Altersvorsorge, HILFE :-(

Schönen Guten Tag,

ich beschäftige mich nun schon seit Wochen mit dem Thema Finanzen.
Ich habe gerade meine Ausbildung begonnen, ich bin 22 Jahre alt.
Nun hatte ich schon mehrere Termine mit Versicherungsmaklern. Einer davon betreut unseren Betrieb seit 20 Jahren.
Mittlerweile bin ich aber kurz davor alles hinzuwerfen -.-
Der eine erzählt mir das, und kurz darauf zerreist der nächste die Aussagen in der Luft…

Mir geht es jetzt primär erstmal um die Altersvorsorge.
Mein Versicherungsmakler empfiehlt mir die BetrieblicheAltersvorsorge da diese sicher und garantiert ist. Außerdem ist sie extrem günstig.
Dort sieht es so aus das ich während der Ausbildung nur 40€ Netto weniger habe, aber 90€ in die BAV einzahle. Das kommt wohl durch Brutto einzahlungen und einen Arbeitgeberzuschuss von 40€ zustande.
Nach der Ausbildung würde dass dann so aussehen das ich knappe 100€ weniger vom Netto habe, aber stolze 216€ einzahle!!
Das hört sich für mich natürlich absolut grandios an! Ich habe mich selbstverständlich bei Ihm erkundigt wie sicher das ist. Den das ist mir mit das wichtigste an der Geschichte! Ich will nicht irgendwann mit ner Witzlosen Rente da stehen…
Er meinte bei einem Arbeitgeberwechsel muss der nächste Arbeitgeber die BAV mitnehmen! Das einzige was er nicht muss ist den Arbeitgeberzuschuss zahlen.

So, und dann hatte ich meinen Termin bei der Debeka… Diese zeriss die Aussagen meines Makler mal locker in der Luft!
Sie teilten mir mitte das die BAV alles andere als sicher und flexibel sei.
Laut Ihnen muss der nächste Arbeitgeber diese zwar mitnehmen. Aber es kann sein das er mit einer anderen Versicherung zusammen arbeitet. Dann müsste ich wechseln. Dadurch würde dann schonmal Geld verloren gehen und es könnte sein das sich die Vertraglichen Bedienungen total ändern.
Wenn der nächste Arbeitgeber aber keine BAV anbietet ist schonmal Pustekuchen…
Und wenn mein Arbeitgeber insolvent geht, ist mein Geld komplett weg!!
Und das geht mal garnicht…

Deswegen wende ich mich nun an euch…Könnt Ihr mir helfen?
Oder könnt Ihr mir verraten an wen ich mich wenden muss um RICHTIG und ohne irgendwelche Hintergedanken(Provision) beraten zu werden?

Mit freundlichem Gruss & Dank
Ein sehr verwirrter Auszubildender :frowning:

Re: Altersvorsorge, HILFE :frowning:
Die ganze Story ist übrigends hier zu finden falls jemand mehr Infos haben möchte.

http://www.finanz-forum.de/finanzleben_noch_jungfrae…

bevor ich dir Tipps zu deiner BAV gebe, würde ich dir zuerst folgende Empfehlung geben:
Kümmere dich zuerst um deine Versorgung bei Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit.Erst wenn du das in der Tüte hast, kannst du dich um deine Altersversorgung kümmern. Denn, ohne Gehalt nützt dir die AV nichts.

Grüße

Bartholomäus

Guten Tag,

Hallo Anonymous,
mein Tipp:
Beschäftige Dich doch mal mit dem 3-Schichtenmodell (Wg. Förderung und steuerliche Behandlung in der Ablaufphase), kann durchaus sein, dass Du dann u.a. beim Thema betriebliche Vorsorge landest.
Jetzt kannst Du dich mit den 5 Durchführungswegen der bAV beschäftigen, es gibt hier durchaus Wege, die z.B. eine Insolvenz des Betriebes nicht berührt.
Grüße Don

Schönen Guten Tag,

Hallo,

ich beschäftige mich nun schon seit Wochen mit dem Thema
Finanzen.
Ich habe gerade meine Ausbildung begonnen, ich bin 22 Jahre
alt.
Nun hatte ich schon mehrere Termine mit Versicherungsmaklern.
Einer davon betreut unseren Betrieb seit 20 Jahren.

Betrieb der Eltern?

