn (falls überhaupt) krallen sich meine Versicherer mit ziemlicher Sicherheit auch ein Stück ab. Selbst ist der Mann. Daher möchte ich auch direkt investieren. Ausserdem möchte ich in eher in einzelne Aktien als Founds investieren.

Ausserdem möchte ich in eher in einzelne
Aktien als Founds investieren.

Na wenn das dein Wunsch ist, dann solltest du das wohl auch tun. Aber bitte immer daran denken: Je höher die Rendite(chance) desto höher das Risiko (auch Totalverluste soll es bei einzelnen Aktienwerten schon gegeben haben) Nur mal so erwähnt.

…Das ist eine philosophische, wenn nicht gar metaphysische
Frage. Die kann ich hier nicht…äh beantworten. Darin zeigt
sich die Zerrissenheit und Dualität des Menschen.*wuahahaha*

Hallo, ich weiß nicht, was man von dir halten soll? Bist du jetzt ein Spassvogel, brauchst du wirklich Info oder willst du nur eine Diskussion anzetteln, obwohl du schon alles weißt!?

Aber jetzt mal Tacheles: In der fondgebunden
Lebensanlageversicherungaltersvorsorgepolice…wie das Ding
auch heissen mag, investiert man ja durch die Bank und durch
die Versicherung.

Du beantwortes ja deine Fragen in etwa ja selbst! Du kennst dich ja aus!

Ich zahl da erstmal 2 - 3 Jahre Gebühren,

Teufel weiss an wen und von meinem Gewinn (falls überhaupt)
krallen sich meine Versicherer mit ziemlicher Sicherheit auch
ein Stück ab.

Da niemand umsonst schafft, ist das überhaupt nicht das Thema. Ob du Provisionen über 2-3 Jahre bezahlst oder über die ganze Laufzeit verteilt, ist fast egal. Wenn du die Anlage für deine spätere Versorgung abgeschlossen hast, ist ersteres sogar die bessere Wahl. Aber sei mir nicht böse, irgendwie redest du im Kreis. Du hast eine Altersversorgung (über Jahrzehnte)abgeschlossen und mokierst dich über Gebühren, die über 2-3 Jahre verteilt sind - was soll das!Oder hast du diese Anlage abgeschlossen, um sie nach 3 Jahren zu kündigen? Außerdem hast du doch jetzt die Kosten bezahlt und wenn die FLV vor 2005 abgeschlossen wurde,hast du auch eine steuerfreie Auszahlung! Da musst du schon zufällig einen sensationellen Fonds rauspicken, um dies zu kompensieren (denk auch an die kommende Abgeltungssteuer)

Selbst ist der Mann. Daher möchte ich auch

direkt investieren. Ausserdem möchte ich in eher in einzelne
Aktien als Founds investieren.

Darf ich dich in Zukunft Kostolany-Junior nennen?
Spass beiseite, wenn du einzelne Aktien kaufst (von z.B. Dax-Firmen ) kaufst du die teuer ein, hast i.d.R. ne sichere aber lächerliche Rendite und kannst trotzdem gewaltig auf die Nase fallen (siehe die „Volks-Sicherheits-Aktie“ Telekom).
Solltest du aber in Exoten investieren, kannst du genausogut auf die Spielbank. Hier ist die Chance deinen Einsatz zu verdoppeln fast 50zu50 (auf einfache Chancen) außerdem mußt du keine Abgeltungssteuer bezahlen (dies wäre übrigens auch noch ein Vorteil der FLV).
Übrigens, du hättest damals viel eher eine konservative" RV bei einem guten Anbieter abschließen sollen,dann hättest du sowohl KEIN zusätzliches Kostenpaket für den Fondsbereich als auch Garantieleistungen gehabt!

Gruß Cooler

Hi,

könntest Du vielleicht noch einmal schreiben, was das nun genau für ein Vertrag ist.
Ich hab jetzt mal fondsgebundene Altersvorsoge gelesen.
Dazu folgendes: In der Tat werden die Abschlußgebühren (=Provision des Vertreters) meist auf die ersten 2-3 Jahre verteilt. Wäre ja auch blöd wenn der Kunde nach zehn Jahren merkt, dass er ungenügend beraten wurde und dann kündigt.
Verwaltungskosten werden sicherlich permanent bezahlt. Die heißen häufig Kontoführungs-/Depotverwaltungsgebühr oder so ähnlich. Das alles frißt schon mal an den Beiträgen und damit an der Rendite. Von dem was dann noch übrig bleibt kauft der Versicherer/die Bank dann die Fondsanteile. Da werden dann meist noch einmal Ausgabeaufschläge fällig (2-5% in der Regel). Wieviel der Fonds nun jedes Jahr schaffen muss, um eine schwarze Null zu erreichen mag sich jeder selbst ausrechnen. Als kleine Hilfe, bei 5% Ausgabeaufschlag und 1,2% Verwaltungsbeühr müßte der Fonds schon mal um rund 6,5% steigen. Dann hat man aber lediglich das Gleiche, wie wenn man das Geld unters Kopfkissen legt.
Dazu kommt noch ein Fakt der in der aktuellen Diskussion m.E. viel zu wenig Beachtung findet. Im Moment kaufen viele Leute aus Gründen der Altersvorsorge Aktien oder diese auf Umwegen über Fonds. Das hat natürlich eine erhöhte Nachfrage und damit höhere Preise zur Folge. Wenn dann in 30-40 Jahren die selben Leute an ihr Geld wollen, müssen diese Aktien und Fonds im großen Stil verkauft werden. Das wird dann ebenso natürlich sinkende Preise zur Folge haben.
Ob also mit fondsgebundenen Sachen wirklich auch nur ansatzweise die versprochenen Renditen erzielt werden können, darf stark bezweifelt werden. Auch der Kapitalmarkt wird die demografischen Verwerfung nicht überlisten können.
Wie das ganze dann noch steuerlich ausschaut, ist ebenso fraglich. Sicher hat noch jeder die Aufforderungen der Politiker im Ohr, mehr für´s Alter zu sparen und vorzusorgen. Doch schrittweise wurden nun Sparerfreibeträge, das Halbeinkünfteverfahren und die steuerliche Behandlung von Beiträgen zu Lebensversicherungen zurückgefahren bzw. ganz abgebaut.

In diesem Sinne viel Erfolg bei der Suche nach der richtigen Anlageform.

MfG