Altersvorsorge Spezial: KLV

Hallo!
Das Thema Kapitallebensversicherung (zur Altersvorsorge) ist ja zur Zeit in aller Munde. Dazu hätte ich ein paar Fragen:

Sind die britischen Versicherungen (z.B. Standart Life) wirlich besser, erfahrener und somit den deutschen vorzuziehen?

Wo kann man eigentlich die Prognosen für Renditen einsehen? Da wird zwar oft von 5-7% Rendite gesprochen, aber kann man das auch nachlesen. Dies wäre vorallem auch bei den oben genannten Briten interessant, da es dort 11-14% Rendite sein sollen/können/waren.

Veröffentlichen die Versicherer auch ihren Anteil an Kosten pro Einzahlung (also für Todesrisiko, Verwaltung, Provision)? Der soll ja recht unterschiedlich sein und kann zwischen 3-14% liegen. Wäre schon gut zu wissen, was man real anspart.

Spricht etwas für den Abschluss von 2 Lebensversicherung zur Altersvorsorge? (z.B. eine konventionellere KRV und eine KLV mit höherem Aktienanteil)

Wie sollten die Vertragslaufzeiten und Beitragszahlungszeiten gewählt werden?

Wäre für ein paar Tipps dankbar, vor allem, weil ich (27 Jahre) vor der kurzfristigen Entscheidung stehe, eine KLV abzuschließen, um den Steuervorteil noch zu sichern.
Vielen Dank vorab!
mark

hallo mark mit k,

Sind die britischen Versicherungen (z.B. Standart Life)
wirlich besser, erfahrener und somit den deutschen
vorzuziehen?

pauschal gesagt:ja. die briten sind vom aufbau her ziemlich identisch mit den dt. anbeitern. die hauptunterschiede liegen in den kosten und den anlagemöglichkeiten. die investments, die bei den briten zu grunde liegen, werden nach britischem recht getätigt, was andere möglichkeiten im aktien und fonds-bereich eröffnet.

Wo kann man eigentlich die Prognosen für Renditen einsehen? Da
wird zwar oft von 5-7% Rendite gesprochen, aber kann man das
auch nachlesen. Dies wäre vorallem auch bei den oben genannten
Briten interessant, da es dort 11-14% Rendite sein
sollen/können/waren.

in den einschlägigen fachzeitschriften wie cash oder dem handelsblatt etc. auch im internet finden sich mehrere seiten zu diesem thema…

Veröffentlichen die Versicherer auch ihren Anteil an Kosten
pro Einzahlung (also für Todesrisiko, Verwaltung, Provision)?
Der soll ja recht unterschiedlich sein und kann zwischen 3-14%
liegen. Wäre schon gut zu wissen, was man real anspart.

NEIN. genau da liegt der hase im pfeffer. weder die deutschen noch die britischen lebensversicherer sagen ihren kunden, wie hoch die kosten für die einzelenen sparten sind. meist mit der begründung, dies käme einen offenlegung der internen kalkulation gleich. dies sei auf grund des „rechtes zur wahrung von geschäftsgeheimnissen“ nicht möglich (diese antwort kam von deutschlands grösster, der allianz). wo dieses recht geschrieben steht, bleibt bisher unbeantwortet… aber auch die briten tun dies nur in sehr begrenztem umfang. was der kunden nicht weiss, macht ihn nicht heiss, so nach dem motto . die kosten lagen aber bereits in 2002 bei über 20% eines jeden gezahlten beitrags. mal ganz abzusehen von der tatsache, dass man bei deutschen anbietern erst mal auf null sparen muss(siehe zillmer etc.). und es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine gesellschaft billiger geworden ist. aber ich gebe dir recht, es wäre schön zu wissen, wieviel man tatsächlich spart. empfehlung: such nach einem anbieter einer sog. netto-police, d.h. einem, der alle kosten offenlegt. tip: luxemburger anbieter, z.b. atlanticlux lv s.a. oder lombard lv s.a., vertrieben werden die auch in deutschland. z.b. über die fwu münchen (www.fwu-group.com) oder grossardt (www.grossardt.com)…

Spricht etwas für den Abschluss von 2 Lebensversicherung zur
Altersvorsorge? (z.B. eine konventionellere KRV und eine KLV
mit höherem Aktienanteil)

kann man so pauschal nicht sagen. musst du überhaupt jemanden absichern, z.b. frau oder kinder. wenn ja, mach doch eine risiko-lv (ist viel billiger). wenn nein, nur den mindesttodesfallschutz in einer lv beantragen (60% der beitragssumme). so hat man noch die steuerfreiheit gesichert, hat aber keine unnötigen kosten verursacht.