Mittlerweile bin ich aber kurz davor alles hinzuwerfen -.-
Der eine erzählt mir das, und kurz darauf zerreist der nächste
die Aussagen in der Luft…

ist normal

Mir geht es jetzt primär erstmal um die Altersvorsorge.
Mein Versicherungsmakler empfiehlt mir die
BetrieblicheAltersvorsorge da diese sicher und garantiert ist.
Außerdem ist sie extrem günstig.
Dort sieht es so aus das ich während der Ausbildung nur 40€
Netto weniger habe, aber 90€ in die BAV einzahle. Das kommt
wohl durch Brutto einzahlungen und einen Arbeitgeberzuschuss
von 40€ zustande.
Nach der Ausbildung würde dass dann so aussehen das ich knappe
100€ weniger vom Netto habe, aber stolze 216€ einzahle!!
Das hört sich für mich natürlich absolut grandios an!
Ich habe mich selbstverständlich bei Ihm erkundigt wie sicher
das ist. Den das ist mir mit das wichtigste an der Geschichte!
Ich will nicht irgendwann mit ner Witzlosen Rente da stehen…

bis hierhin ist wohl alles richtig.

Er meinte bei einem Arbeitgeberwechsel muss der nächste
Arbeitgeber die BAV mitnehmen! Das einzige was er nicht muss
ist den Arbeitgeberzuschuss zahlen.

Das ist falsch. Der neue AG muss dir zwar einen Weg der BAV öffnen, einen bestehenden Vertrag muss er aber nicht übernehmen. Der neue AG kann also durchaus mit einer anderen Gesellschaft arbeiten, oder einen anderen Durchführungsweg haben als der aktuelle.

So, und dann hatte ich meinen Termin bei der Debeka… Diese
zeriss die Aussagen meines Makler mal locker in der Luft!
Sie teilten mir mitte das die BAV alles andere als sicher und
flexibel sei.
Laut Ihnen muss der nächste Arbeitgeber diese zwar mitnehmen.
Aber es kann sein das er mit einer anderen Versicherung
zusammen arbeitet. Dann müsste ich wechseln. Dadurch würde
dann schonmal Geld verloren gehen und es könnte sein das sich
die Vertraglichen Bedienungen total ändern.

Das ist wie ich schon oben geschrieben habe richtig. Du musst aber nie wechseln. Keiner zwingt dich in einen Vertrag.

Wenn der nächste Arbeitgeber aber keine BAV anbietet ist
schonmal Pustekuchen…

Er muss eine anbieten!

Und wenn mein Arbeitgeber insolvent geht, ist mein Geld
komplett weg!!
Und das geht mal garnicht…

Es wird i.d.R. ein Vertrag mit einer Versicherungsgesellschaft gemacht. Da die Beiträge aus Entgeldumwandlung bezahlt werden, bist du ab Beginn unwiderruflich bezugsberechtigt. (bei Vertragsschluss drauf achten). Ob dein AG pleite geht ist damit für deine BAV uninteressant!
Dein Geld ist bei der Versicherung und nicht beim AG!

Deswegen wende ich mich nun an euch…Könnt Ihr mir helfen?
Oder könnt Ihr mir verraten an wen ich mich wenden muss um
RICHTIG und ohne irgendwelche Hintergedanken(Provision)
beraten zu werden?

Jeder Makler (Vermittler) denkt an seine Provision.(ist normal). Grundsätzlich ist BAV eine gute Sache. Ich hatte oben schon gefragt ob es sich um einen elterlichen Betrieb handelt. Wenn du als Azubi weisst, dass du nach der Ausbildung bleiben kannst, spricht m.E. nichts gegen die BAV. Wenn nach 2 oder 3 Jahren ein AG-wechsel ansteht würde ich aus den o.g. Gründen zunächst keine BAV machen. (Vom Alter her kannst du bei 216 Euro monatlich durchaus noch Jahre warten.

Die im anderen posting beschriebene BU solltest du auf jeden Fall machen, ggf. auch in der BAV (hierfür werde ich hier noch abgestraft!)

Mit freundlichem Gruss & Dank
Ein sehr verwirrter Auszubildender :frowning:

Gruß
tycoon

Hej!
Um eine provisionsunabhängige Beratung zu erhalten, solltest Du Dir einen Termin bei einem Honorarberater oder der Verbraucherzentrale holen. Die helfen Dir in jedem Fall kompetent und unabhängig weiter und stehen auch für Nachfragen unkompliziert zur Verfügung. Für eine solche Beratung mußt Du mit einmaligen Kosten zwischen 90 und 120 Euro rechnen. Da es sich bei der Altersvorsorge um langfristige Verträge handelt, in denen man durchaus mehrere Tausender versenken kann, lohnt sich dieser Aufwand allemal.

Gruß, Dirk

Re: Altersvorsorge, HILFE :frowning:
Hallo, vielleicht trägt dieser link ja zu deinem verständnis bei: www.riestermeister.de . Da wird das mit der bav nochmal ganz genau erklärt und sehr anschaulich wie ich finde.

lieben gruß,
polly