Wie sollten die Vertragslaufzeiten und Beitragszahlungszeiten
gewählt werden?

je nach persönlicher lage. auch hier ist keine pauschale aussage möglich…

Wäre für ein paar Tipps dankbar, vor allem, weil ich (27
Jahre) vor der kurzfristigen Entscheidung stehe, eine KLV
abzuschließen, um den Steuervorteil noch zu sichern.
Vielen Dank vorab!
mark

ich kann nur sagen, dass die steuerfreiheit nicht immer alles ist. aber wir deutschen sind weltweit bekannt als das volk der steuersparer (ist ja bei den belastungen auch kein wunder…) in der zeitschrift FINANZ€EN vom sept.04 ist ein ganz brauchbarer artikel zu dem thema, „für wen lohnt sich eine lv/rv“. aber auch in anderen fachzeitschriften findest du hierzu meinungen…

gruss, maxxler71

Vielen Dank maxxler!

Spricht etwas für den Abschluss von 2 Lebensversicherung zur
Altersvorsorge? (z.B. eine konventionellere KRV und eine KLV
mit höherem Aktienanteil)

kann man so pauschal nicht sagen. musst du überhaupt jemanden
absichern, z.b. frau oder kinder. wenn ja, mach doch eine
risiko-lv (ist viel billiger). wenn nein, nur den
mindesttodesfallschutz in einer lv beantragen (60% der
beitragssumme). so hat man noch die steuerfreiheit gesichert,
hat aber keine unnötigen kosten verursacht.

Muss -als 27 jähriger Single und Berufsanfänger - niemanden Absichern und würde die KLV nur als Altersvorsorge nutzen, also um hohe Renditen (ohne Steuern) zu erhalten. Daher auch die Idee eine britsche KLV mit hohem Aktienanteil (ca.55%) zu nehmen um hohe Renditen zu erhalten.

Wie sollten die Vertragslaufzeiten und Beitragszahlungszeiten
gewählt werden?

je nach persönlicher lage. auch hier ist keine pauschale
aussage möglich…

Was wird von einer Vertragslaufzeit bis zum 100. Lebensjahr, bei einer Beitragszahlungslaufzeit bis zum 65. Lebensjahr gehalten?

ich kann nur sagen, dass die steuerfreiheit nicht immer alles
ist. aber wir deutschen sind weltweit bekannt als das volk der
steuersparer (ist ja bei den belastungen auch kein wunder…)
in der zeitschrift FINANZ€EN vom sept.04 ist ein ganz
brauchbarer artikel zu dem thema, „für wen lohnt sich eine
lv/rv“. aber auch in anderen fachzeitschriften findest du
hierzu meinungen…

Werd mich dann noch weiter informieren, bevor ich abschließe. Bin nämlich nicht ganz sicher, ob es nicht doch andere Möglichkeiten gibt, im Alter nicht ohne Geld darzustehen.

zu maxxlers weisen Worten:
die brietischen haben halt wesentlich mehr erfahrung als die deutschen.
Wenn du aber schon eine Altersvorsorge suchst, dann nimm entweder eine Fondsgebundene (bei der Laufzeit sind die Nachteile dieser Art uninteressant), oder zeichne eine gute Kapitalanlage.
ebenso gut sind Kapitalanlagen, die eine Risikoversicherung angeklatscht bekommen haben, damit sie steuerfrei sind. Dazu zählt z.B. die OSBACH (gehört zum AXA-Konzern). Die Renditen sind traumhaft.
Klar können auch die mal 1 oder 2 Jahre stagnieren. Doch bisher haben die 2-Stellige Nettorenditen gehabt. Auch 2003 und bisher 2004.
Grüße
Raimund

Hallo Mark,

na klar veröffentlichen deutsche Lebensversicherer ihre Kennzahlen. So geschehen in der Zeitung „Zeitschrift für Versicherungswesen“ im August 2004.

von den „50-Größten“ wurden u. a. Gesamtüberschüsse, Zuweisungen zu den RfB und auch: Verwaltungs-, Abschlusskostensätze und die Nettoverzinsung dargestellt.

Standard Life, Clerical Life haben keine Angaben gemacht. Warum wohl? Wurden wohl nicht gefragt :wink:

Die Verwaltungskostensätze gehen von 0,9% (Neue Leben) bis 13,8% (CIV Leben). Die Abschlusskosten von 1,9% (HUK Coburg) bis 8,2 (Vereinigte Potversicherung)… Nettoverzinsung von 8,4% (Aspecta) bis 1,2 (Provinvial Nord)…

Zur Kalkulation der Risiko-Kosten (z. B. das Todesfallrisiko) gibt es natürlich keine Angaben… Warum auch? Oder schreibt Mc Donalds die Einkaufspreise des Big Mäcs mit an die Tafel?

Klar, interessant wäre das natürlich schon… Zum Vergleich.

Thema: „Netto-Policen“… Ne tolle Sache: Du musst nur mal eben 3 bis 4 Tausend Euro für die tolle Beratung zum Verkauf von den Luxemburger Policen auf den Tisch des Hauses (des Vermögensberaters) legen.

Gruß Matthias

PS: Also hin zum Versicherungsberater (kostet zwar auch Geld, leistet aber auch anständige Arbeit) oder zum Makler deiner Wahl oder zum Versichereungsvertreter deines Vetrauens…

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hallo matthias,

na klar veröffentlichen deutsche Lebensversicherer ihre
Kennzahlen. So geschehen in der Zeitung „Zeitschrift für
Versicherungswesen“ im August 2004.

na klar tun die sowas, einmal jährlich bei der bafin (die zahlen für 2003 und 2004 fehlen immer noch). kennt diese zeitschrift irgend ein verbraucher? und, schlimmer, die fachleute, die sowas lesen, geben die ihr wissen dem kunden weiter? oder gilt heir weiterhin der grundsatz „was der kunde wissen will, wird er schon fragen?“

von den „50-Größten“ wurden u. a. Gesamtüberschüsse,
Zuweisungen zu den RfB und auch: Verwaltungs-,
Abschlusskostensätze und die Nettoverzinsung dargestellt.

lobenswert…

Standard Life, Clerical Life haben keine Angaben gemacht.
Warum wohl? Wurden wohl nicht gefragt :wink:

ich nehme mal stark an, da es sich um die angaben der deutschen versicherungen gehandelt hat. oder waren die lichtensteiner / franzosen / luxemburger anbieter dabei?

Die Verwaltungskostensätze gehen von 0,9% (Neue Leben) bis
13,8% (CIV Leben). Die Abschlusskosten von 1,9% (HUK Coburg)
bis 8,2 (Vereinigte Potversicherung)… Nettoverzinsung von
8,4% (Aspecta) bis 1,2 (Provinvial Nord)…

erstens sind diese angaben unvollständig (dies sind die aufwendungen für den versicherungsbetrieb in % des getätigten neugeschäfts, die laufenden abschlussaufwendungen bezüglich der verdienten bruttobeiträge fehlen), zweitens sind diese kosten nicht garantiert. d.h. die versicherer können sie erhöhen wie auch immer sie wollen… bezüglich der nettoverzinsung: auf was? zinsen auf was? oder kennt jemand seinen sparanteil? ich behaupte mal, dass nicht. und was ist mit den investmentkosten, die immer dazukommen? wo stehen die in diesem bericht?

Zur Kalkulation der Risiko-Kosten (z. B. das Todesfallrisiko)
gibt es natürlich keine Angaben… Warum auch? Oder schreibt
Mc Donalds die Einkaufspreise des Big Mäcs mit an die Tafel?

Klar, interessant wäre das natürlich schon… Zum Vergleich.

so sehe ich das auch…

Thema: „Netto-Policen“… Ne tolle Sache: Du musst nur mal
eben 3 bis 4 Tausend Euro für die tolle Beratung zum Verkauf
von den Luxemburger Policen auf den Tisch des Hauses (des
Vermögensberaters) legen.

wer erzählt denn sowas? stimmt doch gar nicht (es gibt die möglichkeit der einmalzahlung der gebühren, ist aber nur unter bestimmten umständen sinnvoll und ratsam). ist es denn besser, nach zillmerverfahren den vertrag als erstes in´s minus zu belasten, dass der kunde sich auf null spart? natürlich ohne zu wissen, wieviel denn im minus steht, ist ja geschäftsgeheimnis und dient dem kunden (so geschrieben vom marktführer).

Gruß Matthias

PS: Also hin zum Versicherungsberater (kostet zwar auch Geld,
leistet aber auch anständige Arbeit) oder zum Makler deiner
Wahl oder zum Versichereungsvertreter deines Vetrauens…

die qualität eines beratungsgespräches kann meiner meinung nach nicht pauschal über den berufsstand entschieden werden. aber es soll andere meinungen dazu geben…

maxxler71

p.s. die auflage von 6000 stück überzeugt auch. riesenblatt…